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Gesetz der Abschaffung des Routerzwangs nimmt nächste Hürde

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bundesregierungAnfang des Jahres beschloss das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Gesetzesentwurf (Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) - PDF), nachdem alle Netzabschlusspunkte passiv sein müssen. Das Gesetz stellt eine freie Wahl eines Endgeräts für den Breitbandanschluss (Router, Kabelmodem) sicher. Damit soll die bisherige Praxis einiger Netzbetreiber unterbunden werden, die für den Netzzugang ausschließlich von ihnen vertriebene Endgeräte zulassen.

Das Gesetz hat nun die Hürde des Kabinetts genommen. Die Zustimmung des Gesetzesentwurfs erfolgte bereits am Mittwoch und wurde vom BMWi in der Folge bestätigt. Als nächstes wird der Entwurf nun dem Bundestag zur Lesung vorgelegt und muss dort auch beschlossen werden. Dies könnte, muss aber nicht in diesem Jahr erfolgen. Nach Inkrafttreten des Gesetzes besteht laut Text noch eine sechsmonatige Übergangsfrist, danach tritt es in Kraft und kann nicht mehr umgangen werden. Die sechsmonatige Frist soll den Betreibern die Möglichkeit eröffnen ihre Systeme umzustellen.

Stellungsname des BMWi nach dem Kabinettsbeschluss:

"Die Neuregelungen beim Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) stellen sicher, dass alle Arten von Endgeräten (Router, Kabelmodem) von der Liberalisierung erfasst sind. Damit wird auch dem europäischen Ziel eines offenen und freien Warenverkehrs von Telekommunikationsgeräten Rechnung getragen.

Durch Änderungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG) wird der Netzzugang der Verbraucher nun als sogenannter passiver Netzabschlusspunkt definiert. Das bedeutet konkret: Das Telekommunikationsnetz - dessen Ausgestaltung die Netzbetreiber bestimmen - endet gemäß den Neuregelungen damit bereits vor dem Router als aktives Endgerät. Der Router selbst gehört nicht mehr dazu; damit wird die aktuelle Praxis einiger Anbieter beendet, die ihre eigenen Router als aktiven Zugangspunkt zum öffentlichen Netz definieren und hierdurch Verbraucher bei der Nutzung von Internetdiensten an einen vorgeschriebenen Router zu binden.

Anbieter von Telekommunikationsdiensten dürfen ihren Kunden auch weiterhin ein Endgerät (Router/Modem) anbieten oder zur Verfügung stellen. Die Verbraucher erhalten durch den Gesetzentwurf allerdings eine Wahlfreiheit: Telekommunikationsanbieter dürfen ihre Kunden künftig nicht mehr zwingen, ein bestimmtes Endgerät zu verwenden."

Die die Netzbetreiber zum Gesetzesentwurf stehen, haben sie schon mehrfach öffentlich gemacht. Die meisten Argumente von UnityMedia, Kabel Deutschland und Vodafone lassen sich aber recht schnell entkräften. Aus technischer Sicht sind die meisten ohnehin haltlos und teilweise entkräften die Netzbetreiber gleich selbst, da sie ihre Netze in anderen Ländern mit freier Routerwahl anbieten. Wirtschaftliche Interessen und der Umstand mehr Kontrolle über den Kunden zu haben, scheint den meisten Anbietern wichtiger zu sein.

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Kommentare (50)

#41
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Oberbootsmann
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Zitat Thrawn.;23797893
Das Auf Nachfrage bei kabel deutschland nur das modem zur Verfügung gestellt wird und man einen eigenen Router der Wahl anschliessen kann kann ich bestätigen, habs selbst so gemacht und bei mir hängt nen Asus Router dran. (Kabel 100k)



Aber die neuen Modem Router Modelle die Kabeldeutschland anbietet haben WLAN schon am Board, und wird auf Firmware Basis abgeschaltet damit man es gegen Gebühr dazu buchen kann.
Kabeldeutschland Netz hat schon ein stabilen Netz, auch Abend zu Stoßzeiten aber dieser Router Zwang ist echt kacke, ich würde auch gerne eine Fritz box 6490 anschließen und fertig, ein gerät eine Fehlerquelle, mehr Möglichkeiten ein Stromverbraucher.
Und das wichtigste kein KD WLAN Hotspot Müll.
#42
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Beiträge: 128
Ich binn bei Unitymedia-KabelBW, und habe nen Telecolor Router von denen dran.
Das gerät ist der lezte sch..... , ich hab mal bei unitymedia nachgefragt ob das gerät in den bridge modus versetzt werden kann, so das es nur als modem läuft, als antwort kam nur aus technischen gründen ist dis nicht möglich, als danch fragte ob ich ein normales modem bekommen könte via Cisco oder Motorolla,kam nur das das auch nicht möglich sei.
UM sag wir haben keinen router zwang, naja was soll mann dazu sagen.
#43
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Der nachträgliche Tausch eines Kabelmodems oder WLAN-Kabelmodemrouters ist für die Anbieter mit großem Verwaltungsaufwand verbunden.

Die MAC des Modems/Routers ist deine Kennung. Wenn man dich als Anschlussinhaber identifizieren will, läuft das über die MAC des Modems. Wenn du jetzt ein anderes Gerät willst, müssten sie die MAC des neuen Geräts auf dich registrieren, die alte MAC löschen und deine MAC bei dem Kabelverteiler anmelden.

Das bedeutet für die Anbieter einen zu hohen Aufwand, der natürlich mit Arbeitszeit und daher Kosten verbunden ist, so dass man per sé gesagt bekommt: "Nö".

Das sind die Kabelanbieter. Gerade Unitymedia ist da schlimm. Die muss man richtiggehend nerven, damit da was passiert. Aber zum Glück ändert sich das bald.
#44
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Also als mein Kabelmodem mal schrott war und hier vor Ort durch einen KDG Techniker ausgetauscht wurde, war das jetzt keine so riesige Aktion... der gute Herr hat die Daten des neuen Modems in sein Tablet gehauen und ein paar Minuten später lief die Kiste. Ob das "erheblicher Verwaltungsaufwand" ist? Imho ist das nur Gelaber seitens der Anbieter...
#45
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Zitat PuMa0153;23800701
Ich binn bei Unitymedia-KabelBW, und habe nen Telecolor Router von denen dran.
Das gerät ist der lezte sch..... , ich hab mal bei unitymedia nachgefragt ob das gerät in den bridge modus versetzt werden kann, so das es nur als modem läuft, als antwort kam nur aus technischen gründen ist dis nicht möglich, als danch fragte ob ich ein normales modem bekommen könte via Cisco oder Motorolla,kam nur das das auch nicht möglich sei.
UM sag wir haben keinen router zwang, naja was soll mann dazu sagen.


Jop, ich hatte auch vor einer Weile mal nachgefragt (UM-Kabel BW) ob ich denn die FB 6490 bekommen könnte. Habe ja im Moment die 6360 in Betrieb, welche nicht mehr mit Updates versorgt wird und auch kein Dual GHz-Wlan gleichzeitig kann (habe ich auch explizit so am Telefon erwähnt). Pustekuchen, nur durch n Upgrade auf den 200er Tarif. Neukunden kriegen die trotzdem bei einem 120er Tarif + Komfort Option. Als Bestandskunde guckste in die Röhre...
Servicewüste Deutschland. :rolleyes:
#46
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Zitat L0rd_Helmchen;23802533
(...) mal schrott war (...) vor Ort durch einen KDG Techniker (...)

Wenn das Gerät defekt ist, muss der Anbieter es tauschen. Vertragliche Verpflichtung. Die besteht nicht, so lange das Gerät noch funktioniert. Die MAC wird deine Nutzerkennung, daher muss ein Techniker vor Ort dein neues Modem mit deinem Anschluss "verheiraten", damit man dich aus der Ferne "erkennen" kann.

Und aus genau diesem Grund gibt es keine nachträglichen Gerätewechsel. Bei Kabel Deutschland kann man sich bei Abschluss des Vertrags meist ein Gerät raussuchen - bei Unitymedia gehören die Geräte zum gewählten Tarif. Nachträglich ein anderes Gerät zu bekommen, so lange das alte funktioniert, ist nahezu unmöglich. Weil der Techniker Geld kostet. Wenn das derzeitige Gerät defekt ist, ist das etwas anderes. ;)

Zitat Man0fSteel;23803477
Als Bestandskunde guckste in die Röhre...

Ganz genau. Man kann nur den Vertrag kündigen und einen neuen abschließen. Dann gibt's die neuen Geräte. Es sei denn, der Kabelanbieter ändert die Netztechnik, dann muss auch das alte Gerät getauscht werden. Aber auf eigenen Wunsch gibt es, und schon gar nicht bei Unitymedia, ein neues oder anderes Gerät. Wo kämen wir denn hin, wenn sich der Kunde sein eigenes Gerät raussuchen kann. Oh, stimmt, dann wären wir in der Zeit nach dem "Routerzwang". ;)

Ich mache es mit meiner Freundin jetzt übrigens folgendermaßen: nach zwei Jahren Mindestvertragslaufzeit wird automatisch gekündigt. Ohne Grund. Dann werde ich neuer Vertragspartner und wir lassen das über das Provisionssystem von Unitymedia (Tellja) laufen. So gibt's auch noch massig Kohle geschenkt. Mal sehen, was die nach dem Ende des "Routerzwangs" an Geräten anbieten.
#47
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Oberbootsmann
Beiträge: 979
Zitat PuMa0153;23800701
als danch fragte ob ich ein normales modem bekommen könte via Cisco


so beruhigt, das Cisco-Ding ist auch nur ein beschnittener Router...

Ich bin ja dafür, dass wenn die Kabelanbieter auf ihrem "Modem" beharren, dass sie auch die Stromkosten übernehmen. Übrigens, das Cisco-Ding wird an der heißesten Stelle stolze 62°C heiß...
#48
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Gesetz gegen Routerzwang droht doch noch zu scheitern | heise online

Tolle Aussichten :rolleyes:
#49
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Warum? Die Regierung hält im Bundestag sehr großzügig die absolute Mehrheit und könnte den Bundesrat damit notfalls locker überstimmen. (Einer der Gründe, warum ich große Koalitionen hasse - auch wenn es diesem Fall mal ein positives Gesetz ist.)
#50
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Wenn der Gesetztestext geändert/aufgeweicht wird, braucht man dieses Gesetzt nicht.
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