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BMWi beschließt Gesetzesentwurf zur Abschaffung des Routerzwangs

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bundesregierungDas Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat einen Gesetzesentwurf (Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) - PDF) vorgestellt, nachdem alle Netzabschlusspunkte passiv sein müssen. Das Gesetz stellt eine freie Wahl eines Endgeräts für den Breitbandanschluss (Router, Kabelmodem) sicher. Damit soll die bisherige Praxis einiger Netzbetreiber unterbunden werden, die für den Netzzugang ausschließlich von ihnen vertriebene Endgeräte zulassen.

Einige Netzanbieter halten dazu Einwahldaten, technische Rahmenbedingungen oder aber Zugangsdaten für Spezialdienste, wie VoIP, unter Verschluss, so dass der Kunde keine Wahl beim jeweiligen Endgerät hat. Nachteilig ist dies nicht nur durch die fehlende freie Entscheidung des Kunden, sondern auch aus technischer Sicht. So haben viele Nutzer gerne die Kontrolle über die eigenen Internetverbindung und die dahinterliegenden Services. Bei einigen der sogenannten Zwangsrouter besteht diese Konfigurationsmöglichkeit aber nur in Teilen. Zudem sind in jüngster Vergangenheit immer wieder Router von Sicherheitslücken betroffen, die vom Nutzer nicht immer sofort geschlossen werden konnte, da der Hersteller des Routers die neue Software-Version nur über den Internet Service Provider freigeben konnte. Auch hier sollte der Nutzer selbst entscheiden können, welchen Router er einsetzt und welchem Hersteller er aufgrund der häufigen Firmware-Updates mehr Vertrauen entgegenbringt.

Alle Arten von Endgeräten sind künftig von dieser Liberalisierung erfasst. Dies trägt dem Ziel und Zweck der europäischen Vorgaben Rechnung, einen offenen, wettbewerbsorientierten Warenverkehr von Telekommunikationsendeinrichtungen zu ermöglichen. Ergänzend wird im Telekommunikationsgesetz (TKG) der Zugang zum öffentlichen Telekommunikationsnetz als passiver Netzabschlusspunkt definiert. Damit soll die aktuelle Praxis einiger Anbieter beendet werden, den Zugangspunkt zum öffentlichen Netz in ihrem eigenen Router zu definieren.

Nach dieser Anhörung soll die erforderliche Notifizierung des Gesetzentwurfes bei den europäischen Dienststellen durchgeführt werden, um das weitere Gesetzgebungsverfahren schnellstmöglich mit einem Kabinettbeschluss einleiten zu können. Dies kann noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Danach sind die Netzanbieter gefragt, die alle notwenigen Informationen den Kunden zukommen lassen müssen, damit diese eine freie Entscheidung bei der Wahl des Endgerätes ermöglicht bekommen.

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Kommentare (11)

#2
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Registriert seit: 01.12.2012
Rheinhessische Schweiz
Kapitänleutnant
Beiträge: 1971
Nach langer Zeit endlich mal wieder ein guter Gesetzesentwurf in Deutschland.
#3
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Ist ja nur ein Entwurf. Der endet dann wie alle Entwürfe:
Am Ende darf jeder den Router einsetzen, den er mag: an Wochentagen mit ungeradem Datum zwischen 04:00 und 04:45 Uhr und am internationalen Tag der Wurst.
#4
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10403
Na vll müssen wir dann ja doch nicht wechseln und können bei O2 bleiben. Aber vermutlich werden bestehende Verträge von der Neuerung ausgenommen...
#5
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Registriert seit: 22.03.2008
Löhne
Bootsmann
Beiträge: 553
Sehr gut,also in Zukuft auch bei Unitymedia wieder echte Modems :banana:

Das TC7200 eines Arbeitskollegen ist eine Krankheit und die Fritzbox 6360 Cable lässt sich nur sehr schwer als Modem einrichten, weil die Box komplett zugemacht ist.

Endlich hat das doppel NAT für viele ein Ende :asthanos:
#6
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3311
Lol - merkt ihr es noch?
Das ist ein Entwurf - bis der durch geht - falls überhaupt - können Jahre vergehen.
Und wenn die Lobbiesten nicht pennen kommt der nie durch.
#7
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Registriert seit: 16.06.2005
■█▄█▀█▄█■█▄█▀█▄█■ addicted to black & white kaname chidori ftw!
SuperModerator
Bruddelsupp
Luxx Labor

Hippie
Beiträge: 24189
Ich find es eigentlich schade dass es dafür überhaupt ein Gesetz geben muss.
#8
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Registriert seit: 09.12.2005
nähe Köln
Leutnant zur See
Beiträge: 1132
das liegt daran weil in deutschland sesselwärmer regieren und nicht das volk. das volk hat bier in der hand, sitzt auf der couch und guckt fussball oder schläft.
das ist das bild des "deutschen".
kritisches denken können sie nicht weil nicht beigebracht worden, ist politisch ungewollt, ist anstrengend und auch von nachteil weil man als anderesdenkend oder gar nocht schlimmer verschwörungstheoretiker oder aluhutträger diffamiert wird. aus diesem grund lässt der "deutsche" lieber bürokraten, kriminelle und überhaupt "die anderen" oder "die da oben" für sich denken.
der collectivismus erinnert mich stark an nationalsozialistische strukturen wie in deutschland bis 1945, bei den sovjets, in der ddr und china.
jetzt bin ich wieder was abgeschweift...

jedenfalls, ....dieses gesetz kommt nicht weil zu gut für die deutschen :) der entwurft bleibt ...weil er sich toll anhört und so die hoffnung nicht sterben lässt.

so, jetzt können alle wieder bier trinken auf der couch und fussball gucken und dabei einschlafen bis morgen.
morgen müsst ihr aufstehen und die staatsschulden abrackern die euch die lobbisten im bundestag auferlegt haben :) ....und wehe ihr wiedersetzt euch euren meistern. dann seit ihr keine echten deutsche :)

ZYNISMUS ...ende
#9
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Registriert seit: 20.10.2006
non paged area
Kapitän zur See
Beiträge: 3594
Prost!
#10
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Registriert seit: 24.03.2008
Heidelberg
Moderator
A glorious mess!
Beiträge: 4828
Ich hoffe das es dieser Entwurf zu einem Gesetz schafft. Aber ich denke das die Chancen nicht schlecht stehen.
Das wäre echt seit langem mal ein vernüftiges, was dem gemeinen Volk auch nützen würde.
#11
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Registriert seit: 13.06.2003
RheinMain
Vizeadmiral
Beiträge: 7433
Das Gesetz kommt nur, weil die EU-Vorschriften eine entsprechende europaweite Regulierung vorsehen.

Vordergründig geht es um den "freien Wettbewerb" - den die Netzanbieter mit einer "Festschreibung" der Modems/Router auf den Kunden bzw. den Anschluss verhindern.

Letztlich siegt hier gerade die Wirtschaftslobby - nicht die Netzanbieterlobby. Die ist zu klein.

Für die Netzanbieter hört die "Zuständigkeit" in Zukunft an der "passiven Dose" auf. Alles was danach "aktiv" kommt, darf von denen nicht mehr reguliert werden. Das obliegt dann dem Kunden.

Und was Altverträge angeht - deren Regelungen im Bezug auf den Router fallen mit Wirksamwerden des Gesetzes. Am Stichtag des Wirksamwerdens habt ihr Anspruch auf die Zugangsdaten, um einen Router eurer Wahl mit den entsprechenden Daten füttern und betreiben zu können.
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