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Länderchefs sollen beraten: Werbeverzicht bei ARD und ZDF

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gezObwohl der seit Januar 2013 geltende neue Rundfunkbeitrag ab April von derzeit 17,98 Euro monatlich auf 17,50 Euro im Monat reduziert werden wird, dürfte den Landesmedienanstalten durch die Umstellung ein noch größerer Milliardenüberschuss zustehen als bislang angenommen. In der letzten Woche schwirrten 1,5 Milliarden Euro durch zahlreiche Medien. Offizielle Zahlen seitens der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) gibt es zwar noch nicht, jedoch soll die bisherige Prognose laut KEF-Geschäftsführer Horst Wegner „deutlich übertroffen“ werden.

Statt mit einer weiteren Senkung des Rundfunkbeitrages die Haushalte zu entlasten, sollen die Ministerpräsidenten im Juni über eine Reduzierung der Werbung im Programm von ARD und ZDF beraten. Das berichtet man jetzt zumindest bei shz.de. Demnach könne sich die Staatssekretärin von Rheinland-Pfalz, Jacqueline Kraege (SPD), eine Werbereduzierung vorstellen, sofern diese im Zusammenhang mit der Beitragsstabilität stünde. Das Land Rheinland-Pfalz hat den Ländervorsitz für Medien. Einen kompletten Werbeverzicht für die öffentlich-rechtlichen Sender nennt die Ministerin allerdings „illusorisch“. Unterstützung erhält man auch aus Schleswig-Holstein. „Weil ARD und ZDF so unabhängiger von Werbekunden und damit von Einschaltquoten ihr Programm gestalten können. Das stärkt die Eigenarten und die Vielfalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“, teile einer Sprecher der Landesregierung mit.

Werbeverzicht aber kostet

Einigkeit herrscht allerdings auch darüber, dass die Beitragszahler durch den Werbeverzicht oder zumindest deren weitere Einschränkung nicht weiter belastet werden sollen. Im Schnitt nahmen ARD und ZDF laut der Kommission in den Jahren 2009 bis 2012 mit Werbung und Sponsoring rund 560 Millionen Euro pro Jahr ein. Wenn diese bei den öffentlich-rechtlichen Sendern komplett entfallen würden, müssten nach KEF-Rechnung 1,26 Euro monatlich mehr über den Rundfunkbeitrag bezahlt werden. Schon nur zehn Minuten weniger Werbung im Fernsehen würden für die aktuelle Beitragsperiode 46 Cent pro Beitragszahler bedeuten. Ein Verzicht auf Sponsoring aber solle den Beitragszahler 8 Cent im Monat kosten. Schon jetzt ist das Präsentieren von Sendungen durch Unternehmen nach 20:00 Uhr verboten.

Bisher aber sollen die Länder noch keine einheitliche Linie gefunden haben.

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Kommentare (27)

#18
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Registriert seit: 05.02.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1901
Soll ganz weg, der Müll.
#19
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Registriert seit: 16.02.2007
Hessen
Leutnant zur See
Beiträge: 1085
Die sollen aus dem Fernsehgarten ein Golfplatz machen dann kommt auch wieder Geld rein und kostet keines. Oder dieses Orchestra einstampfen. Das einzige was man schauen kann ist ZDF Neo.
#20
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Registriert seit: 31.12.2011
München
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
Die sollten den Überschuss mal in ein paar Bundesligarechte investieren.
#21
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10402
Da kommt doch auch nur entweder ne Doku über Hitler, oder was über Tiere.
#22
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Registriert seit: 20.11.2007
Bad Harzburg
Gefreiter
Beiträge: 63
Ich bin immer noch der Meinung, dass jeder selbst entscheiden sollte, ob die angebotenen Sender konsumiert werden oder nicht. Entscheide ich mich dagegen, wird einfach ein Netzfilter gesetzt und Zack, ist die Sache erledigt, zumindest für Kabelanschlüsse.

Ich meine, ich geh doch auch nicht durch den Supermarkt, möchte ohne etwas zu Kaufen gehen und plötzlich steht einer am Ausgang: "Dafür, dass Sie etwas hätten kaufen KÖNNEN, MÜSSEN Sie vor dem Verlassen 3€ Gebühr bezahlen."

Das ist das, was mich an der Sache massiv ärgert, ich schaue einfach gar kein Fernsehen mehr, da ich die meisten Sendungen als ziemlich schrottreif empfinde (egal ob Öffis oder Privates). Für meine Großeltern ist das ganz klar klasse, mein Opa schaut gerne die ganzen "Krimis" und meine Oma steht total auf Tierdokus und Dokus über fremde Länder, die haben auch kein Problem damit, die Zwangsabgabe zu bezahlen, da es für sie, in dem Sinne wie oben, keine ist.

Gleiches gilt für bei mir übrigens für Radio, denn ich nutze nur Spotify und für Serien oder Filme Netflix und Amazon Prime. Für solche Dienste zahle ich gerne, da diese eher meinem Geschmack entsprechende und ich als Arbeitnehmer auch immer entscheiden kann, wann ich die entsprechenden Filme bzw. die entsprechende Musik konsumieren möchte.

Also lange Rede, gar kein Sinn: In der jetzigen Form ist die GEZ einfach nur überholt und nicht mehr zeitgemäß.

Grüße
#23
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Registriert seit: 13.03.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1679
Zitat ELPR1NC1PAL;23176756
Ganz einfach die BBC nachmachen

Die BBC lässt sich nicht nachmachen, da die BBC fähige und kreative Leute hat - sowohl in der Produktion als auch in allen anderen Bereichen.
Wenn ich schon sehe, wie die ÖR mit ihrem Geld umgehen wird mir schlecht. Um überhaupt so gut wie die BBC zu werden, müsste man den gesamten Laden umkrempeln. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das viel zu kostspielig ist - so viele Abfindungen wie man da zahlen müsste, damit die Leute ihre Posten räumen.

Anstatt so nen Scheiß zu finanzieren sollte man lieber 20 Euro im Monat für Schulen einsammeln, damit das Bildungssystem nicht aus Kostengründen zusammenbricht. Aber das wäre ja grober Unfug. Die Allgemeinbespaßung ist viel essentieller. Wäre ja noch schöner, wenn nachfolgende Generationen ihr Hirn dazu benutzen um kritische Fragen zu stellen.

Schramm mag oft überspitzt daher kommen, aber im Grunde hat er Recht:
https://www.youtube.com/watch?v=jitdvJ5U3I4
#24
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Registriert seit: 26.06.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 230
Zitat
„Weil ARD und ZDF so unabhängiger von Werbekunden und damit von Einschaltquoten ihr Programm gestalten können. Das stärkt die Eigenarten und die Vielfalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“, teile einer Sprecher der Landesregierung mit.


Ich find die Aussage klasse. Das ist doch eigentlich ein Geständnis dafür, dass man bei den ÖR gar kein Interesse daran hat, was ordentliches zu produzieren, dass viele Leute anspricht. Sondern lieber allerlei Sparten-TV zu produzieren und sich das Geld einzustecken.
#25
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Registriert seit: 25.05.2011

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1379
So ist das mit Steuergeldern, die einen wollen Straßen mit mehr Spuren die anderen mehr Fahrradwege.. man kann nicht jeden damit gücklich machen. Seht es als seperat berechnete Steuer, um die ihr niemals herum kommen werdet und die der Allgemeinheit zur Gute kommt (Angestellte der Öffis) .
#26
Registriert seit: 06.06.2009
Westküste Geiseltalsee
Stabsgefreiter
Beiträge: 281
würde ja schon einiges bringen,wenn man ein paar Sendeanstalten dicht macht...wozu braucht man in NRW 11 WDR-Anstalten?...andere Bundesländer kommen mit nur einer aus
#27
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Registriert seit: 27.07.2008

Fregattenkapitän
Beiträge: 2580
Von mir aus können die noch mehr Werbung machen. Ich schaue ARD oder ZDF eh nur sehr selten. Dafür die Beiträge auf 9 Euro im Monat senken. Danke ! (Manche PayTV-Sender verlangen auch nicht mehr !)
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