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Vodafone-Tochter soll eng mit dem GCHQ zusammengearbeitet haben

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vodafoneNach Informationen der Süddeutschen Zeitung habe ein Tochterunternehmen Vodafones sehr enge Beziehungen zu dem britischen Geheimdienst GCHQ gepflegt. Das Unternehmen namens Cable & Wireless soll dabei dem GCHQ maßgeblich geholfen haben, Kunden von Konkurrenzunternehmen besser überwachen und ausspähen zu können. Vodafone habe bei eigenen Ermittlungen über die Firmengeschichte jedoch keinerlei Hinweise auf Gesetzesbrüche von Gesetzen innerhalb der EU, Großbritannien oder Deutschland gefunden.

Auch nach der Übernahme soll laut den Quellen Vodafone bis mindestens in das Jahr 2013 die Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst aufrecht gehalten haben. Allerdings soll das Unternehmen aus dieser Zusammenarbeit keinerlei Profit erzielen.

Unter dem Codenamen "Gerontic" habe das vor zwei Jahren von Vodafone übernommene Unternehmen laut Snowden-Dokumenten mit dem Geheimdienst zusammengearbeitet und sei im Jahre 2009 für etwa 70 Prozent der an den GCHQ übergebenen Daten verantwortlich gewesen. Dabei konnte laut Informationen des GCHQ das Unternehmen auf 63 Unterseekabel zugreifen und Daten abschöpfen.

 

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Kommentare (1)

#1
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Das ist eigentlich nichts Neues. Ich habe bereits am 08. 06. 2013 auf Computerbase.de darüber geschrieben.

Bereits im Kalten Krieg haben die USA russische Unterseekabel angezapft (Operation Ivy Bells); wenn man weiss, dass Cable & Wireless schon vor dem Ersten Weltkrieg Unterseekabel betrieb
und man 1+1 zusammenzählen kann (also die Kooperation der "Five Eyes"), ist es also nicht völlig unwahrscheinlich, dass die Vodafonetochter im Auftrag des GCHQ auch für die amerikanische NSA mitlauscht. ;)
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