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Bitkom-Umfrage: Streaming verdrängt langsam das Fernsehen

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bitkomVor noch nicht allzu langer Zeit spielte Videostreaming in den Köpfen der Verbraucher eine eher untergeordnete Rolle. Dank Netflix, Amazon Prime Instant Video, Watchever, Maxdome, Sky und den zahlreichen Online-Mediatheken der Sender, aber ändern sich die Fernsehgewohnheiten vieler deutscher Verbraucher zunehmend. Zu diesem Ergebnis kommt nun eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom.

Demnach habe bereits jeder dritte Nutzer von Videostreaming (33 Prozent) ab 14 Jahren das klassische Fernsehen ganz oder teilweise durch Streaming-Angebote ersetzt. Das entspricht gut 13 Millionen Bundesbürgern. Danach schaut laut eigenen Aussagen fast jeder zweite Streaming-Nutzer (44 Prozent) weniger Fernsehen über Kabel oder Satellit, seitdem er Videoinhalte über das Internet streamt. Fast jeder Fünfte (18 Prozent) würde sogar komplett auf klassisches Fernsehen verzichten. „Die kommende Zuschauergeneration wird kaum noch feste TV-Sendezeiten kennen“, kommentiert Bitkom-Experte Timm Hoffmann. „Über Mediatheken, Videoportale oder On-Demand-Angebote wird man sich sein eigenes TV-Programm im Internet zusammenstellen.

Viele Nutzer sollen schon heute per Videostreaming entscheiden, wann und wo sie welche Filme, Serien und Nachrichten sehen möchten. Sechs von zehn Streaming-Nutzern (59 Prozent) sollen sich den Angaben zufolge nicht unter Zeitdruck setzten, um zu bestimmten Sendungen rechtzeitig vor den Bildschirm zu sitzen. Fast die Hälfte gibt an (46 Prozent), durch die Möglichkeit des Videostreamings bereits einmal darauf verzichtet zu haben, eine Sendung zur Sendezeit angeschaut zu haben. Insgesamt sollen drei von vier Internetnutzern (73 Prozent) ab 14 Jahren Videostreams regelmäßig nutzen, was laut dem Bitkom-Verband gut 40 Millionen Bundesbürgern entspricht. Dagegen speichert gut jeder vierte Internetnutzer (27 Prozent) Videos zunächst per Download ab, um sie anschließen anzuschauen.

Befragt wurden in Zusammenarbeit mit Aris insgesamt 1.004 Personen ab 14 Jahren.

bitkom videostreaming deutschland tv-k
Videostreaming wird in Deutschland immer populärer.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 27.01.2011

Korvettenkapitän
Beiträge: 2411
Das ist doch bloß eine logische Konsequenz aus dem immer weiter absinkenden Niveau des privaten Fernsehprogramms. Die Öffentlich-Rechtlichen machen auch fast ausschließlich Programm für die älteren Semester. Zumal man mit einem Stream zeitlich deutlich flexibler das schauen kann, was man wirklich will.
#2
und du hast die Werbung vergessen. Ist schon extrem, wenn in einem Film, der ca. 3h geht, mind. 45 Minuten Werbung kommt.

Sonst stimm ich dir voll und ganz zu.
#3
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Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 7784
Entertain ist auch Streaming, aber programmtechnisch dennoch "klassisches Fernsehen". Fand das dort Berücksichtigung?
#4
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Registriert seit: 31.01.2006
Jena / Thüringen
Moderator
HWLUXX OC-Team
TeamMUTTI
Beiträge: 11734
Ich kann die Entwicklung voll und ganz nachvollziehen.
Ich habe seit ca. 6 Monaten kein einziges mal den TV zum Fernsehen angehabt. Habe mich schon geärgert, dass ich nach meinem Umzug einen SAT Receiver und HD+ angeschafft habe.
Wenn ich den TV mal an habe, dann bewusst für einen Film via BR oder AmazonIV. Daher habe ich den TV auch aus dem Wohnzimmer verbannt und nun steht er im Gäste-/Kinozimmer. Die Versuchung ist doch groß, auch zum Abendessen mal etwas im Hintergrund dudeln zu lassen. Das haben wir uns seit dem abgewöhnt und es keine Minute bereut.
Wenn man mal bei Freunden ist und sieht, was für ein Stuss da teilweise läuft, kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen!
Also von mir gibt es ein klares JA zum VOD und möge das klassische TV Programm langsam aber sicher aussterben!
#5
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Registriert seit: 27.10.2011

Bootsmann
Beiträge: 750
Zitat loopy83;22881132
Also von mir gibt es ein klares JA zum VOD und möge das klassische TV Programm langsam aber sicher aussterben!


Aber... aber... die Arbeitsplätze!1!!



Schaue auch kein Fernsehen mehr und bin froh drum. Der eine, kleine Vorteil (du musst absolut gar nichts tun, nur anschalten und hinsetzen) hebt die massiven Nachteile in keinster Weise auf. Da sind mir Let's Plays deutlich lieber.
#6
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Registriert seit: 31.12.2011
München
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
Ich hab mir meinen Fernseher auch zu 90% für Dekozwecke gekauft :D
#7
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Registriert seit: 07.01.2007
D:\NRW\Cologne
Kapitänleutnant
Beiträge: 1785
Seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, habe ich keinen Zugang mehr zu einem Fernseher gehabt. Und das ist auch gut so, für "Notfälle" gibt es die Mediathek oder Zattoo (Tatort, Fußball-WM).
#8
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Registriert seit: 27.03.2008

Vizeadmiral
Beiträge: 7595
Finde ich ebenfalls gut, auch wenn die Umfrage sicherlich nicht repräsentativ ist, dazu müsste man tatsächlich alle oder zumindest 1/5 fragen und selbst da kann man auch die falschen antreffen...

Kabel TV schaue ich seit Jahren nicht mehr, es ist langweilig, wenig unterhaltsam und bietet zahlreiche völlig bekloppte "Shows" mit denen ich nichts anfangen kann, außer das sie pure Zeitverschwendung sind. Bei Streaming kann man sich einfach anschauen, was man möchte und Nachrichten guckt man sich per Podcast/Internetstream an, fertig. Zudem ist man dadurch zeitlich deutlich flexibler, da man nicht mehr gezwungen ist zu einem bestimmten Zeitpunkt sich vor die Scheibe zu setzen.

Ich kann mich noch an meine Schulzeit erinnern, wo ich teilweise Termin mit Freunden danach richten musste, ob ein bestimmter Film XYZ im TV an dem Tag zu der Zeit lief, oder nicht, schrecklich und ausleihen kam auch nicht in Frage, da wenig Taschengeld. Daher hatte ich mir relativ schnell eine Konsole besorgt, sobald ich genug mit Sommerjob/Taschengeld zusammen hatte, da ich dort fast immer speichern konnte wann ich wollte, spielen konnte wann ich wollte und die Zeit besser einteilen konnte und von Terminen unabhängig blieb und mir die Zeit auch besser genutzt vorkam, da ich selber spielen und nachdenken musste um weiter zu kommen. Ansonsten Bücher/Rad fahren, Freunde treffen, lernen, TV war auch damals schon für mich out.
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