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eBay-Betrüger zu fast sieben Jahren Haft verurteilt

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ebay 2013Weil er über die Handelsplattform eBay im großen Stil betrog, ist ein 29-Jähriger nun zu sechs Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden. Davon absitzen muss er allerdings nur 2,5 Jahre, weil er zuvor in einem Gefängnis in Paraguay saß. Ihm vorgeworfen wird gewerbsmäßiger Betrug in mehr als 1.000 Fällen.

Mit einer Reihe von Tarnfirmen heuerte er zwischen 2006 und 2011 über 90 Verkäufer aus ganz Deutschland an, die über ihren eBay-Account Waren versteigerten und nach Abzug einer Provision die Einnahmen daraus an verschiedene Finanzagenten überwiesen, die das Geld wiederrum über ihr Privatkonto mittels verschiedener Finanzdienstleister nach Paraguay schickten, wo es der Angeklagte in Empfang nahm. Die Waren wurden jedoch nie verschickt, versteigert wurden fiktive Angebote. Der Schaden der Kunden soll sich auf insgesamt rund 300.000 Euro belaufen. Betroffen sind eBay-Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Agenten sollen nicht nur für Schäden der geprellten Käufer haften, gegen sie wurden auch Ermittlungen wegen Geldwäsche eingeleitet.

Im April war der 29-jährige Angeklagte aus Paraguay ausgeliefert worden, wo er eigenen Angaben zufolge seit 2005 lebte, nachdem er bereits wegen einer drohenden Jugendstrafe aus Deutschland geflohen war. Von dort aus soll er die Taten geplant und ausgeführt haben. 2012 erfolgte die Festnahme. Seitdem saß er in Paraguay in Auslieferungshaft. Als Gründe für seine Taten gab er an, in Geldnot gewesen zu sein. Zwar soll das Geld aus seiner in Paraguay aufgebauten Hundezucht zum Leben ausgereicht haben, doch nicht dazu, um die Beamten der Polizei mit Schmiergelder zu bestechen, weil er keine Aufenthaltserlaubnis besaß und zudem mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wurde.

Nach seinem umfangreichen Geständnis verurteilte das Marburger Landgericht den 29-Jährigen nun zu sechs Jahren und elf Monaten Gefängnis. Seine Zeit in der Auslieferungshaft in Paraguay wird ihm allerdings angerechnet und zwar im Verhältnis zwei zu eins (zwei Tage deutsche Haft für einen Tag in Tacumbu), weil dort unmenschliche Zustände geherrscht haben sollen. Das Gericht entschied auf 2,5 Jahre, das Urteil ist rechtskräftig.

Nach seinem Gefängnisaufenthalt in Deutschland will der Mann wieder zurück nach Paraguay, wo seine Freundin und Familie leben.

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 23.12.2013

Gefreiter
Beiträge: 53
Eigentlich noch zu wenig.
Und die "90 Verkäufer aus ganz Deutschland", die "nicht nur für Schäden der geprellten Käufer haften, gegen sie wurden auch Ermittlungen wegen Geldwäsche eingeleitet." Hoffentlich ist bei denen wirklich genug zu holen, um den Schaden wieder gut zu machen.
#2
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Registriert seit: 19.11.2007

Moderator
Beiträge: 1617
Weil er über die Handelsplattform eBay im großen Stil BETRÜGTE... echt jetzt?

#3
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Registriert seit: 17.02.2009
Sachsen, Brandis b. Leipzig
Admiral
Beiträge: 16821
Hab ich auch eben gelesen. :fresse:

Nix gegen Schreibschwäche - auch ich hab viele Fehler... aber sowas ist echt... übel... vor allem in ner News.
#4
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Registriert seit: 26.04.2009

Mr. HTPC
Beiträge: 3394
Zitat Pirate85;22457005
..sowas ist echt... übel...
:rolleyes:..schon mal was von PN gehört? Ich hoffe die 'Nachrichten' zu diesem Thema werden gelöscht...inkl. dieser Nachricht.
#5
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Registriert seit: 10.12.2012

Obergefreiter
Beiträge: 82
Uli Hoeneß hinterzieht mehrere Millionen und versteuert seine Gewinne auch nicht und bekommt 3 1/2 Jahre.
Der Mann hier betrog diese "betrugs" Plattform um 300k und kriegt 6 Jahre 11 Monate... so so, gerechte Welt halt.
#6
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Registriert seit: 09.05.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 955
ist schon ein Unterschied ob man alleine Verantwortlich ist oder eine Art kriminelle Vereinigung sammt Geldwäsche organisiert hat.
Und natürlich auch ob der/die Betrogenen wieder an Ihr Geld kommen. Und natürlich auch ob nur einer oder ein paar "hundert" geschädigt wurde.
#7
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Registriert seit: 23.10.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 870
Zitat Stegan;22456719
Nach seinem Gefängnisaufenthalt in Deutschland will der Mann wieder zurück nach Paraguay...


Bitte ???
Erst massenweise die Leute betrügen, dann auf unsere Kosten in den Knast und danach wieder Zurück nach Paraguay. Nee, oder ?!

Solche Leute dürften erst dann auswandern, wenn sie den Schaden den sie verursacht haben, vollständig aus ihrer eigenen Tasche zurückbezahlt haben.
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