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Bitkom: Die Rundfunkgebühren bleiben zu hoch

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bitkomAuf ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag sind die Ministerpräsidenten der Länder dem Vorschlag der KEF gefolgt und haben die Absenkung des Rundfunkbeitrages um 48 Cent auf 17,50 Euro monatlich beschlossen. Ab dem nächsten Jahr sparen Beitragszahler pro Jahr 5,76 Euro. Der Entscheidung vorausgegangen waren Mehreinnahmen für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Höhe von 1,146 Milliarden Euro für die aktuell laufende Beitragsperiode von 2013 bis 2016. Dem IT-Branchen-Verband Bitkom ist die Reduzierung der Haushaltsabgabe jedoch nicht hoch genug. Zwar begrüßt der Verband die beschlossene Absenkung, fordert aber auch eine weitere Verringerung.

Laut Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sei die Rundfunkgebühr bei der Umstellung wie erwartet zu hoch angesetzt worden. Die Mehreinnahmen sollten vollständig an die Beitragszahler zurückgeführt werden. Geplant ist aktuell lediglich die Hälfte der Mehreinnahmen in Form der Beitragssenkung an die Beitragszahler zurückzugehen. Die andere Hälfte soll hingegen im Hinblick auf mehrere Klagen verschiedener Unternehmen, die sich durch die Umstellung der Rundfunkgebühr benachteiligt sehen, als Rücklage zurückgestellt werden, um etwaige Rückzahlungen begleich zu können. Unter den Klägern ist beispielsweise der Münchner Autovermieter Sixt. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) erwartet Einnahmen für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Höhe von 31,8 Milliarden – hinzu kommen Werbe- und Sponsoring-Erlöse sowie Finanzerträge in Milliardenhöhe.

Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland bei der Höhe der Rundfunkgebühren derzeit im oberen Drittel auf dem siebten Platz. In unseren Nachbarländern Österreich, Dänemark und der Schweiz fallen noch höhere Gebühren an. Das zeigt eine Infografik von Schnäppchenfuchs.com. Demnach fallen in der Schweiz Gebühren in Höhe von 32,08 Euro im Monat an. Über 20 Euro werden auch in Norwegen, Dänemark, Österreich und Finnland fällig. Auf Malta, in Mazedonien und Rumänien werden hingegen nur 2,83 bzw. 2,08 und 0,92 Euro fällig. In Albanien zieht man den Rundfunkbeitrag in Höhe von 50 Cent einfach über die Stromrechnung ab.

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Geht es um die Höhe der Rundfunkgebühren, so liegt Deutschland im Europa-Vergleich auf Platz sieben.

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Kommentare (9)

#1
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Registriert seit: 19.03.2011

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 482
Wen wundert es... Das was die Öffentlich-Lächerlichen an Programm darbieten, ist mir nicht mal ein Fünftel des RF-Beitrages wert.
#2
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Registriert seit: 27.10.2011

Bootsmann
Beiträge: 750
Stimmt. Die Gebühr bleibt um exakt 17,50 Euro zu hoch.
#3
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Registriert seit: 19.01.2010
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1841
Irgendwer muss ja auch die Gagen von Jauch, Schweiger und co bezahlen..
#4
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Registriert seit: 26.06.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 230
Und die Kosten für die Champions League Rechte und der gleichen...

Das gabs ja früher auch mal "kostenlos" bei den privaten. Würd mich nicht wundern, wenn se sich in Zukunft auch die Formel 1 krallen.
#5
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Registriert seit: 02.12.2012
Hobbingen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2361
Ich finde es sollte Optional werden und wenn man nicht dafür zahlt, einfach ARD, ZDF und Co. abschalten für die die das nicht wollen.

Ich lebe seit gut 23 Jahre in Deutschland und habe diese Sender nie angeschaut, da nie wirklich etwas interessantes für mich drauf läuft, wenn ich auch dafür gezwungenermaßen zahle.
#6
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Registriert seit: 09.12.2005
nähe Köln
Leutnant zur See
Beiträge: 1132
im sozialismus wird man gezwungen eine leistung/produkt anzunehmen. in einer vertragsfreien gesellschaft (kapitalismus) entscheidet das individuum selbst welches produkt es kaufen will.

muss man noch mehr dazu sagen!?
#7
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10409
@Merkor

Früher hat man immer argumentiert das sei so technisch nicht umsetzbar.
Seit HD und Smartcard ist das technisch machbar.
Allerdings sind die auch nicht dumm. Wenn die ÖR optional wären, würden viele die garnicht abonnieren.. das wissen die genau.

Ich hätte immernoch statt den Beitrag um 50 Cent zu senken, alle mit monatlichem Einkommen unter 1000€ oder 1500€ generell vom Beitrag befreit.

Wenn die ÖR dann zu wenig Geld haben, sollen die Politiker die da im Aufsichtsrat sitzen gleich für faire Löhne eintreten =)

@Topic

Wenn ich hier mal ab und zu durch den ORF zappe sehe ich aber häufig, dass die Kino-Blockbuster anbieten die hier maximal auf den Privaten laufen.
Bei denen gibts die for free in HD und ohne Werbeunterbrechungen.
Würden ARD und ZDF hier so ein Programm raushauen, dann wäre die Diskussion sicherlich eine andere.
Aber für Rosamunde Pilcher, selbstgemachte Spielfilme mit immer der gleichen Thematik (unglücklich verliebt und doch findet man wieder zueinander) und ständige Talkrunden ist mir mein Geld auch zu schade.
#8
Registriert seit: 24.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 186
Ich seh's auch nicht ein.. Bin Student, in meinen Nebenkosten sind knpp 20 Euro für Kabel enthalten (komm ich nicht drumherum), plus die 17,50 Rundfunkschweinerei. Macht knapp 40 Zacken im Monat für? Ja für was nochmal? Ich habe weder TV noch Radio. Von 40 Euro lebe ich fast eine Woche.
#9
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Registriert seit: 29.03.2004
München
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 468
Zitat QUAD4;21983317
in einer vertragsfreien gesellschaft (kapitalismus) entscheidet das individuum selbst welches produkt es kaufen will.


So einfach ist das nicht. Ein gewisser Betrag deines Gehalts geht auch für die Gemeinschaft drauf, z.B. Straßen. Ob du nun davon gebrauch machst oder nicht. Da steht es auch nicht zur Diskussion ob jemand mehr oder weniger die Straße nutzt. Genauso argumentieren die ÖR. Es soll ein TV-Programm für die Gemeinschaft finanziert werden.

An sich ist der Gedanke auch nicht verkehrt ein Unabhängiges Medium zu etablieren. Aber unabhängig ist da schon längst nichts mehr und auf der Suche nach Quote wird schon mal das eine oder andere TV Format von Privatfinanzierten Sendern kopiert, bezahlt aus der Tasche der Steuerzahler.

Heute sieht es so aus als ob da jemand mit Gewalt versucht hat die Interessen eines jeden anzusprechen und immer wenn eine neue Idee geboren wurde, stampfte man einen neuen Sender aus dem nichts, nur um Quote zu generieren und sich selbst damit zu rechtertigen.

Quote sollte niemals das Argument und das Interesse der Öffentlich-Rechtlichen sein. Und so stehen wir nun da und werden ganz frech zur Zahlung aufgefordert die die Fehlgeleitete ÖR-Instanz mit all ihren Verfehlungen am leben erhalten soll. Das geht einfach zu weit.

Ich zahle gern für etwas sinnvolles, auch wenn ich es nicht nutze. Aber dieses GEZ-Gebilde bringt mich einfach nur in Rage.
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