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Google und EU Kommission einigen sich auf Veränderungen der Suchmaschine

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google 2013Google und die Europäische Kommission habe sich auf Veränderungen in Bezug auf die Suchmaschine verständigt. In einer Pressemitteilung heißt es, dass der Internet-Konzern den Forderungen nachgegeben habe.

Der erarbeitete Entwurf sieht vor, dass innerhalb der Suchergebnisse auch Treffer von drei Mitbewerbern platziert werden, falls Google-eigene Dienste angezeigt und verlinkt werden. Wird beispielsweise nach bestimmten Geschäften in der Umgebung gesucht, müsste Google nicht nur Bewertungen, die über eigene Dienste vorgenommen worden sind, einblenden, sondern auch solche der Konkurrenz. Denn diese hatte sich in den vergangenen rund drei Jahren mehrfach über den Missbrauch der eigenen Marktposition der US-Amerikaner beschwert und ein Einschreiten der Europäischen Union gefordert.

Ob die nun gefundene Übereinkunft aber tatsächlich umgesetzt wird, ist offen. Denn die Kommission will diesbezüglich die Klagenden befragen. Erst wenn deren Zustimmung vorliegt, soll eine rechtlich verbindliche Vorgabe in Kraft treten. Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia erklärte, dass die Gespräche zwischen der EU und Google schwierig gewesen seien. Aber: „Meine Aufgabe ist es, den Wettbewerb zum Wohle Verbrauche zu schützen, nicht die Wettbewerber selbst.“ Die nun gefundene Lösung soll dies ermöglichen, Google aber gleichzeitig nicht am Verbessern der eigenen Dienste hindern.

Wie die Platzierung von Links zu konkurrierenden Seiten aussehen soll, ist noch offen. Vorgesehen ist jedoch, dass diese an prominenter Stelle platziert werden. Welche Mitbewerber im einzelnen Fall berücksichtigt werden, soll der Stellungnahme zufolge anhand von „objektiven Kriterien“ erfolgen, auch hierzu wurden Einzelheiten bislang nicht genannt. Sollte eine Übereinkunft am Ende doch noch scheitern, drohen Google Strafzahlungen in Nähe von bis zu 10 Prozent eines Jahresumsatzes. Dass die EU Kommission vor solchen Forderungen nicht zurückschreckt, mussten in der Vergangenheit schon verschiedene Unternehmen zur Kenntnis nehmen.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 19.11.2006
Magdeburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1914
Komisch... wieso soll Google das tun? Kann Google ja nichts dafür, dass es alle nutzen und die Konkurrenz nichts auf die Beine bekommt ;-)
#2
Registriert seit: 05.02.2014

Matrose
Beiträge: 2
Anstatt gegen unlauteren Wettbewerb bei der Einspielung von Ergebnisse von Google in Google vorzugehen, ist die Eu-Kommission der Meinung das das gut ist und das man noch 2–3 weitere Seiten vor allen Anderen Ergebnissen bevorzugen muss und verstärkt damit auch noch den unlauteren Wettbewerb. Die Seitenbetreiber die sowieso künstlich in den Suchergebnissen abgewertet werden, haben jedoch nicht das Recht auf eine faire Gleichstellung in den Suchergebnissen – Ist das ein dummer Scherz?
#3
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Registriert seit: 12.05.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5105
Was willst du von den Idioten in Brüssel erwarten? Hey die hatten mal Trinkwasser-Privatisierung vor!...
#4
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Registriert seit: 06.12.2009

Kapitän zur See
Beiträge: 4068
"drohen Google Strafzahlungen in Nähe von bis zu 10 Prozent" - Sagt man das so, oder ist hier "Höhe" gemeint?

Zum Topic: Schwierige Sache, vor allem, da ein Monopol nie gut für den Verbraucher ist, andererseits muss man sagen, dass google sich selber hochgearbeitet hat...
#5
Registriert seit: 05.02.2014

Matrose
Beiträge: 2
Ich würde sogar soweit gehen einen Misstrauensantrag gegen die Eu-Kommission zu stellen, da die Vorschläge von Google von der Eu-Kommission nicht transparent gemacht werden. Viele Konkurrenten sind der gleichen Meinung und werden sich trotz einiger Versuche des abstreitens oder lächerlich machen nicht von Ihrem Weg abbringen lassen hier die wichtigen Entscheidungen für Europa und für das allgemeine Wohl durchzusetzen.
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