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Urteil des LG Köln zu Urheberrechtshinweisen in Bildern sorgt für Kritik

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hardwareluxx news newSpätestens seit den Abmahnungen rund um das Erotik-Portal Redtube genießt das Landgericht Köln unter Internet-affinen Menschen einen eher zweifelhaften Ruf. Denn angesichts der Begleitumstände glänzte die Institution nicht durch umfangreiches technisches Verständnis.

Ein neues Urteil, ebenfalls von der 14. Zivilkammer gesprochen, dürfte dies nicht ändern, im Gegenteil. Denn in einem Zivilverfahren haben sich die Richter auf die Seite des Klägers gestellt und damit für viel Verunsicherung gesorgt - vor allem bei Betreibern von Webseiten. Denn in dem Verfahren ging es um die Frage, in welcher Form in der Bilderdatenbank Pixelio.de Hinweise auf den Urheber von Fotos eingebunden werden müssen.

Dem Kläger zufolge würde der direkte Aufruf sein Urheberrecht verletzen würde, da ein Hinweis auf den Rechteinhaber hier fehlen würde. Dies sei unter anderem dann der Fall, wenn das Bild über den Direkt-Link verwendet würde - die Hinweise auf den Urheber würden dann fehlen. Das Landgericht berief sich dabei auf die AGB des Anbieters, die nicht eindeutig genug wären. Denn der Einwand, dass die Datei selbst nicht entsprechend gekennzeichnet werden müsse, würde aus den Bedienungen nicht hervorgehen. Zudem würde das Unternehmen an anderer Stelle empfehlen, Fotos direkt mit den Daten zu versehen.

Das Gericht verteidigte die Entscheidung mit dem Hinweis auf die fehlenden Argumente von seitens Pixelio. Deshalb seien die Richter dem Kläger gefolgt. Allerdings stellt man klar, dass das Urteil keine allgemeingültige Aussagekraft besitze, sondern sich lediglich auf die Formulierungen der Pixelio-AGB beziehe. Wenig Verständnis für das Urteil hat der Anbieter. Denn seiner Ansicht nach sei die Entscheidung in vielen Fällen gar nicht umsetzbar. Um ihr zu folgen, müssten die Verwender eines Bildes die Urheberrechtshinweise in dieses selbst per Bildbearbeitung einbauen - eine solche Veränderung würden viele Rechteinhaber aber untersagen. Zudem sieht man das Urteil nur als Start eine ganzen Reihe ähnlicher Fälle an.

Ob Pixelio Rechtsmittel einlegen wird, ist bislang noch nicht geklärt. Bis dahin hat das Urteil keine Rechtskraft.

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 13.07.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 4049
HaHa, habe auch Post von den Spasten bekommen. :D

Grüße
Sharie
#2
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Registriert seit: 19.11.2006
Magdeburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1914
Super, wegen solchen Rechtssprechungen schießen die Deutschland zurück in die Steinzeit. Wenn der "Urheber" mit der Nutzung nicht einverstanden ist, dann soll er nicht über dieses Portal zur Verfügung stellen oder es eben als Lizenz korrekt Verkaufen, wie bei Fotolia es fast jeder macht.

So ein Rumgetrolle... Ich mag diesen Trend in Deutschland nicht. Ständig wird Stress angezettelt, AGBs werden einfach ignoriert jeder denkt, er ist als "Nutzer" der große Macker. Ich würde mich freuen wenn Google, Facebook und Co. endlich mal sagen würden "wir ziehen ab aus Deutschland".
#3
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Registriert seit: 10.05.2007


Beiträge: 12885
Die News könnte mal mehr erklären, was da genau abgegangen ist. So versteht man doch nur Bahnhof. Und Redtube jetzt ins Spiel zu bringen finde ich unangebracht.
#4
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10405
In der ersten Zeile im dritten Absatz ist ein "würde" zuviel.

Es gibt bei Bildern wahrscheinlich sogar noch mehr schwarze Schafe, die nur auf die Urheberrechtszahlungen aus sind.
Ich erinnere mich nur an diesen einen Typen der bilder von Lebensmitteln gemacht hat - die man bei Google sofort gefunden hat.
Der hat quasi davon gelebt, Leute zu verklagen.

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