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BenQ-Insolvenzverwalter will gegen Siemens klagen

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So langsam geht das Verfahren von BenQ Mobile weiter. Der taiwanische Konzern hatte Mitte 2005 die Handy-Sparte von Siemens kostenlos übernommen und dann im September 2006 Insolvenz angemeldet. Der Schuldenberg bei etwa 4350 Gläubigern soll rund 1,2 Milliarden Euro betragen. Allein in Deutschland verloren dabei mehr als 3000 Beschäftigte ihren Job. Man warf zu dieser Zeit dem Siemens-Konzern vor, dass man die angeschlagene Handysparte im desolaten Zustand abgegeben habe. Der Insolvenzverwalter von BenQ Mobile, Martin Prager, will Siemens nun verklagen. Hintergrund sind den Berichten von den Tageszeitungen "Die Welt" und der "Süddeutschen Zeitung" zufolge offene Bewertungsfragen. Prager vermutet offensichtlich, dass es beim Übergang der Handysparte von Siemens zu BenQ Bewertungsfehler gegeben habe. Bereits seit dem ersten Mai 2005 sollte BenQ Mobile laut Prager zahlungsunfähig gewesen sein. Demzufolge müssen die Ermittler der Staatsanwaltschaft München prüfen, ob eine tatsächliche Insolvenzverschleppung stattgefunden habe. Genauere Informationen möchte Prager allerdings erst am kommenden Mittwoch dem Gläubigerausschuss vorstellen, so die Tageszeitung. Die Forderungen des Insolvenzverwalters liegen mit rund einhundert Millionen Euro im neunstelligen Bereich. Gespräche über eine außergerichtliche Einigung waren laut den Informationen zwischen Prager und dem Konzern ins Stocken geraten.
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