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Blu-ray DRM geknackt

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Muslix64, der Hacker, der bereits im letzten Monat den Kopierschutz von HD DVD aushebeln konnte, hat es nun auch geschafft das Digital Rights Management (DRM) einer Blu-ray-Disc zu umgehen. In diesem Fall wurde die Blu-ray-Version von „Lord of War“ dekodiert. Sowohl HD DVD als auch Blu-ray benutzen das [url=http://de.wikipedia.org/wiki/HDCP]HDCP[/url] (High-Bandwidth Digital Content Protection) Verschlüsselungssystem, um das Abgreifen des Video- und Audiomaterials innerhalb der Verbindung zwischen Sender (Player) und Empfänger (Monitor) zu verhindern. Ferner werden die Inhalte durch [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Access_Content_System]AACS[/url] (Advanced Access Content System) über einen 128-Bit [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Encryption_Standard]AES[/url] (Advanced Encryption Standard) Schlüssel kodiert. Dieser wird vom Abspielgerät aus seinem eigenen Device Key Block und, bei einem vorbespielten Medien, aus einem für alle Kopien identischen Media Key Block ermittelt. Muslix64 konnte durch das Auslesen eben dieses Media Keys den Kopierschutz für den oben genannten Film umgehen. Da dieser Schlüssel allerdings für jeden Blu-ray-Film unterschiedlich ist, kann die Methode nicht direkt auf andere Filme übertragen werden. Sowohl Blu-ray als auch HD DVD beinhalten allerdings die Möglichkeit die Decodierungsschlüssel zu aktualisieren, um eine Wiedergabe auf Abspielsoftware mit Sicherheitslücken zu unterbinden. Im Endeffekt dürfte muslix64 durch seinen Hack somit ein Katz- und Mausspiel zwischen Raubkopierern und Filmindustrie ausgelöst haben, bei dem der Endkunde der Leidtragende ist.

Das Blu-ray-Medium verfügt mit BD+ allerdings über einen weiteren Kopierschutz, der bisher kaum zum Einsatz gekommen ist und auch noch nicht geknackt wurde.

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