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Ungewisse Zukunft für den eSport

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Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts stellt den eSport auf eine harte Probe. Laut dem Urteil vom 09.03.05 werden Internet-Cafés in Zukunft rechtlich mit Spielhallen gleichgesetzt. Dies hat zur Folge, dass Betreiber von Internet-Cafés unter Umständen in Zukunft eine Spielhallenerlaubnis beantragen müssen. Ferner hätten Jugendliche unter 18 Jahren zu solchen Internetcafes keinen Zutritt mehr. Da gerade in solchen Locations häufig eSport betrieben wird kann das Urteil zu einem Problem für die eSport-Szene werden. Darüber hinaus ist völlig offen, inwieweit dieses Urteil auch auf Lan-Partys und eSport-Wettkämpfe anzuwenden ist. Der deutsche eSport-Bund ist nun bemüht schnellstmöglich eine klare Regelung in die Wege zu leiten.Weder der Gesetzgeber noch das Bundesverwaltungsgericht scheinen sich der sehr dramatischen Auswirkungen der derzeitigen Rechtslage bewusst zu sein. Das höchstrichterliche Urteil beruht auf gesetzgeberischen Regelungen, die für den klassischen Geldspielautomaten durchaus sinnvoll waren, aber die gesamte Natur des eSports verkennen. Es ist dem Gesetzgeber kein Vorwurf zu machen, dass er das neue und explosionsartig gewachsene Phänomen eSport bei der Abfassung des Jugendschutzgesetzes nicht berücksichtigen konnte. Nunmehr sollten sich die zuständigen Stellen im Familienministerium jedoch schnellstmöglich darüber informieren, was eSport ist und insbesondere, welche wichtige kommunikative Funktion er für die Jugendlichen hat. Es sollte eine für den eSport angemessene Regelung in das Jugendschutzgesetz aufgenommen werden. Hierfür steht der esb in seiner Funktion als Repräsentant und Interessenvertreter der deutschen eSportler selbstverständlich als Ansprechpartner zur Verfügung.

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