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Unsichtbare, anfassbare Gegenstände aus Ultraschall

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Bislang war es kaum möglich, Modelle in den Raum zu projizieren, die ein haptisches Feedback geben. Hologramme bilden zwar das Modell ab, bieten jedoch kein Feedback - entsprechende Gerätschaften, die dies beherrschen, sind sehr teuer und zudem noch aufwendig. An der Universität Tokios arbeitet man aktuell an einer einfacheren Lösung. Diese heißt Ultraschall und bietet durch die Überlagerung der Wellen verschiedener Lautsprecher ein haptisches Feedback. Einziger Nachteil: Sie ist unsichtbar, dafür lässt sie sich ohne weiteres in der Luft spüren. Um mit dem Gebilde zu arbeiten, werden Kameras eingesetzt, die die Position und Bewegung der Hände aufzeichnen und entsprechend umrechnen, um mit dem Modell das zu tun, was der Anwender vorgibt. Bislang steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen: So braucht es aktuell 91 Lautsprecher auf einer Fläche von einem Mauspad, um ein 20 Millimeter großes Gebilde zu erzeugen. Weitere Einschränkung: Das Signal ist bislang sehr schwach und kann nur vertikale Konturen "fühlbar" machen. Als nächsten Schritt sehen die Forscher, die Signale zu verstärken und die Genauigkeit zu erhöhen.Ebenfalls soll die Oberflächenbeschaffenheit mit in das projizierte Bild einfließen. Anwendungsgebiete wären natürlich Computerspiele, aber viel wichtiger noch: Sie könnten der Industrie in der Konstruktion den ein oder anderen Prototypen ersparen. Ob man das System mit einem Hologramm-Projektor zusammenschließen und somit auch ein optisches Signal erzeugen kann, wurde nicht gesagt. Genau so wenig, wann man in etwa mit einer nächsten Ausbaustufe rechnen kann.

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