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ARD kündigt Radio-App für Smartphones an

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ardNoch immer zählt das Radio zu den beliebtesten Unterhaltungsformen. Auch, weil das Abspielen seit geraumer Zeit dank Internet-Streams von zahlreichen Geräten aus möglich ist. Grund genug für die ARD, um eine eigene Applikation für Smartphones zu entwickeln. Mitte 2017 soll die fertiggestellt sein und mit diversen Funktionen locken. Einzig den Namen sowie die unterstützten Plattformen verrät man noch nicht.

Geplant ist, so die ARD-Hörfunkkommissionsvorsitzende Nathalie Wappler, dass das gesamte Hörfunkangebot der ARD über die App angerufen werden kann - ebenso das des Deutschlandfunks. Die Zahl der abspielbaren Stationen würde somit bei 78 liegen.

In den Vordergrund will man aber nicht die musikalischen Inhalte stellen, in erster Linie werde es um die wortbasierten Angebote gehen, so die ARD. Darauf zielt beispielsweise das Abonnieren von Podcasts oder das Herunterladen von Beitragen zur späteren Offline-Wiedergabe. Darüber hinaus sind redaktionelle Empfehlungen und diverse Kategorien geplant. Damit soll die App auf Wunsch zur jeweiligen Situation passende Inhalte anbieten können, beispielsweise zum Joggen. Allerdings soll die Software auch über eine gewisse Art von Intelligenz verfügen und aus den Hörgewohnheiten des Nutzers lernen. Der sogenannte Autopilot soll so in der Lage sein, möglichst passende Inhalte vorzuschlagen. Betont wird dabei, dass dieses System lediglich lokal auf dem jeweiligen Gerät arbeitet – eine Datenübertragung und -verarbeitung in der Cloud findet nicht statt.

Mit der Audio-App geht die ARD einen weiteren Schritt auf ihrem Weg als vernetztes, föderales Content-Netzwerk, das auch in der digitalen Welt seinen Auftrag für alle erfüllt: Informieren und unterhalten“, so die ARD-Vorsitzende Karola Wille zur Motivation, die hinter der Entwicklung steht.

Abzuwarten bleibt, ob die angekündigten Funktionen wirklich locken können. Denn schon jetzt bieten die jeweiligen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Smartphone-Applikationen zur Wiedergabe der Streams an, mit Diensten wie TuneIn gibt es zudem spezialisierte Angebote für Internet-Radio. Und zuletzt bewies die ARD mir ihren Apps für Android und iOS ein wenig glückliches Händchen, Nutzer bemängeln fehlende Funktionen sowie eine wenig intuitive Bedienung.