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Snapchat-Klon: Apple arbeitet an neuer Video-App

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apple logoLange Zeit galt Apples iMessage als einer der komfortabelsten Messenger. Doch spätestens mit dem Aufstieg von WhatsApp sowie dem Ausbau des Facebook Messenger geriet man ins Hintertreffen, was vorerst im radikalen Umbau mit iOS 10 mündet. Und auch einen anderen Trend hat man in Cupertino bislang verschlafen: Das einfache Erstellen, Bearbeiten und Teilen von kurzen Video-Clips. Im nächsten Jahr soll sich das aber ändern.

Denn für 2017 ist der Start einer noch namenlosen Applikation geplant, die vom Team entwickelt wird, das zuletzt auch für Final Cut Pro und iMovie verantwortlich war. Zusätzlich habe man Ende 2015 Joe Weil eingestellt, der Leiter eines Video-Produktionsunternehmens und an der Entwicklung des Video-Blogging-Tools KnowMe beteiligt war.

Weit fortgeschritten sollen die Arbeiten laut Bloomberg aber noch nicht sein. Zwar sei der grobe Funktionsumfang schon umrissen, im Detail seien aber noch zahlreiche Punkte zu klären. Das Ziel sei, dass Nutzer innerhalb von einer Minute einen kurzen Clip aufnehmen, bearbeiten und versenden können sollen. Dabei soll man weitestgehend mit einer Hand auskommen, womit vor allem die Benutzeroberfläche im Mittelpunkt der Arbeit stehen dürfte. Nicht fehlen sollen auch diverse Filter und Sticker, mit denen die Aufnahme verfremdet werden kann.

Ob man am Ende auf ein quadratisches Aufnahmeformat setzen und eine eigenständige App entwickeln wird oder ob es sich doch nur um einen Zusatz zur bisherigen Kamera-Software handelt, soll noch völlig offen sein. Entscheidet man sich gegen letzteres, bliebe die Frage, ob das Tool einzeln über den App Store - und womöglich sogar für Android - veröffentlicht, Bestandteil von iOS 11 oder eines größeren iOS-10-Updates wird.

Nachgedacht wird bei Apple aber auch darüber, ob sämtliche Messenging- und Social-Network-Funktionen in einer Applikation oder zumindest Ansicht zusammengefasst werden. Davon verspricht man sich eine übersichtlichere Bedienung, zahlreiche Details seien aber noch ungeklärt. Darunter die Frage, wie man die Datenschutzregelungen der einzelnen Anbieter bündeln könne, ohne die eigenen Standards zu senken.