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DirectX 12: Explicit-Mode soll einfacher zugänglich werden

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Mit DirectX 12 soll der Zugriff auf die Hardware derart tiefgehen, dass auch völlig neue Multi-GPU-Modi möglich werden. Weiterhin sind die einfachen AFR-Multi-GPU-Modi für SLI und CrossFire möglich, wesentlich spannender aber ist der Explicit-Mode, bei dem unterschiedliche Grafikkarten, unterschiedlicher Leistungsklassen und Hersteller (AMD- und NVIDIA-GPUs) miteinander kombiniert werden können. Erste Details dazu haben wir im Oktober des vergangenen Jahres veröffentlicht. Ashes of the Singularity ist das erste DirectX-12-Spiel, welches den Explicit-Mode umgesetzt hat. Auch hierzu hatten wir bereits erste Tests bei uns auf der Seite.

Doch die Spieleentwickler müssen für den Explicit-Mode etwas Arbeit in die Unterstützung stecken. Jede einzelne GPU, die Speicherzugriffe und wie die GPUs untereinander kommunizieren – all dies muss zuvor festgelegt werden. Die Verantwortung der Funktionalität liegt vollständig in den Händen der Spieleentwickler, was auch gewisse Gefahren birgt. Der Aufwand dieser expliziten Anpassungen darf nicht unterschätzt und Fehler müssen von den Entwicklern und nicht durch Microsoft, AMD oder NVIDIA korrigiert werden.

Je eine AMD- und NVIDIA-Grafikkarte im Test
Je eine AMD- und NVIDIA-Grafikkarte im Test (Bild: Anandtech)

Microsoft hat nun bestätigt, dass man den Explicit Multi Adaptor (EMA) weiter vereinfachen möchte. Dazu soll eine neue Abstraktionsebene implementiert werden. Diese nimmt dem Entwickler etwas Arbeit ab, soll aber die volle EMA-Funktionalität bieten können. Damit will Microsoft aber nur einen Zwischenweg bieten, der eine Art Kompromiss aus Einfachheit der Implementation von EMA und dem Leistungsgewinn sein soll.

Dennoch ist dies eine gute Nachricht, sowohl für die Entwickler als auch für die Nutzer, die letztendlich davon profitieren sollen. Die Hürde der DirectX-12-Umsetzung ist für viele Entwickler derzeit schon hoch genug, eine Umsetzung von EMA lohnt sich für die meisten Entwickler beim aktuellen Entwicklungsaufwand nicht – Ashes of the Singularity ist dazu das beste Beispiel, denn bisher ist kein weiteres Spiel bekannt, welches eine entsprechende Umsetzung bietet.

Die neue Abstraktionsschicht für EMA soll in Kürze offiziell vorgestellt werden. Microsoft arbeitet am letzten Feinschliff. Danach wird man dennoch sehen müssen, wie stark der Drang der Entwickler für eine entsprechende Umsetzung ist.