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Die Hardwareluxx-Weihnachtsempfehlungen 2015

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Seite 6: Grafikkarten-Empfehlungen

Einsteiger

ASUS GeForce GTX 950 Strix

Mit der GeForce GTX 950 hat NVIDIA in diesem Jahr das eigene Angebot nach unten hin abgerundet. Der preisbewusste Käufer, der nicht alle sechs Monate seine Grafikkarte wechselt, soll damit angesprochen und überzeugt werden. Eine Leistungs-Verbesserung um mindestens Faktor 2 gegenüber der GeForce GTX 550 oder 650 war angestrebt und wurde auch erreicht. Entsprechend versuchten sich auch die Partner von NVIDIA in diesem Bereich zu positionieren und ASUS präsentierte mit der GeForce GTX 950 Strix ein interessantes Modell, da hier das Verhältnis aus Leistungsplus und effizienter Kühler zu stimmen scheint.

ASUS GeForce GTX 950 Strix
ASUS GeForce GTX 950 Strix

Die Ausrichtung der Karte ist klar und deutlich: Multiplayer Online Battle Arena (MOBA) – Spieler, die World of Warcraft oder DOTA 2 selbst in höheren Auflösungen spielen, benötigen sicherlich keine Grafikkarte für 400 Euro und mehr - sollte etwas mehr Weihnachtsgeld übrig bleiben kann dies sicherlich anderweitig sinnvoller verwendet werden. Hinsichtlich des Kühlers der ASUS GeForce GTX 950 Strix können wir folgendes festhalten: Im Idle-Betrieb schaltet sich der Lüfter ab. Erfreulicherweise schaltet er sich auch erst sehr spät zu und bleibt damit lange passiv. Unter Last messen wir die niedrigste Lautstärke aller drei Testkandidaten, wenngleich die Abstände hier nur sehr gering ausfallen. Die Temperaturen bleiben dabei immer im Rahmen. Insgesamt können wir mit der Kühlung mehr als zufrieden sein, größere negative Ausfälle konnten wir nicht feststellen.

Damit wird die ASUS GeForce GTX 950 Strix für uns zu einer Empfehlung, die bereits ab 175 Euro zu haben ist.

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MSI Radeon R7 370 Gaming 2G

Für AMD scheint der Geschenkesack in diesem Jahr bereits recht früh gefüllt gewesen zu sein, denn viele Karte der vermeintlich neuen R7- und R9-Serie wären alte Bekannte. Dies trifft auch auf die Radeon R7 370 zu, die dadurch aber nicht zu einer schlechteren Karte wird. Ganz im Gegenteil, denn mit der Umsetzung in Form der MSI Radeon R7 370 Gaming 2G wird eine Käuferschicht angesprochen, die nicht mehrere hundert Euro ausgeben möchte und dennoch nicht auf eine gewisse Leistung verzichten möchte.

Wer sich bereits im letzten Jahr zur Weihnachtszeit Gedanken zu einem Neukauf in diesem Segment mit AMD-GPU gemacht und dies auch umgesetzt hat, der sollte den Kaufpreis für eine neue Karte besser für zukünftige Geschenke an seine liebste oder sich selbst zurücklegen. Wessen System aber seit mindestens zwei Jahren sein Dasein mit einer älteren Karte fristet, für den könnte die MSI Radeon R7 370 Gaming 2G genau die richtige Karte sein. Spiele in 1080p und gerade die bereits erwähnten MOBA-Titel sind die Domäne in diesem Bereich.

MSI Radeon R7 370 Gaming 2G
MSI Radeon R7 370 Gaming 2G

Keinerlei Abstriche muss man bei der Kühlung machen. Auch MSI schaltet den Lüfter im Idle-Betrieb ab und selbst unter Last kann die Lautstärke als mehr als angenehm bezeichnet werden. Die dazugehörigen Temperaturen sind auf einem üblichen Niveau und stellen keinerlei Problem dar. Allerdings wählt MSI bei der Lüftersteuerung niedrigere und enger zusammenliegende Ein- und Ausschalttemperaturen. Daher arbeitet die Karte viel früher mit aktivem Lüfter und verbleibt damit bei moderater Last nicht komplett lautlos.

150 Euro seines Weihnachtsgeldes muss derjenige anlegen, der sich für eine MSI Radeon R7 370 Gaming 2G entscheidet. Hinsichtlich des Preis/Leistungsverhältnisses könnte sie damit ein gut verpacktes Geschenk zur richtigen Zeit werden.

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Mittelklasse

Sapphire Radeon R9 380X Nitro

Wer von seinem Weihnachtsgeld etwa 260 Euro für eine neue Grafikkarte abzwacken kann, der sollte einen Blick auf AMDs erst kürzlich vorgestellte Radeon R9 380X werfen. Mit ihr brachten die US-Amerikaner endlich den lange ersehnten Vollausbau der Tonga-GPU in den Desktop – bislang war dieser einzig in Form der Radeon R9 M295X im 5K-iMac von Apple vorzufinden. Mit 2.048 Streamprozessoren und 4.096 MB GDDR5-Videospeicher sowie eines 256 Bit breiten Interfaces bietet sie genügend Rechenpower für aktuelle Spiele – vor allem wenn man ohnehin nur in einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten spielt.

Die Sapphire Radeon R9 380X Nitro ist im Vergleich zur Referenzversion von AMD etwas übertaktet. Während sich die AMD-Vorlage mit einer Geschwindigkeit von 970 respektive 1.425 MHz ans Werk macht, bringt es unsere Weihnachtsempfehlung auf 1.040 bzw. 1.500 MHz. Auch wenn der Grafikchip mit 76 °C für Mittelklasse-Modelle schon sehr warm wird, ist der Dual-Slot-Kühler der 235 mm langen Grafikkarte mit seinen vier Heatpipes und seinen beiden 100-mm-Lüftern ausreichend proportioniert. Wir haben knapp über 40 dB(A) gemessen. Im Leerlauf arbeitet die Karte bis zum Erreichen von etwa 54 °C komplett lautlos.

Sapphire Radeon R9 380X Nitro
Sapphire Radeon R9 380X Nitro

Die Sapphire Radeon R9 380X Nitro ist in unserem Preisvergleich derzeit ab etwa 260 Euro zu haben.

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ASUS GeForce GTX 960 Strix OC

Auch wenn immer gerne von und über das High-End-Segment gesprochen wird, zahlenmäßig am stärksten vertreten sind die Karten der Mitteklasse und daher ist dieser Markt auch für die Hersteller sehr wichtig. Da die meisten Spieler noch eine Auflösung von 1080p bevorzugen, ist dies noch immer ein besonders wichtiger Markt. Eine der Empfehlungen in diesem Bereich ist sicherlich die GeForce GTX 960 und hier hat sich die ASUS GeForce GTX 960 Strix OC als positives Beispiel hervorgetan.

ASUS GeForce GTX 960 Strix OC
ASUS GeForce GTX 960 Strix OC

Zwar handelt es sich bei der ASUS GeForce GTX 960 Strix OC nicht um das schnellste Modell dieser Serie mit NVIDIA-GPU, aber das Gesamtbild ist am stimmigsten. Auch ASUS versucht sich an einer kleinen werksseitigen Übertaktung, hat aber vor allem die Kühlung im Griff. Dazu trägt unter anderem bei, dass die Lüfter sich im Idle-Betrieb komplett abschalteten und auch unter Last kaum hörbar sind. Im Zusammenspiel aller Punkte ist die Karte damit eine der besten.

Mit einem Preis von etwa 215 Euro dürfte sich die ASUS GeForce GTX 960 Strix OC sicherlich unter einigen Weihnachtsbäumen wiederfinden oder wird zumindest nach den Feiertagen in den ein oder anderen Warenkorb der Online-Shops wandern. Für uns ist sie in diesem Bereich definitiv eine weihnachtliche Empfehlung.

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Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC

Auch wenn AMDs Radeon R9 290 inzwischen von der Radeon R9 390 beerbt wurde, gehört das Modell noch längst nicht zum alten Eisen, vor allem weil der Nachfolger noch auf den gleichen Chip setzt und lediglich um ein paar Megaherz beschleunigt wurde. Die holt die Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC fast wieder auf. Während sich der Grafikprozessor wie bei der Radeon R9 390 mit runden 1.000 MHz ans Werk macht, ist der 4 GB große GDDR5-Videospeicher mit 1.300 MHz nur rund 200 MHz langsamer unterwegs. Dafür gibt es ein mächtiges Kühlsystem.

Sapphire setzt hier auf einen riesigen Kühlkörper mit einer dicken Kupferplatte direkt auf der GPU, einem großen Aluminiumkühlkörper mit unzähligen Finnen und drei 85-mm-Lüftern. Dieses hält die Hawaii-Pro-GPU nicht nur bei rund 70 °C angenehm kühl, sondern geht dabei auch ausgesprochen leise zu Werke. Unser Testmuster wurde im Spielebetrieb nicht lauter als 40,1 dB(A).

Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC
Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC.

Wer sich die Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC für rund 330 Euro unter den Baum legen möchte, der sollte sich sputen, der Abverkauf hat bereits begonnen.

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MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G

Trotz des heiß diskutierten Speicherskandals ist die NVIDIA GeForce GTX 970 keine schlechte Grafikkarte. Auch sie ist ausreichend stark, um alle aktuellen aber auch kommenden Grafikkracher problemlos spielen zu können. Ein wahres Meisterstück unter den GM204-Ablegern ist die MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G. Sie basiert auf der aktuellen GM204-GPU, welche NVIDIA bereits im 28-nm-Verfahren fertigen lässt und welche bereits der zweiten Generation der Maxwell-Architektur entspringt. Im Verglich zum Vollausbau aber stehen nur noch 1.664 Shadereinheiten, 104 Textureinheiten und 64 ROPs bereit. Beim Speicher setzt man auf einen 4.096 MB großen GDDR5-Videospeicher, welcher über ein 256 Bit breites Interface angesprochen wird. Allerdings muss man hier erwähnen, dass der letzte Speicherbereich nur sehr langsam über 32 Bit angesprochen wird, weshalb man eigentlich von einem 224 + 32 Bit breiten Interface sprechen müsste. 

Die MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G ist eine flüsterleise Grafikkarte, die im Leerlauf und damit im normalen Windows-Betrieb dank Lüfterabschaltung kein einziges Geräusch verursacht und auch unter Volllast angenehm laufruhig arbeitet. In unserem Test bescheinigten wir dem Modell gerade einmal knapp unter 40 dB(A), was für eine Grafikkarte dieser Preis- und Leistungsklasse sicherlich ein Topwert ist. Zuzuschreiben sind diese Werte dem aktuellen TwinFrozr-V-Kühler. Während sich einer der beiden Axiallüfter um die Kühlung des Grafikprozessors kümmert, zeichnet sich ein zweiter für die hitzigen Spannungswandler verantwortlich. In beiden Fällen bringen es die Rotoren auf einen Durchmesser von satten 10 cm.

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MSI GeForce GTX 970 Gaming

Auch unter der Haube hat MSI kräftig Hand angelegt. Während die kalifornische Grafikschmiede für ihre GeForce GTX 970 eigentlich einen Chiptakt von 1.050 MHz vorschreibt, rechnet die Gaming-Ausgabe von MSI mit 1.140 MHz ein gutes Stück schneller. Dank Boost erreicht unser Testmodell sogar Frequenzen von über 1,3 GHz – mindestens garantiert werden 1.279 MHz. Beim Speicher bleibt mit einer Geschwindigkeit von 1.753 MHz alles beim Alten. Mit Strom versorgt wird die MSI GeForce GTX 970 Gaming 4 G über einen zusätzlichen 6- und 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker.

Wer sich die MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G unter den Weihnachtsbaum legen möchte, muss rund 365 Euro und damit einen Aufpreis im Vergleich zum günstigsten GTX-970-Modell in Höhe von etwa 30 Euro investieren.

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High-End

PowerColor Devil Radeon R9 390X

Man mag nun über die Umbenennung einiger Grafikkarten aus der vorangegangene Generation bei AMD denken was man möchte, schlechter geworden sind gerade die schnellen Varianten, und dazu gehört die Radeon R9 390X, nicht. Einen Ableger davon haben wir uns besonders interessiert angeschaut und dieser beschreibt auch schon einen Trend, den wir bei den neuen Grafikkarten generell beobachten, denn immer mehr Hersteller, seien es nun AMD oder die Partner von NVIDIA, greifen auf Wasserkühlungen zurück. Die PowerColor Devil Radeon R9 390X ist ein Vertreter dieser Gattung.

Das Konzept ist dabei immer das gleiche. Während die GPU von einem Wasserkühler samt angehängtem Radiator versorgt wird, kommt der restliche Teil der Karte mit einem zusätzlichen Luftkühler aus. Somit sind nicht mehr drei kleine Lüfter für die Kühlung der Karte verantwortlich, sondern nur noch einer und ein zweiter, mit 120 mm recht großer, kümmert sich um den Wärmeaustausch zwischen Flüssigkeit und Umgebungsluft. Einleuchtend ist dabei, dass diese Kühlung grundsätzlich erst einmal effektiver als eine reine Luftkühlung sein wird, wenn der Hersteller denn nicht bei der Umsetzung Fehler macht.

PowerColor Devil Radeon R9 390X
PowerColor Devil Radeon R9 390X

Diese konnten wir bei der PowerColor Devil Radeon R9 390X nicht erkennen und so kombiniert die Karte eine für eine Radeon R9 390X hohe Leistung samt relativ geringer werksseitigen Übertaktung und eine effektive Kühlung, die gerade unter Last mit niedriger GPU-Temperatur und Lautstärke glänzen kann. Viel mehr ist ohne Zutun des Nutzers aus einer Radeon R9 390X meist nicht mehr herauszuholen.

Um den Kaufpreis von 420 Euro zusammen zu bekommen, reicht es eventuell schon das Weihnachtsgeld der beiden Großeltern zusammen zu legen. Wer im gehobenen Preissegment nach einer schnellen und leisen sucht, ist bei der PowerColor Devil Radeon R9 390X sicherlich nicht ganz falsch.

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Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X OC

Während AMD bei der Radeon-R7- und -R9-300-Familie eigentlich nur die vorangegange Generation mit höheren Taktraten aufwärmte, gab es zumindest in der High-End-Klasse einen völlig neuen Grafikchip. Die beiden Fury-Grafikkarten bauen auf der taufrischen Fiji-Architektur auf und können zudem mit HBM auf einen neuen Speicherstandard mit sehr schnellem Interface zurückgreifen. Die Radeon R9 Fury ist auf dem Papier zwar das kleinere Modell von beiden, in Realität ist es aber deutlich länger. Denn während die Boardpartner bei der AMD Radeon R9 Fury X ausschließlich auf den Referenz-Wasserkühler setzen dürfen, haben sie bei den Fiji-Pro-Modellen deutlich mehr Handlungsspielraum. Um seinen altbekannten Tri-X-Kühler aufschnallen zu können, musste Sapphire bei der Radeon R9 Fury das PCB künstlich verlängern. Gut ein Drittel des Kühlers steht über das PCB hinaus. Ein Metallgestell musste dafür Sorge tragen, dass dieser Teil des Kühlers mechanisch stabil bleibt. Der große Überstand gibt dem Hersteller aber auch die Möglichkeit, die Abwärme über den Lüfter im eingebauten Zustand nach oben in das PC-Gehäuse zu blasen. Insgesamt bringt es der 3D-Beschleuniger damit auf eine Länge von 306 mm, während das PCB selbst mit 190,5 mm für eine Grafikkarte dieser Preis- und Leistungsklasse ungewöhnlich kurz ist.

Zusammen mit den Kupfer-Heatpipes, den zahlreichen Aluminiumfinnen und nicht zuletzt wegen der drei 90-mm-Axiallüfter bleibt die Grafikkarte damit nicht nur erfreulich kühl, sondern vor allem auch sehr leise. Während sich die Lüfter im Leerlauf komplett abschalten und damit keinen einzigen Mucks von sich geben, drehen sie unter Last nicht wirklich auf. Hier zeichnen sie sich dann für eine Geräuschkulisse von gerade einmal knapp über 40 dB(A) verantwortlich, womit die Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X OC nicht nur zu den leisesten High-End-Grafikkarten zählt, sondern auch zu den derzeit leisesten Grafikkarten überhaupt. Trotzdem hat Sapphire die Taktraten für die Fiji-GPU nach oben geschraubt. Während AMD einen Chiptakt von 1.000 MHz vorsieht, arbeitet das Sapphire-Modell mit 40 MHz mehr auf der Brust. Der HBM mit seinen 4 GB und seinem 4.096 Bit breiten Interface muss sich aber weiterhin mit seinen standardmäßigen 500 MHz begnügen.

Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X
Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X OC

Ansonsten ist auch der kleine Ableger der Fiji-Familie ein wahres Rechenmonster. Zur Verfügung stehen dem Chip satte 3.584 Streamprozessoren, 224 Textureinheiten und 64 Rasterendstufen. Preislich muss man für die Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X OC knapp 565 Euro einplanen.

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AMD Radeon R9 Fury X / AMD Radeon R9 Nano

Die Neuerungen bei den Grafikkarten bzw. GPUs hielten sich in diesem Jahr in Grenzen. Zwar brachte NVIDIA einige neue Modelle heraus, doch diese beruhten auf bereits bekannten Architekturen und wurden nur entsprechend ausgebaut. Ein Highlight war in dieser Hinsicht sicherlich die Veröffentlichung der Fiji-GPU von AMD, denn mit dem High Bandwidth Memory erwartete uns mal wieder eine komplett neue Technologie, die spannende Ansätze zu bieten hat.

Die Radeon R9 Fury X schaffte seitens AMD den Anschluss an die aktuellen NVIDIA-Karten und mischte den High-End-Markt zur Mitte des Jahres noch einmal auf. Bis in das kommende Jahr wird sie das Nonplusultra bei AMD bleiben und ist damit auch eine Kaufempfehlung für alle, die sich für ein Modell von AMD entscheiden wollen. Die Leistung ist dabei auf Niveau der GeForce GTX 980 Ti und gerade in hohen Auflösungen kann die Karte dank des Einsatzes von HBM punkten. Die Verwendung einer AiO-Wasserkühlung bringt zudem den Vorteil der niedrigen GPU-Temperaturen und relativ geringen Lautstärke.

AMD Radeon R9 Nano
Bildergalerie der AMD Radeon R9 Nano - Brüder im Geiste: Die Radeon R9 Fury X (unten) und Radeon R9 Nano (oben)

Grundsätzlich in das gleiche Horn, aber dennoch auf andere Art und Weise bläst die Radeon R9 Nano. Rein technisch ist diese besonders kompakte Grafikkarte identisch mit der Radeon R9 Fury X, wird jedoch anders gekühlt und hat damit auch andere Voraussetzungen zu bieten. Die Abmessungen machen den Verwendungszweck eigentlich schon deutlich, denn wenn es darum geht eine möglichst hohe Grafikleistung auf engsten Raum zu packen, wird man wohl kaum an der Radeon R9 Nano verbeikommen. Bei der Leistung hängst sie etwas hinter der Radeon R9 Fury X zurück, was maßgeblich der Kühlung geschuldet ist. Als kleines Grafikwunder weiß die Radeon R9 Nano aber zu überzeugen.

Wer bei den AMD-Grafikkarten auf dem neusten Stand sein will, muss aktuell 660 Euro auf den Tisch legen und bekommt dafür mit der Radeon R9 Fury X eine der schnellsten Karten. Die Radeon R9 Nano hat hinsichtlich der Leistung den gleichen Anspruch, bietet vor allem aber eine ungeschlagene Leistung bei der gebotenen Größe. Etwa 625 Euro des Weihnachtsgeldes müssen dafür aber den Besitzer wechseln.

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EVGA GeForce GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0

Ob im Launch-Test oder im High-End-System unserer diesjährigen Buyer's-Guide-Rechner: Nahezu überall haben wir die EVGA GeForce GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0 empfohlen. Kein Wunder schließlich gehört der 3D-Beschleuniger mit seinem GM200-Chip zu den derzeit schnellsten Modellen am Markt. Auch wenn es im Vergleich zur NVIDIA GeForce GTX Titan X mit 6 GB GDDR5-Videospeicher nur noch die Hälfte an Videospeicher gibt, ist dies für aktuelle, aber auch kommende Grafikkracher noch immer dicke ausreichend. Die 12 GB des Titan-Flaggschiffs lohnen vor allem im Hinblick auf den gewaltigen Aufpreis für Spieler kaum. Beim Grafikprozessor setzt die EVGA GeForce GTX 980 Ti mit dem GM200 auf die gleiche GPU, die bereits auf der zweiten Generation der Maxwell-Architektur aufbaut. Zur Verfügung stehen insgesamt sechs Graphics Processing Cluster (GPC), die sich weiterhin in jeweils vier SMM-Blöcke mit jeweils 22 SMM und 32 ALUs und damit in der Summe 2.816 Shadereinheiten. Bei der GeForce GTX Titan X sind es derer zwar 3.072, jedoch hat NVIDIA dafür die Taktraten erhöht. Standardmäßig rechnet der Grafikchip mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.000 bzw. 1.075 MHz. Für seine Superclocked-Edition drehte EVGA ein gutes Stück weiter an der Taktschraube und garantiert eine Boost-Geschwindigkeit von mindestens 1.190 MHz. In de Praxis erreicht unser Testmuster sogar über 1,3 GHz. 

Der 6 GB große GDDR5-Videospeicher bindet wie gewohnt über 384 Datenleitungen an, muss sich aber auch im Falle der EVGA GeForce GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0 strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede halten und sich mit einer Geschwindigkeit von 1.753 MHz ans Werk machen. Zusammen mit der Speicherkomprimierung von Maxwell erreicht die High-End-Karte damit eine Bandbreite von 336,6 GB/s. Ansonsten stehen unter der Haube 176 Textureinheiten und 96 Rasterendstufen bereit.

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EVGA GeForce GTX 980 Ti SuperClocked+ ACX 2.0

Gekühlt wird die rund 226 mm lange Grafikkarte von einem eigenen ACX-2.0-Kühler im Dual-Slot-Format. Dieser ist mit dicken Kupfer-Heatpipes, zahlreichen Aluminiumfinnen und zwei riesigen 90-mm-Lüftern ausgestattet. In der Praxis arbeitet das System auch unter Volllast für eine High-End-Grafikkarte erfreulich laufruhig. In unseren Tests attestierten wir der Karte einen Schalldruck von knapp unter 45 dB(A). Besonders erfreulich: Im Leerlauf und damit im normalen Windows- und Office-Betrieb stellen die beiden Lüfter ihre Arbeit bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels vollständig ein, womit die Grafikkarte passiv und damit völlig lautlos auf Temperatur gehalten wird. Rückseitig gibt es zur besseren Stabilität und Kühlung eine schwarze Backplate – die ist auch bitter nötig, denn diese wird sehr warm. 

Mit einem Preis von knapp 700 Euro ist die EVGA GeForce GTX 980 Ti SuperClocked ACX 2.0 sicherlich nicht jedermanns Sache und nicht gerade ein Schnäppchen, welches man sich mal einfach so unter den Weihnachtsbaum legt. Wer jedoch ohnehin auf einen flotten 3D-Beschleuniger gespart hat und ganz oben in den Listen der Benchmark-Ergebnisse mitspielen möchte, der sollte definitiv einen näheren Blick auf das Modell von EVGA werfen.

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Inno3D iChill GeForce GTX 980 Ti Black Accelero Hybrid S

Bereits vielfach besprochen haben wir die Abhängigkeiten moderner GPUs von einer möglichst effektiven Kühlung. Gerade die aktuelle Maxwell-Generation von NVIDIA zeigt sich hier relativ taktfreudig und spendiert dem Nutzer oder Käufer ein ordentliches Leistungsplus. Nun sind Karten mit einer Luftkühlung zwar grundsätzlich in der Lage eine relativ hohe Abwärme abzuführen, deutlich leichter fällt dies aber bei einer Wasserkühlung und so sehen wir nicht nur, das AMD die Radeon R9 Fury X mit einer AiO-Wasserkühlung als Referenzversion ausstattet, sondern auch, dass mehr und mehr Dritthersteller auf diese Lösung zurückgreifen.

Inno3D iChill GeForce GTX 980 Ti Black Accelero Hybrid S
Inno3D iChill GeForce GTX 980 Ti Black Accelero Hybrid S

Die bisher schnellste und unserer Meinung nach beste Lösung war dabei die Inno3D iChill GeForce GTX 980 Ti Black Accelero Hybrid S. Sie liefert bereits ab Werk die höchsten Takt-Vorgaben und kann dies in der Praxis auch umsetzen. Schneller war ohne unser Zutun noch keine Karte in unserem Benchmark-Parcours. Dabei schafft sie auch den Spagat zwischen Leistung und effektiver Kühlung, denn die GPU-Temperaturen sind niedrig und machen einen derart hohen Boost-Takt überhaupt erst möglich. Auch bei der Lautstärke wusste die Inno3D iChill GeForce GTX 980 Ti Black Accelero Hybrid S zu überzeugen.

Wer also auf der Suche nach einem der schnellsten Modelle der GeForce GTX 980 Ti ist, der ist bei der Inno3D iChill GeForce GTX 980 Ti Black Accelero Hybrid S nicht falsch. Mit verbauter Wasserkühlung relativiert sich auch der Preis von etwa 775 Euro recht schnell wieder.

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ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Das vermeintliche Ende der Fahnenstange hinsichtlich der Entwicklung spezieller Varianten der GeForce GTX 980 Ti haben wir sicherlich inzwischen erreicht. ASUS krönt diesen Prozess mit der ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti, die als luftgekühlte Variante keine Konkurrenz fürchten muss. Mit Taktvorgaben von 1.216 MHz für den Basis- und 1.317 MHz für den Boost-Takt wird sie nur noch von sehr wenigen anderen Modellen überboten, die dann aber auch so ihre Schwierigkeiten haben die versprochene Leistung abzurufen. Einzig wassergekühlte Karten können ihr sprichwörtlich noch das Wasser reichen - eine davon ist die eben erwähnte Inno3D iChill GeForce GTX 980 Ti Black Accelero Hybrid S.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Hinsichtlich der Leistung gibt es also wenig an der ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti auszusetzen. Das Highlight sind aber sicherlich die zahlreichen Overclocking-Funktionen. Nicht nur ist ein Safe-BIOS vorhanden, so dass selbst bei Modifikationen immer zu einem funktionierenden BIOS zurückgewechselt werden kann, auch vorhanden sind ein spezieller LN2-Mode, der einige Schutzmechanismen der Karte deaktiviert. Bisher einzigartig ist die Implementierung einer Heizung im PCB, welche die Speicherchips auf Plusgraden halten soll. Mit der ausgebauten Strom- und Spannungsversorgung hat die ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti sicherlich die Chance zu neuen Overclocking-Rekorden. Ob sie dies letztendlich auch umsetzen kann, wird die Zukunft zeigen.

Ganz billig wird der Spaß aber nicht werden. ASUS verlangt 949 Euro für eine der bisher best ausgebauten Modelle der GeForce GTX 980 Ti. Wer aus den Vollen schöpfen möchte, der muss dies allem Anschein nach auch bei seinem Geldbeutel zulassen. 

 

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Kommentare (13)

#4
Registriert seit: 06.06.2009
Westküste Geiseltalsee
Stabsgefreiter
Beiträge: 281
Hey,das ist eine Weihnachtsempfehlung...ihr sollt das euch nicht kaufen,sondern schenken lassen.
#5
Registriert seit: 10.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 845
meine empfehlung ist dann, seid lieb zueinander. konsumiert am besten nichts aus dieser liste, weihnachten ist sicher kein guter zeitpunkt elektronik zu kaufen, siehe ces und alle weiteren messen die anfang des jahres stattfinden auf denen dann immer das neue zeug rauskommt.

aber hier sollen sowieso nur nochmal klicks für die eigenen tests generiert werden
#6
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Registriert seit: 21.08.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1883
*lol* bei den Monitoren ist nichtmal der Dell U2515H dabei. Lächerlich.
#7
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Registriert seit: 09.12.2004

Hauptgefreiter
Beiträge: 255
Bezugsquelle: MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G im Hardwareluxx-Preisvergleich
Link führt auf die Sapphire 290x
#8
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Registriert seit: 20.11.2009
Mark Brandenburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1363
Der gleiche Schwachsinn wie schon bei euren PC-Empfehlungen, die eben keine waren. Aber scheint ja trotz der Kritik in den Kommentaren für die Redakteure in Ordnung zu sein.
#9
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Registriert seit: 06.05.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2829
Wie kann man im Jahr 2015 noch einen QuadCore für 460€ empfehlen?! Vielleicht sollte man einmal darauf hinweisen, dass Sockel 2011 seit Monaten die bessere Alternative ist. Nicht nur, dass [U]Intels kleinster 6-Kerner 60€ günstiger[/U] ist sondern hier auch deutlich mehr CPU-Leistung bietet. Zudem ist der Sockel 2011 kein fauler Kompromiss, sondern wirkliches High-End. Wer sich einmal näher mit den Boards beschäftigt hat wird feststellen, dass bei allen 1151 Board die Lanes, wenn überhaupt nur mehrfach durch Zusatzchips "geshared" werden.
#10
Registriert seit: 14.08.2007

Kapitänleutnant
Beiträge: 1906
460€ ?!?
Als ich die Tage geguckt habe, war er zumindest mit dem 5820k auf einem Level. Wer sich da noch den Vierkerner holt, der hat entweder keine Ahnung oder hat keine Ahnung. Die Mainboards für den 2011-3 sind nicht einmal wesentlich billiger.
#11
Registriert seit: 04.05.2015

Obergefreiter
Beiträge: 121
Finds immernoch dreist von einem Geheimtipp zu reden, wenn es allgemein bekannt ist. GEHEIMTIPP: Smartphones kann man mit WLAN Hotspots verbinden und hat dann Internet auf dem Handy!
#12
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Registriert seit: 24.11.2005

Großadmiral
Beiträge: 14877
Was alle über den 6700k lästern...
Fakt ist nunmal das der mehr takt in den allermeisten spielen deutlich mehr bringt als die 2 kerne mehr des 5820k, sofern man nicht ocen will.

#13
Registriert seit: 20.06.2011
Magdeburg
Hauptgefreiter
Beiträge: 237
Zitat
[h=3]Noch immer der Geheimtipp: Intel Xeon E3-1230 v3[/h] Erst war er ein Geheimtipp, später ein wohl bekanntes öffentliches Geheimnis, der Xeon E3-1230 v3. Beim ihm verzichtet Intel auf die integrierte Grafiklösung der Core-Modelle, die von unseren Lesern aber vermutlich ohnehin niemand wirklich benötigt. Dafür wird auch beim mit rund 250 Euro vergleichsweise günstigen 4-Kerner ein offener Multiplikator geboten, wie ihn ansonsten nur die teuren K-Modelle mitbringen.



Seit wann hat der Xeon einen offenen Multi?
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