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AMD Catalyst 9.6 im Hardwareluxx-Check - Treiber-History

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Seite 2: Treiber-History

Mit Beginn des Jahres führt AMD das Treiber-Modell-WDDM-1.1 ein, das den Treiber nicht nur unter Windows XP und Vista lauffähig machte, sondern auch mit den Vorab-Versionen von Windows 7. Dazu kam noch eine verbesserte Multicore-Optimierung, wodurch die Beschränkung von lediglich zwei Prozessor-Kernen aufgehoben wurde und der Catalyst nun auch die Vorteile der modernen Mehrkernprozessoren nutzen kann, um seine Threads zu verteilen.

Was der Treiber-Serie seit dem Start ins neue Jahr allerdings schwer zu schaffen machte, ist der sogenannte PowerPlay-Bug. Vor allem Besitzer eines CrossFire-Systems oder einer Dual-GPU-Grafikkarte, wie der ATI Radeon HD 4870 X2, müssen darauf verzichten, dass die 3D-Beschleuniger direkt nach dem Booten in den 2D-Modus schalten und demnach nicht nur mehr Strom verbrauchen und Abwärme erzeugen, sondern auch die Lautstärke auf ein unnötig hohes Niveau anheben. Abhilfe schaffte bis dato nur das kurzzeitige Starten einer 3D-Anwendung. Ein weiterer Lösungsvorschlag ist außerdem unter diesem Link beschrieben. Nach zahlreichen Beschwerden hat AMD mit dem Catalyst 9.5 endlich nachgebessert - auch wenn sich ein neuer, wenn auch nicht ganz so schwerwiegender Fehler, einschlich (wir berichteten).

Um das Übertakten der Grafikkarten auch nicht ganz so ambitionierten Anwendern zu ermöglichen, bauten die Entwickler Overdrive ein. Das Feature wurde nach und nach immer weiter verbessert und erlaubt seit geraumer Zeit auch die maximal möglichen Taktraten automatisch suchen zu lassen. Hierfür nimmt Auto-Tune jedoch ein bisschen Zeit in Anspruch.

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Was erwartet uns mit dem neuen Catalyst 9.6?

Nachdem AMD bereits mit den letzten Catalyst-Versionen zahlreiche neue Features brachte, fällt die Liste der Neuheiten in der Juni-Ausgabe nicht ganz so ausführlich aus. Neben den üblichen Bugfixes brachte das neueste Treiber-Paket auch so manche Performance-Verbesserung mit sich. Vor allem Company of Heroes, Crysis, Crysis Warhead sowie World in Conflict sollen fortan bis zu 30 Prozent schneller über den Bildschirm flitzen. Auch das im Catalyst 8.1 eingeführte MultiView wird nun in etwas verbesserter Form fortgeführt. Im Detail wurde Multimonitoring durch Xinerama verbessert und der Support für Linux eingeführt. Es ermöglicht, dass der Desktop auf mehrere Monitore erweitert werden kann. Dies funktioniert mit beliebig vielen Karten, wobei es egal ist, was für eine ATI GPU im Rechner steckt - es kann ein Modell aus der 4000er-, 3000er- oder auch die 2000er-Serie sein. Es werden alle verfügbaren GPUs und Anschlüsse genutzt, um den Bildschirm zu erweitern. Benutzern von Onboard-Chipsätzen ist diese Funktion auch durch Multiview-Option bekannt, welche bei aktuellen Mainboards im Bios aktivierbar ist.

Zu guter Letzt dürfen sich auch Linux-User über eine bessere Kompatibilität freuen. So läuft der Catalyst 9.6 nun auch unter SUSE Linux Enterprise Desktop und Red Hat Enterprise Linux 4.8. Am erfreulichsten ist aber, dass der leidige PowerPlay-Bug nun endlich der Vergangenheit angehört und keine weiteren Fehler mehr mit sich zog. So versetzt der Treiber alle im System befindlichen Grafikkarten direkt nach dem Start fehlerfrei in den 2D-Modus. Auch in Verbindung mit Dual-GPU-Karten funktioniert das Stromspar-Feature einwandfrei.

Weitere Neuigkeiten blieben dann aber auch schon aus.

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