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Steam-In-Home-Streaming auf einer ZOTAC ZBOX nano ausprobiert

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Seite 3: Die Hardware-Ausstattung

Damit das Streaming reibungslos funktioniert, setzen wir auf unser Grafikkarten-Testsystem als Host-Rechner. Hier steht mit dem Intel Core i7-3960X, welcher auf 3,9 GHz auf allen sechs Kernen übertaktet wurde, genügend CPU-Rechenpower zur Verfügung. Um die 3D-Ausgabe kümmert sich hingegen eine leicht übertaktete AMD Radeon HD 7970. Sicher nicht die schnellste Grafikkarte, aber für unsere Zwecke durchaus ausreichend. Dazu gibt es 8 GB DDR3-Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von 1.600 MHz sowie Timings von scharfen 9-9-9-24. Das Betriebssystem liegt auf einer schnellen 60-GB-SSD von ADATA, ein Großteil der benutzten Spiele hingegen auf einer älteren Magnetspeicher-Festplatte, welche über SATA angeschlossen ist. Als Betriebssystem verwenden wir Windows 8 Professional in der 64-Bit-Variante.

Die Hardware des Host-Systems
 Modell
Prozessor Intel Core i7-3960X @ 3,9 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Grafikkarte AMD Radeon HD 7970, 3 GB VRAM
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit

Für das Client-System setzen wir auf eine ZOTAC-ZBOX aus unserem letzten Test. Die ZOTAC ZBOX CI320 nano wird von einem stromsparenden SoC der "Silvermont"-Architektur angetrieben. Dieser ist eigentlich nur für ältere Spieletitel und Office-Arbeiten ausgelegt. Zum Einsatz kommt hier ein Intel Celeron N2930, dessen vier Kerne sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2,16 GHz ans Werk machen. Eine diskrete Grafikkarte gibt es nicht, um die 3D-Beschleunigung kümmert sich die integrierte Lösung der HD-Graphics-Reihe. Für unseren Test haben für allerdings ein größeres RAM-Modul in das System gesteckt, das zwar weiterhin nur mit 1.333 MHz arbeitet, dafür aber mit 8.192 MB die vierfache Menge an Speicher bietet. Ansonsten liegt Windows 8.1 auf einer 64-GB-SSD, worauf auch Steam installiert ist - allerdings ohne eine große Bibliothek. Die Spiele sind allesamt auf dem Host-System abgespeichert. Dank Quick-Sync-Support ist die kleine Box hervorragend für unser Vorhaben geeignet.

Die ZOTAC ZBOX CI320 nano kostet in der Plus-Ausführung knapp 230 Euro. Die Barebone-Version ohne Arbeits- und Massenspeicher gibt es hingegen schon für etwa 130 Euro

Die Hardware des Client-Systems
 Modell
Prozessor Intel Celeron N2930, 4x 2,16 GHz
Mainboard ZOTAC eigen
Grafikkarten Intel HD Graphics
Arbeitsspeicher G.Skill 8.192 MB DDR3-1333 CL9-9-9-24
Festplatte Foresse-SSD 64 GB
Netzteil ZOTAC eigen
Betriebssystem Windows 8.1 N 64 Bit

Das Netzwerk bildet für unsere Test ein ASUS RT-N660U. Dieser funkt nicht nur wahlweise im 2,4- oder 5,0-GHz-Frequenzband, sondern erreicht auch eine Übertragungsrate im WLAN von bis zu 450 Mbits. Die LAN-Ports des Routers sind natürlich Gigabit-Schnittstellen und leisten jeweils 1.000 MBits. In unserem Preisvergleich kostet der ASUS-Router knapp 109 Euro.

asus rtn660u k
Der ASUS RT-660N hat ausreichend Streaming-Power.

Einstellungs-Möglichkeiten

Sind alle Vorkehrungen für Steam-In-Home-Streaming getroffen, kann das PC-Spielen auf dem Sofa auch schon beginnen. Vielerlei Einstellungen sind dabei nicht weiter zu treffen. Steam erkennt automatisch, sobald derselbe Account an zwei Systemen im Netzwerk eingeloggt ist und aktiviert ohne Zutun des Nutzers Steam-In-Home-Streaming. Um andere Systeme allerdings finden zu können, muss der Port 27036 offen sein. Der Router oder eine Firewall sollten diesen nicht blockieren, andernfalls kommt keine In-Home-Streaming-Verbindung zustande. Theoretisch kann man nun ein auf dem Host-System installiertes Spiel in der Bibliothek des Client-Systems auswählen und per Klick auf "Stream" starten.

Ein Blick in die Einstellungen aber lohnt. Hier lässt sich bei einer langsamen Netzwerk-Verbindung nämlich nicht nur die Bandbreite begrenzen, sondern auch die Auflösung. Hier kann wahlweise die Desktop-Auflösung des Spielerechners angewählt werden, oder aber 1080p, 720p und gar 480p. Das Hardware-Decoding kann in den Einstellungen ebenfalls aktiviert werden, was in unserem Fall auch zwingend notwendig ist, denn andernfalls muss der doch leistungsarme Intel Celeron N2930 die Decodierung des Streams übernehmen und verliert dadurch etwas an Performance. Ebenfalls in den Einstellungen anhakeln lassen sich die Performance-Informationen. Dann blendet Steam während dem Spielen durchgehend aktuelle Informationen zur Bitrate, Bandbreite und Latenz ein.

steam in home streaming praxis-09
Auch wenn das Streaming ohne weitere Einstellungen funktioniert, lohnt ein Blick in das Optionsmenü.

In den erweiterten Host-Optionen, die von allen Steam-Systemen aus getätigt werden können, lässt sich auch hier das Hardware-Encoding aktivieren und der Netzwerkverkehr priorisieren. Weitere Einstellungen wie zum Beispiel der Standard-Port, womit Steam automatisch nach anderen Accounts im Netzwerk sucht, lassen sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht treffen.

steam in home streaming praxis-08
In den Einstellungen lassen sich wichtige Parameter für das Host- und Clientsystem einstellen.

Nicht-Steam-Spiele hinzufügen

Steam-In-Home-Streaming funktioniert nicht nur mit Spielen, die über Steam gekauft oder aktiviert wurden. Auch Spiele aus Origin, Uplay oder anderweitig auf dem Host-System installierte Spiele können theoretisch gestreamt werden. Diese müssen zunächst jedoch in der Steam-Bibliothek aufgenommen werden. Hierzu wechselt man im Steam-Client in die Spiele-Bibliothek und klickt ganz unten in der Liste auf "Spiel hinzufügen". Danach erscheint eine Auswahl aller installierten Spiele und Programme. Ist das gewünschte Spiel darin nicht enthalten, kann der genaue Pfad der Exe-Datei ausgewählt und das Spiel hinzugefügt werden.

steam in home streaming praxis-20
Auch Steam-fremde Spiele lassen sich über In-Home-Streaming streamen, müssen jedoch zunächst der Steam-Bibliothek hinzugefügt werden.

In der Praxis gibt es mit manchen Steam-fremden Spielen allerdings Probleme, vor allem dann, wenn sie über einen eigenen Launcher gestartet werden, doch dazu auf der nächsten Seite mehr. Ist ein Spiel sowohl auf dem Host-PC wie auch auf dem Client-System installiert, kann man auf dem Client auswählen, ob das Spiel lokal berechnet oder aber gestreamt werden soll. 

 

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Kommentare (15)

#6
Registriert seit: 12.05.2003
BB
Leutnant zur See
Beiträge: 1121
Und irgendwann kann man Gamingleistung mieten, wenn der Haushalt 100MBit up/down hat. Nicht schlecht.
#7
customavatars/avatar83163_1.gif
Registriert seit: 22.01.2008
NRW
Leutnant zur See
Beiträge: 1266
stimmt an ein VPN hab ich noch nicht gedacht ... Ich hab Kabel mit 720p könnte das evtl noch klappen...
#8
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 10926
Wieso nicht mit nur einem PC zocken, wenn es auch mit 2 geht? Dann lieber eine "Steambox" als diesen Streaming-Gaming-Schwachsinn.
#9
Registriert seit: 17.07.2007

Matrose
Beiträge: 16
Scheint als wäre ich der Einzige der das kritisch sieht. Das Teil ist für mich kontraproduktiv.
1080p... 720p... 60FPS... 30FPS...
Ich spiele ja mit und am PC weil ich ja mehr will, sprich 1440p mit 100FPS und mehr...
Sollten diese Streamingdinger dieses eines Tages mal bewerkstelligen können würde ich es gerne mal ausprobieren aber nicht mit 720p mit 30FPS.
#10
customavatars/avatar122977_1.gif
Registriert seit: 09.11.2009
(Nord-)Baden
Kapitänleutnant
Beiträge: 1598
Dafür hast du ja den PC selbst.
Aber die meisten TVs haben eben nur 1080p und manche Notebooks sogar nur 720p.
Es zwingt sich doch keiner dann nur noch zu streamen.
Und eine Steambox ist ja wieder was ganz anderes.
Da kannst du zwar auch spielen brauchst die ganze Hardware aber doppelt (einmal im PC und einmal in der Box).
Für das meiste, für das man einen HTPC verwendet reicht ja so ein kleines System, wie das von Zotac.
Da steckt man das gesparte Geld lieber in bessere Komponenten vom PC.
Wenn möglich ist das einfache HDMI Kabel vom PC zum TV natürlich immer noch das beste.
#11
customavatars/avatar114785_1.gif
Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2154
Also ich finde das ne feine Sache, zumal es kostenlos und optional ist. Leute wie Dogfriend können weiter am Hauptrechner spielen und Leute wie ich freuen sich einfach, dass sie Skyrim mit besten Qualitätseinstellungen im Wohnzimmer spielen können.
Mit Kabel sind auch [email protected] absolut flüssig und bei meiner GTX670 sind keine Leistungseinbußen beim Streamen zu bemerken, die Hardwarebeschleunigung funktioniert also bereits ziemlich gut.
Shooter sind natürlich was anderes, aber nach meinenTests kommen ~60ms Verzögerung drauf, bei vielen wohnzimmergeeigneten Spielen kein Problem.
Insgesammt eine super Sache, wie ich finde. Provleme habe ich bisher nur bei Gamepad Eingaben beobachtet, Maus/Tastatur machen, was sie sollen.

LG
#12
customavatars/avatar198273_1.gif
Registriert seit: 04.11.2013
M'Gladbach
Moderator
Beiträge: 3696
ich hab eher probleme die maus und die tastatur geeignet vom sofa aus bedienen zu können :)

Ansonsten finde ich das toll, wie pesca geschrieben hat.
#13
customavatars/avatar39883_1.gif
Registriert seit: 08.05.2006
Oberbayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3823
Da ich alles schon ausprobiert habe, sehe ich ein paar Sachen kritisch, die man so anfangs nicht berücksichtigt.
Tastatur und Maus auf der Couch ist seit dem Couchmaster kein Problem mehr. Habe ich selbst zu Hause und den kann ich problemlos empfehlen.
Aber: bevor ich anfange zu Streamen, baue ich mir lieber einen kleinen portablen und leistungsstarken PC zusammen und habe das Gerät direkt am TV und kann es ggf. schnell abstöpseln und am eigentlichen PC-Arbeitsplatz wieder anstecken. Für das Geld was ich mir spare, kaufe ich dann eben die ganzen Kabel 2x.

Doch die Nachteile von der ganzen Sache:
Der TV ist sehr oft zu klein. Nutze selbst einen 55 Zoll bei 3 Meter Sitzabstand und die meisten Texte sind unleserlich klein.
Der Input-Lag ist bei großen TVs oft unspielbar hoch.
#14
customavatars/avatar423_1.gif
Registriert seit: 30.07.2001

Hauptgefreiter
Beiträge: 205
Schade, dass das Host System beim Streamen blockiert wird.
#15
Registriert seit: 11.03.2003
Köln
Bootsmann
Beiträge: 526
Auch wenn der Artikel schon etwas älter ist muss doch auch meinen Senf dazu abgeben ;).

@JackA$$: Bezüglich des Couchmaster `s muss ich dir Recht geben! Den habe ich auch seit längerem im Gebrauch und er ist optimal fürs couch-gaming gedacht.

Bezüglich des Input-Lag's von TV Geräten kann ich dir nicht zustimmen. Meines Wissens nach hängt das nicht von der TV Größe ab, sondern eher vom Modell/Hersteller. Eigentlich alle Fernseher, der letzten 2-3 Jahre haben einen "Game-Modus", wodurch sich der Input-Lag deutlich reduzieren lässt. Natürlich gibt es Modelle die es besser und schlechter machen. Informiert man sich auf entsprechenden Seiten (Input Lag Test Database: Best TV For Gaming) nach geeigneten Fernseheren wird man sicher mehrere Modelle finden, die sich mehr als gut zum Zocken eignen.
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