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Neverwinter Nights 2

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Seite 3: Charakter und Team-Kollegen

Neverwinter Nights 2 bietet bei der Charaktererstellung alles, was D&D 3.5 zu bieten hat. 16 Rassen, davon einige Neue gegenüber dem Vorgänger, 12 Klassen, neu ist hier der Hexer. Dieser ist im Gegensatz zu seinen anderen zaubernden Kollegen nicht darauf angewiesen, seine Sprüche vorzubereiten. Außerdem verfügt er über keine Begrenzung in der Zahl der Anwendungen von Zauberformeln. Jedoch muss er sich mit einem wesentlich kleineren Repertoire an Sprüchen zufrieden geben. Ebenfalls erfreulich für alle Zauberfans ist die Änderung der tragbaren Schutzkleidung, diese muss sich nicht mehr auf Stoff begrenzen. So dürfen magische Charaktere nun auch mit leichter Rüstung bis hin zum Kettenhemd ausgerüstet werden, ohne im Zaubern beeinträchtigt zu werden bzw. einen Zauberpatzer befürchten zu müssen. Wie schon angesprochen, kann die Charakterentwicklung sehr viel Arbeit machen, besonders wenn man seinen Levelaufstieg nicht automatisiert durchführen lassen will. Vor allem wenn man auf eine der Prestigeklassen hinarbeiten will, sollte man ohnehin auf den „Empfohlen“ Knopf verzichten und seine Punkte lieber selbst verteilen. Die Prestigeklassen sind nämlich auch wieder dabei und bieten die Möglichkeit den Helden noch einmal deutlich zu spezialisieren, bzw. zu einer richtigen Superklasse aufzuwerten. Dafür muss man jedoch die richtigen Werte steigern und Talente lernen, damit die angestrebte Sonderklasse hinterher anwählbar ist. Somit kann aus einem Hexer ein „Bleicher Meister“ werden, der Paladin wird zu einem „Gotteskrieger“ oder ihr böse Gesinnter steigt zu einem „Finsteren Streiter“ auf. Richtig komplex und auch aufwendig machen es die 27 verschiedene Fertigkeiten ihres Helden. Es gibt Hunderte von Zaubersprüchen und massig Haupt- und Nebentalente. Das erstellen von Mischklassen, ebenfalls typischer Inhalt von D&D, setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf. Eine weitere Instanz in der Charaktererstellung ist die Angabe von Name und Alter und die Wahl zwischen 53 verschiedenen Gottheiten, passend zu ihrer Gesinnung. Von chaotisch-gut über neutral bis chaotisch-böse sind alle erdenklichen Zwischenstufen als Gesinnung wählbar, welche den Spielverlauf erheblich beeinflussen kann. Denn ein Paladin muss z.B. eine gute Gesinnung haben, da er mit einer bösen Willen seine göttlichen Kräfte verlieren würde. Um der Gesinnung entsprechend handeln zu können und auch wirklich damit den Spielverlauf selbstständig zu ändern, bekommt man durch Dialoge immer wieder die Möglichkeit etwa einem bedrohten Händler zu helfen, sich seinen Gegnern anzuschließen, oder einfach alle aus der Landschaft zu fegen. Weiterhin bleibt es dem Spieler auch offen, ein Wachmann von Niewinter zu werden um das Hafenviertel ordentlich aufzuräumen oder sich den korrupten Kollegen anzuschließen. Jedoch bleibt der Hauptstrang der Geschichte linear, Spaß macht es aber allemal. Unpassend zu diesen vielen Möglichkeiten ist die Anpassbarkeit des Aussehens, hier muss man sich gegenüber anderen Rollenspieltiteln stark beschränken: lediglich Frisur, Gesicht, Haut- und Haarfarbe lassen sich verändern.

Eine weitere sehr große Änderung gegenüber dem Vorgänger sind die vollwertigen Teamkollegen. Während des Spiels begegnen einem immer wieder andere Rassen und Klassen, die sich der Gruppe anschließen. Insgesamt sammelt man 12 weitere vollwertige Charaktere, die immer zur Verfügung stehen. Die Gruppenkonstellation lässt sich natürlich ändern, wenn z.B. ein neues Mitglied gefunden wird oder man das Hauptquartier verlässt, wo sich auch alle Mitglieder auf einen Einsatz wartend und ansprechbar befinden. Man sollte sich also nicht nur mit entsprechend ausreichender Ausrüstung auf den Weg machen, sondern auch immer die Auswahl an anderen Charakteren nutzen.


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