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Der große Mausroundup

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Seite 2: Microsoft IntelliMouse Explorer Platinum

Wer die Microsoft IntelliMouse Explorer Platinum kauft, bekommt bei der Retailversion neben der Maus mit USB-Anschluss noch einen PS/2 Adapter, eine Treiber-CD und ein kleines Handbuch. Man kann also in jedem Fall sofort loslegen und muss nicht erst Treiber downloaden oder einen Adapter dazu kaufen. Der Lieferumfang ist üblich und nicht zu beanstanden.
 
 
Die Maus selber ist nur für Rechtshänder ergonomisch geformt und ist, wie der Name „Platinum“ schon andeutet, optisch in Silber gehalten. Die Ergonomie gefiel uns sehr gut, reicht allerdings nicht ganz an die Vorgängerversion (IntelliMouse Explorer 3.0) heran.
 
 
Das 4-Wege-Mausrad lässt sich nicht nur drehen, sondern auch seitlich kippen. Daher wird etwas mehr Platz im Umfeld des Rades benötigt, was dann natürlich bei den Tasten fehlt. Microsoft gelang die Integration der neuen Radtechnologie allerdings unproblematisch, so dass den Fingern auf den Tasten noch locker genügend Platz verbleibt. Im Officebetrieb macht sich das Rad unglaublich gut. Durch seinen rasterfreien Lauf gelangt man innerhalb von Sekunden ans Ende von ellenlangen Dokumenten oder Webseiten und muss sich nicht „tot“-scrollen, wie es bei manch anderen Mäusen der Fall ist. Insbesondere in Tabellenkalkulation mit mehreren Seiten in der Breite kommt die seitliche Scrollmöglichkeit voll und ganz zum Tragen. Für Office können wir der Mausradtechnologie eine wirklich hervorragende Eignung attestieren.
 
Spieler müssen wir jedoch leider warnen: Wer seine Waffen in einem Shooter über das Rad wechselt wird ein echtes Problem haben. Wie schon erwähnt hat das Rad keine Rasterung, sondern gleitet wie auf einem Film. Dummerweise „flutscht“ man 100%-ig über die Waffe, zu der man gerade will, hinweg. Wer also keine Lust hat erstmal etwa 10-20 Sekunden waffenwechselnd durch die Gegend zu hampeln, in der Hoffnung so schwerer getroffen zu werden, der muss über die Tastatur die Waffen wechseln oder … eine andere Maus kaufen.

Die Maus bietet erfreulicherweise fünf Tasten. Neben der obligatorischen linken und rechten Maustaste fungiert das Mausrad als dritte Maustaste. Diese drei bei jeder normalen Computermaus vorhandenen Tasten werden noch durch zwei sehr gut seitlich liegende Tasten ergänzt. Wir fanden das Klickgefühl und die Reaktion der Maustasten insgesamt sehr gut. Sowohl bei einem Officeeinsatz als auch beim Spielen waren wir vollends zufrieden.
 
 
Der optische Sensor der Maus arbeitet bedauerlicherweise nur mit mageren 400 dpi. Die Konkurrenzhersteller sind schon bei 800, 1000 oder sogar 1600 dpi angekommen und arbeiten daher merklich genauer. Im Spiel fiel die Genauigkeit der Maus leider permanent als mangelhaft auf. Zu zittrig und schwabbelig reagiert die Maus in Manövern und Situationen, wo höchste Präzision gefragt ist. Sogar in Office-Anwendungen spürt ein geübter User (mit normalen Einstellungen) bei einem Wechsel von den Topmodellen anderer Hersteller auf diese Maus von Microsoft einen Genauigkeitsverlust. Insgesamt waren wir mit der veralterten Sensortechnologie nicht zufrieden. Der Treiber bietet keine weiteren Besonderheiten und bieet lediglich die normalen Funktionen.
 
Auf der nächsten Seite sehen wir uns die Funkmaus aus gleichem Hause an...