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Test und Technik-Check: Battlefield 3

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Seite 7: Test: Battlefield 3 - Fazit

Battlefield 3 zählt wohl zu den am meisten herbeigesehnten Titeln diesen Jahres. Noch vor Weihnachten 2010 gab EA-Chef John Riccitiello bekannt, dass Battlefield 3 in den „letzten sechs Monaten“ des Jahres 2011 auf dem Markt erscheinen wird. Hier und da gab es immer mal wieder ein paar Worte, ein paar Bilder und auch Videos, die einen zum Staunen brachten. Schon das Video „Fault Line“, welches zur GDC veröffentlich wurde, sorgte für Aufsehen. Der Entwickler DICE lobte seine Grafik über alles und hob die wesentlichen Neuerungen der innovativen Frostbite 2 Engine hervor. Am 27. Oktober war es endlich soweit. Battlefield 3 stand in den Händlerregalen.

 

Wir haben uns Battlefield 3 angeschaut und gespielt. Als erstes wurde die Kampagne unter die Lupe genommen. Diese ist zwar seit Bad Company 2 nicht mehr wirklich neu, dennoch unüblich für einen Battlefield-Spiel. Der Einzelspieler-Modus ist zwar ganz toll, schwächelt aber bei der Story. So ganz konnte die Geschichte rund um das Thema Terroristen-Jagd aus der Sicht von mehreren Protagonisten uns nicht überzeugen. Auch das offene Ende mit einem riesen Fragezeichen sorgte für etwas Verwunderung. Man merkt der Kampagne eben an, dass sie stellenweise Call of Duty nachahmt. Nichtsdestotrotz erhält der Spieler mit der Kampagne die Gelegenheit in die Haut von ein paar Soldaten zu schlüpfen und die Wucht des Schlachtfeldes zu spüren. Zusätzlich zum ganzen Geschehen gibt es ein Grafik-Feuerwerk, welches zu beeindrucken weiß und seinesgleichen sucht.

Nach ungefähr 7 Stunden war der Einzelspieler-Modus beendet und wir gingen über zum Multiplayer-Modus. Dieser stellt das eigentlich Herzstück von Battlefield 3 dar und ist durch und durch DICE. Wie schon in den vorherigen Teilen konnten wir entweder per Panzer, Jet, Boot oder zu Fuß in unserem Squad kämpfen und uns in den verschiedenen Modi gegen die Feinde behaupten. Als Motivation dienen dabei die freischaltbaren Waffen sowie die dazugehörigen Updates. Da wird sofort klar, an wen sich Battlefield 3 eigentlich richtet – und zwar an die Spieler, welche auch etwas mehr als nur ein paar Stunden investieren wollen um in ihrer Klasse alle Upgrades und Waffen freizuschalten oder sogar Dog-Tags von anderen Spielern zu ergattern. Es macht eben nicht nur eine große Waffe mit viel Schaden einen Sieg aus, sondern die Fähigkeiten jedes einzelnen Soldaten gepaart mit dem Teamgeist. Dieser wird auch ordentlich in Punkten belohnt.

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Neu ist  auch die Anzahl der Spieler bei einem Multiplayer-Gefecht, die bis zu 64 betragen kann. Angesichts der Tatsache, dass Battlefield 3 dafür aber sehr große und durchdachte Maps bietet, fällt so eine riesige Anzahl an Spieler gar nicht ins Gewicht. Von weiten, atemberaubenden Wüsten über Industriegeländern mit verwinkelten Ecken bis hin zu unübersichtlichen U-Bahn-Tunnels mit schlechter Beleuchtung ist alles dabei. Das sind optimale Voraussetzungen für ein Multiplayer-Spiel.

Die Multiplayer-Schlachten laufen recht reibungslos ab und bereiteten uns bis jetzt wenige Schwierigkeiten auf technischer Seite. Selten gab es ein paar Lags begründet durch Server-Probleme. Positiv anzumerken sind auch die kontinuierlichen Updates seitens EA, die einen reibungslosen Betrieb ermöglichen. Soweit so gut. Dennoch gibt es auch Sachen, die uns mit einem großen Fragezeichen sitzen ließen. Zum einen wären da unangenehme respawns, die mitten in einem Kampfgebiet stattfinden. Wurde man wiederbelebt, so beißt man sofort wieder ins Gras, ohne dass man nur den Hauch einer Chance hatte, sich vom Kugelhagel zu entfernen. Hin und wieder kam es auch vor, dass wir hinter einer Wand standen und getroffen wurden. Dabei sollte man meinen gewisse Materialien wie etwa dicker Beton halten Beschuss stand. Hier sollte EA noch dringend nachbessern.

Battlefield 3 ist mehr eine Evolution statt einer kompletten Neuerung. Kundige Spieler werden sich im neusten Ableger aus dem Hause DICE sofort heimisch fühlen und die virtuellen Kämpfe zu Land, per Luft oder auf dem Wasser  in der neuen Grafik-Pracht genießen, denn die hauseigene Frostbite 2 Engine macht so ziemlich alles richtig und zeigt auf, was momentan möglich ist. DICE bietet dem Spieler, egal ob kompletter Neuling oder erfahrener Veteran, eine enorme spielerische Freiheit und lässt einem die Wahl offen, wie man auf dem riesigen Schlachtfeld kämpfen möchte. Bis man seine Präferenzen gefunden und das nötige Feintuning in Sachen Waffen und Upgrades erreicht hat, wird sicher viel Zeit vergehen. Eines ist sicher: Ein Multiplayer-Shooter wie Battlefield 3 mit einer atemberaubenden Grafik sucht seinesgleichen.

 

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