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Test und Technik-Check: Battlefield 3

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Seite 4: Test: Battlefield 3 Multiplayer - Teil 2

Damit wären die gesamten Klassen in Battlefield 3 abgehandelt. Nun geht es weiter mit den Fahrzeugen. Hier bietet der neuste Teil viele Möglichkeiten – je nachdem welche Präferenzen man hegt, hat man die Möglichkeit boden-, luft- oder wassergebunden unterwegs zu sein. Hier werden sich erfahrene Spieler wieder wie zu Hause fühlen und viele Fahrzeuge von Battlefield 2 wieder erkennen.

 

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Steigen wir doch gleich in einen Jet ein. Schon der Flug in der F/A-18 Hornet in der Kampagne hat Spaß bereitet, auch wenn man nur Ziele anvisieren und schießen durfte. Nun sind wir selber dafür verantwortlich, was die Maschine macht. Einmal per Taste E eingestiegen, schon starten die Triebwerke automatisch und es geht los. Jetzt könnte ein Battlefield-Neuling denken: Ich brauche für die luftgebundene Variante doch einen Joystick, denn mit Maus und Tastatur wird das wohl nichts werden. Pustekuchen. Hier hat DICE wieder super Arbeit geleistet und ermöglicht selber mit der Shooter-typischen Steuerung das Fliegen. Zwar braucht man etwas Zeit zur Eingewöhnung, da kein Tutorial vorhanden ist, aber es lässt sich meistern. Man kann in den Cockpits der Jäger nicht sehr viel sehen, dafür aber hilft die Verfolgerperspektive von außen das ganze Geschehen näher betrachten zu können. Wie auch bei den Soldatenklassen hat man hier wieder die Möglichkeit per Punkte Upgrades freischalten zu lassen. Diese sind allerdings entscheidend im Kampf und so unabdingbar. Generell gilt auch hier: Wer viel spielt, wird auch belohnt.

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Wenn es etwas langsamer sein darf, entscheidet man sich für den Helikopter. Dieser erlaubt es sich mit Panzern, Kampfjets und sogar Infanterie anzulegen. Neben dem schweren Bordgeschütz stehen dem Piloten auch lasergesteuerte Raketen zur Verfügung. Ist so ein Hubschrauber einmal mit allen Upgrades komplett aufgerüstet, so wird dieser zu einer ernsthaften Bedrohung – das kann sogar für Jets ein Problem werden. Auch bei den Panzern und sonstigen Fahrzeugen wie zum Beispiel Booten werden dem Spieler unzählige Optionen geboten ans Ziel zu kommen, nämlich gemeinsam im Team zu gewinnen. Zusammenfassend kann man behaupten, dass die Fahrzeuge allesamt sehr viele Optionen zur Modifikation bieten, für einen Neuling nicht wirklich das Killer-Instrument schlichtweg sind und in den richtigen Händen inklusive dem richtigen Team sich perfekt ergänzen. Da wird das Motto wieder ganz groß geschrieben: Was der eine nicht so gut kann, wird vom anderen wieder ausgeglichen.

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Im Endeffekt kann man alles unabhängig von den einzelnen Klassen auf den Punkt bringen. Im Alleingang ist man schwach und stirbt schnell, im Team kann man sehr viel verändern und Großes erreichen. Dennoch bedarf es dafür eben einer koordinierten Zusammenarbeit. Am Ende eines Kampfes, sei es Conquest, Team Deathmatch, Squad Deathmatch, Squad Rush oder Rusch, sammelt man Punkte. Bei dem einen sind es viele, beim anderen eben weniger Punkte auf dem Konto. Mit diesen Punkten ist man dazu befähigt weitere Upgrades für seine Waffen oder Ausrüstungen wie z.B. den Mörser oder Defibrillator freizuschalten und sich so Vorteile zu verschaffen. Das macht Battlefield eben aus und unterscheidet es von anderen Shootern, bei denen nur einzelne Sachen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Hier hat DICE dafür gesorgt, dass sowohl Neulinge als auch Veteranen ihren Spaß haben und durch freischaltbare Verbesserungen oder Dog-Tags langfristig motiviert werden. Sehr schön!

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Wie schon weiter oben geschrieben, bietet Battlefield 3 insgesamt nur neun Karten und fünf Spielmodi. Klingt das nicht auf Dauer etwas langweilig, wenn man sich vor Augen hält, dass es 15 Upgrades pro Waffe oder etwa 300 Dog-Tags gibt? Da dürfe doch so eine geringe Anzahl an Karten schnell den Spielespaß trüben. Dennoch hat DCIE sich richtig ins Zeug gelegt und den Maps alles spendiert, um eben genau das zu vermeiden. Wirklich jede einzelne Karte bietet für jeden Spieler das Richtige – kleine, enge Straßen mit verwinkelten Ecken und zahlreichen Deckungsmöglichkeiten, weite offene Flächen für Panzerschlachten, gigantische Berge mit Steinen und Bäumen als ideales Terrain für Scharfschützen, große Industriegebiete mit verschiedenen Schleichwegen und vieles mehr. So kämpft man in Paris an der Seine um seine Gebiete, liefert sich am Caspain Border erbitterte Panzerschlachten und startet im Jet auf Kargh Island. Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. So gibt es wiederum Karten, wo beide Parteien direkt aufeinander treffen und sich mit MG-Feuer oder Granaten beharken. Solche Karten sind mit sehr vielen Spielern auf Dauer etwas frustrierend.

 

Insgesamt kristallisiert sich ein zufriedenstellendes Bild heraus – es gibt Maps wie Grand Bazaar, die durch das Leveldesign einen Kampf um die Flagge sehr herausfordernd gestalten oder Schauplätze wie Operation Métro, wo man sich am Bahnsteig schwere Kämpfe liefert und manchmal keinen Millimeter vorankommt. Dennoch wird jeder Spieler zwei oder drei Karten lieben, andere als mittelmäßig befinden und andere wiederum hassen. Dafür bügelt der Battlelog dies weitestgehend wieder aus und bietet einem die Option seine Einstellungen so zu verändern, dass nur bestimmte Maps einer jeweiligen Größe angezeigt werden.

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Um einen Schlussstrich zu ziehen, kann man folgende Frage in den Raum werfen: Kommt bei den virtuellen Schlachten wirklich das altbekannte Battlefield-Gefühl rüber? Steht man mit offenem Mund da, nachdem man sich eine mehr als spannende Pistolenrunde in einem Lagerhaus geliefert hat und als einziger überlebt? Machen Kämpfe in der Luft immer noch so viel Spaß wie in den älteren Titeln? Um es kurz zu machen: Ja! Trotz einiger Bugs und ärgerlicher Fehler bereitet es viel Spaß zusammen mit den Kameraden in den Krieg zu ziehen.

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