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Test und Technik-Check: Battlefield 3

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Seite 2: Test: Battlefield 3 Singleplayer - Teil 2

Bei den  Zwischensequenzen geht es dann weiter –  nicht alle Sequenzen sind im Prinzip reine Videosequenzen. Wir erinnern uns einmal an das Video, welches vor der Veröffentlichung von BF3 gezeigt wurde. Dort waren US-Marines zu sehen, die ein Hotel vom Dach aus per Rakete zerstören. Solche Missionen bzw. Aktionen sind reine Videosequenzen, die zwar unglaublich schön und realistisch dargestellt werden, aber leider nicht viel Möglichkeit zur Interaktion bieten. Bestimmt dachte sich DICE, sie bauen noch ein paar Sequenzen ein, in denen der Spieler genau das geboten bekommt: Interaktion mit der Umwelt. Was dabei herauskam, sind Zwischensequenzen mit Kampfeinlagen. Das hört sich zunächst nach Nervenkitzel an. Nach mehrmaligen Versuchen mussten wir feststellen, dass so mancher Kampf erst nach eingeübter Tasten- und Mauskombination auf Anhieb zu schaffen war. Solche Abwechslungen mögen vielleicht mit einem Gamepad Spaß bereiten, aber in einem Shooter, den man typischerweise mit Tastatur und Maus spielt, sind solche Einlagen eher ungewohnt.

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Weitaus gewohnter sind hingegen etwa Fahrten mit einem Panzer durch die Wüste oder ein kurzer aber fesselnder Flug mit einem Düsenjäger über feindliches Gebiet. Auch wenn man in letzterem Fahrzeug nicht viel außer zielen und feuern kann, lockert es etwas auf und lenkt von ärgerlichen Sachen wie unfairen Speicherpunkten oder Clipping-Fehlern ab.

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Dafür entschädigen die technischen Aspekte und lassen den Einzelspieler-Teil des Battlefield-Sprösslings noch relativ gut da stehen. So ist die Grafik, welche von EA und DICE im Vorfeld schon ordentlich beworben wurde, sehr schön anzusehen. Die moderne Frostbite 2-Engine soll in der Lage sein äußerst realistische Levels, flüssige und lebensechte Animationen und fast komplett zerstörbare Welten auf den Bildschirm zu zaubern.

Besonders die Ausleuchtung der einzelnen Abschnitte sieht zum Teil einfach nur grandios aus. Explosionen wirken echt, den aufsteigenden Rauch kann man förmlich riechen. Licht blendet einen stellenweise äußert realistisch und sorgt so für unheimlich viel Atmosphäre. Allerdings gibt es auch weniger schöne Punkte. So kommt die hochgelobte Zerstörbarkeit in der Kampagne fast gar nicht zum Einsatz und zeigt nicht ihr Potential. Ganze Häuser sind zumindest hier nicht mehr zerstörbar. Vielmehr übernehmen Skripte an richtiger Stelle die Aufgabe. Auch Kollisionsabfragen oder unschöne Texturen lassen den zunächst hochrealistischen Shooter doch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Dennoch muss man Battlefield 3 eines lassen: Es lief auf unserem Testsystem erstaunlich flüssig.

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Auch der Sound sorgt für ein Gefühl nahe an der Realität. Hier hat DICE Großartiges geleistet. Wenn eine Granate in der Nähe explodiert, spürt man auch die Wucht. Ein Scharfschützengewehr hört sich auch wie eins an und kann nicht mit einer Pistole verwechselt werden. Fliesen, die von der Wand fliegen, Fußtritte durch morastigen Boden, eine abgefeuerte Panzergranate, wirklich alles vermittelt dem Spieler das Gefühl wirklich auf dem Schlachtfeld zu sein.

Selbst wenn man der Kampagne von Battlefield 3 sofort anmerkt, dass es im Prinzip ein Call of Duty-Klon mit neuem Grafik-Gewand ist, so bietet der Singleplayer im Prinzip etwa 10 Stunden Abwechslung inklusive einem offenen Ende. Vor allem die imposante Grafik auf höchster Detailstufe weiß zu beeindrucken und stellt sich hier richtig gut zur Schau.