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Test: F.E.A.R. 3 - Gänsehaut hoch drei?

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Seite 8: Unter der Haube von F.E.A.R. 3 - Teil 2

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Hinsichtlich der Levels gibt es auch hier nicht viele Innovationen. Insgesamt acht Abschnitte werden dem Spieler in der Kampagne geboten. Diese gleichen eher einem langen Schlauch als einem komplexen und durchdachten Abschnitt. Ganz besonders im dritten Kapitel wird dies deutlich, als man in der Lagerhalle durch einen Korridor von Bildschirmen umher läuft und den Ausgang sucht. Dort sind viele Objekte und Kisten so gekippt und gelegt, dass man dort einfach nicht anders entlang laufen kann. Zugegeben, es ist total frustrierend in einem Level gefühlte hundert Male umher zu irren und den Ausgang zu suchen. Abgesehen von dieser Schwäche leistet F.E.A.R. 3 sich in Sachen Boss-Kampf einen richtigen Patzer – diese Herausforderungen laufen im Grunde genommen immer gleich ab und werden Arena-ähnlich ausgetragen. Man hat ein paar Kisten mit Munition herum stehen und muss zwischen kleineren Wänden und Pfosten Deckung suchen oder aber von einer Seite zu anderen sprinten um dem Gegner zu entkommen und so am Leben zu bleiben. Schade, dass so viel Potential in dieser Hinsicht verpufft.

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In Sachen künstliche Intelligenz kann der dritte Teil nicht ganz so viel bieten wie die ersten beiden. Die Gegner nutzen zwar die Deckung und verteilen sich oder versuchen einen zu flankieren, aber das war es dann auch schon. Vielmehr kann es mit einem Satz umschrieben werden: Die Kugeln rasen von vorne nach hinten durch einen Korridor und treffen dabei die Gegner. Wenn man den Schwierigkeitsgrad auf Normal belässt, sind die Gegner lediglich etwas zäher. Stellenweise wird es sogar recht unfair und man schafft einen Zwischengegner erst nach ein paar Anläufen. An einer Stelle mussten wir sogar mehr als 20 Mal den Tod hinnehmen bevor wir den Gegner besiegt hatten! Da stimmt etwas nicht mit dem Balancing.

Klangtechnisch präsentiert sich F.E.A.R. 3 eher durchschnittlich. Die gruselige Atmosphäre kommt hier tontechnisch etwas besser zum Tragen als auf dem grafischen Wege, kann aber auch keine Wunder bewirken. Hinzu kommt die deutsche Synchronisation bzw. Sprachausgabe. Im Vergleich zur englischen sind die Befehle, die sich die Soldaten beispielsweise zurufen eher langweilig. Auch Kommentare der Gegner, wie etwa ein fehlendes Bein wirken deplatziert, wenn man bedenkt, dass die deutsche Fassung doch extrem geschnitten ist.