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Test: Brink - Mehr als nur ein simpler Shooter?

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Seite 7: Unter der Haube

Die KI - entweder ein Segen oder ein Graus in einem Spiel. Entweder die künstlichen Gegner und Mitstreiter haben es drauf oder eben nicht. Brink reiht sich zu denjenigen, die etwas von beidem haben. Die Gegner sind oft in der Lage die Areale taktisch recht gut zu nutzen und menschliche Kontrahenten zu imitieren. Auf den ersten Blick fällt gar nicht auf, dass das Gehirn der Gegner CPU-gesteuert ist. Selbst wenn man verletzt am Boden liegt und einen Sanitäter benötigt, kommt einer angerannt und wirft ein Medipack zu. Sehr löblich, denn was nützen einem zehn Mitspieler auf einmal? Auch die Zielgenauigkeit lässt vorerst keine Wünsche offen. So sind die Kameraden und Gegner recht treffsicher und stellen so manches Mal eine Herausforderung auf der schwierigsten Stufe dar. Dennoch hat die KI auch ihre Probleme. So ist uns während des gesamten Spiels aufgefallen, dass der eine oder andere Gegner an einer Kante hängen blieb oder einfach herumstand und sich erst vom Fleck rührte als wir ihn anschossen. Auch das Ziel verlieren die künstlichen Mitstreiter schnell aus den Augen sobald man sich um etwas anderes kümmert oder leicht irritiert durch die Gegend irrt.

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Grafisch kann man Brink nun nicht als Wunder bezeichnen. Hinter der Kulisse werkelt noch die betagte id Tech 4 Engine. Wir erinnern uns: Doom 3 und Quake-Wars basieren auf genau der gleichen Engine! Erst RAGE soll auf der id Tech 5 Engine aufbauen. Dennoch sieht man es Brink nicht gleich an, dafür wurde zu viel an der Engine geschraubt. Das Spiel präsentiert sich für das Genre recht gut und kann mit großen und hellen Außenarealen aufwarten. Zum Vergleich: Doom 3 bot damals überwiegend nur dunkle und enge Korridore. Auch die Texturen sehen recht scharf aus und schicke Effekte und Animationen schmücken das Kampfgeschehen. Wer lange Ladezeiten befürchtet kann hier aufatmen, denn die Zeit von einem zu nächsten Level vergeht recht schnell. Auch die Bedienung per Maus und Tastatur ist gelungen und lässt keine Wünsche offen.

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Obwohl die Charaktere auf den ersten Blick etwas merkwürdig und lang gestreckt wirken, passt dieser Look zu Brink. Auch wenn man meinen mag, das Spiel verliert dadurch Glaubwürdigkeit, hat man sich getäuscht. Mit der Zeit gewöhnt man sich an den Comic-Stil und lernt ihn lieben.