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Test: Portal 2 - Das Portal zu einem der besten Spiele des Jahres? - Geht es hier überhaupt weiter?

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Seite 4: Geht es hier überhaupt weiter?

Wo wir schon beim Wahnsinn wären: Auch wenn das Spielprinzip zunächst einfach klingt, können die Rätsel einen manchmal zur Verzweiflung treiben. Ganz am Anfang wird man stiefmütterlich an den Gedanken der Portale gewöhnt und darf von einem vorgefertigten orangenen in ein blaues hüpfen. Als man die gute alte Portalkanone wieder in den Händen halten darf, sieht es schon etwas anders aus. Nun darf man selber bestimmen wo die Portale gesetzt werden. Auch wenn sich dies so spannend liest, so ist es für den Einstieg noch recht simpel gehalten, denn die verfügbaren Flächen für die Portale werden auf ein Minimum begrenzt. Dennoch steigt die Lernkurve stetig an und verlangt einem an bestimmten Stellen im Spiel öfter alles an Rechenpower ab.

Im Spiel begegnen einem Levels, an denen man zunächst denkt: Das mache ich so und so, zack bin ich am Ausgang. Nur gedacht, denn der schön ausgetüftelte Plan funktioniert in der Umsetzung nicht so ganz. Beispielsweise soll man einen Knopf hinter einer Glasscheibe drücken. Zu dumm, dass dahinter die kleinen, weißen Freunde mit dem roten Laserstrahl stehen, denn ein Schritt in die Richtung und man kann von vorne anfangen. Also wie bekommt man die Geschütze deaktiviert? Weiter hinten im Raum befindet sich ein Strudel an der Decke und ganz am Ende ein Rohr, aus dem blaues Gel tropft. Dazwischen ist nichts als das todbringende Wasser in einem tiefen Graben. Keine Platten oder Wände, an denen man sein Portal anbringen kann. Nach vielem Überlegen denkt man, alle Möglichkeiten sind erschöpft und rennt stumpf durch das Level. Alles schon gesehen, wo geht es denn weiter, was mache ich falsc

Einmal um die Ecke gedacht, und man erkennt, wie man die gegebenen Sachen kombinieren muss. Den Strudel so umlenken, dass das Gel in diesem transportiert wird. Im richtigen Moment muss mittels Knopf die Richtung des Strudels umgelenkt werden, dann löst man den Strudel auf und das Gel fällt auf die Geschütze. Erfolg! Es geht doch weiter. Eigentlich gar nicht so schwer, wenn man es begriffen hat. Auch das ach so tolle Gel hat es stellenweise in sich. Man muss sich vorher Gedanken darüber machen, wo genau man es platziert. Einfach gegen eine Wand klatschen lassen ist hier nicht. Beim Zielen und setzen der entsprechenden Portale kommt einem die praktische Zoom-Funktion zur Hilfe.

Manchmal denkt man sich: Haben die Entwickler überhaupt alles bedacht? Egal wie sehr man sich anstrengt und nachdenkt, man kommt nicht auf die Lösung. Das frustriert umso länger es dauert und Frust macht bekanntlich kein Spaß. So manches Mal wäre eine Hilfefunktion ganz nett gewesen, sei es, dass man von der Quasselstrippe oder GlaDOS einen indirekten Hinweis auf irgendetwas erhält oder ermutigt wird weiter zu suchen.

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