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Test: Call of Duty Black Ops - eine würdige Fortsetzung der Shooterserie?

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Seite 7: Fazit

Ist Call of Duty: Black Ops wirklich so toll, wie es beworben wird? Ist dieser Teil wirklich ein grandioser Blockbuster?

Wer schon recht viele Spiele gezockt hat weiß, was eine gute Sprachausgabe alles retten oder aber auch zerstören kann. Im Fall von Black Ops ist es eine Mischung aus beidem. Die Sprecher beherrschen ihre Aufgabe und der Text sitzt. Trotzdem wird die Atmosphäre durch ein paar Schnitzer getrübt; das gesprochene Russich ist für die Ohren stellenweise eine richtige Folter und man fragt sich, wie so etwas überhaupt in das fertige Spiel gelangen konnte. Weiterhin sieht es merkwürdig aus und fühlt sich gleichermaßen auch so an, wenn der Synchronsprecher den Text ohne die dazu passende Emotion vorträgt. In Reznovs Fall spricht das Gesicht während seiner Erzählungen, die alles andere als fröhlich sind, eine ganz andere Sprache, als der deutsche, leicht monotone, Synchronsprecher. Ein Widerspruch, der die Atmosphäre leider zerstört. Angemerkt sei: Die deutsche Synchronisation fällt, im Vergleich zur englischen, jedoch etwas schwach aus.

Dennoch hat Black Ops auch gute Seiten: Das Erste, was einem einfällt, ist die Präsentation. Die Kulissen sind oftmals sehr fesselnd und mitreißend. Hinzu kommen haufenweise Skripte, Explosionen, Rauch und fette Musik als akustische Untermalung - unter anderem deswegen kann Black Ops durchaus als ein würdiger Nachfolger der Serie bezeichnet werden. In puncto Missionen sieht es wieder anders aus: Treyarch gelingt ein sagenhafter Einstieg, nur bemerkt man ab einem gewissen Punkt, dass sich das vorgegebene Schema von Mission zu Mission scheinbar ununterbrochen fortsetzt. Vom Ablauf her könnte man viele Missionen auf einen Nenner bringen; zu ähnlich kommen sie einem vor. Nichtsdestotrotz versucht Treyarch, diesen Missstand zum Schluss wieder auszugleichen, indem alle guten Ideen gebündelt wurden. Als Antrieb bis dahin dient die Story, die zwar leicht monoton, aber spannend bleibt.

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Positive Aspekte von Call of Duty Black Ops

  • gelungene Geschichte, fesselnde Erzählungen und Präsentationen
  • größtenteils neue Szenarien
  • neue Fahrzeuge wie z.B. den SR-71 oder einen Hubschrauber
  • gut eingebettete Audiospuren
  • umfangreiches Waffenarsenal

Negative Aspekte von Call of Duty Black Ops

  • Engine könnte aktueller sein, Grafik insgesamt aber ok
  • Steuerung der Fahrzeuge
  • teilweise unpassende Sprachausgabe
  • recht kurz Kampagne
  • schlecht gesetzte Speicherpunkte

Schlussendlich können wir behaupten, dass Call of Duty: Black Ops uns durchaus gefallen hat. Auch wenn es den einen oder anderen Frustmoment gab und wir am liebsten in die Tastatur gebissen hätten, ist der Gesamteindruck genau das, was die Entwickler versprochen haben: Eine würdige und actionreiche Fortsetzung der Call-of-Duty-Serie. Für den nächsten Titel würden wir uns aber eine neue Grafikengine wünschen, denn die Darstellung ist im Detail nicht ganz auf der Höhe der Zeit.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund des Jugendschutzgesetztes Artikel 14 haben wir auf eine Darstellung des auch in der zensierten Version enthaltenen Zombie-Modus beziehungsweise der Veröffentlichung stark gewaltbehafteter Screenshots der Uncut-Version verzichtet.

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