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Performance-Check Reloaded: So schnell ist Windows 7

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Seite 3: Die wichtigsten Neuerungen (2)

Netzwerk

Bereits auf der CeBIT 2009 demonstrierte Microsoft die neuen Netzwerkfunktionen und versicherte, dass jeder Anwender – auch wenn er noch nie in einem Netzwerk gearbeitet hat - ein solches in Windows 7 erstellen kann. Hierfür führte man Home Group, ein Feature, welches die Vernetzung von Computern und Druckern vereinfachen soll, ein. Mittels eines Benutzerinterfaces führt man den Anwender durch den Netzwerk-Jungle. Neben den Dateien, welche später freigegeben werden sollen, kann der Anwender auch Computer zur Home Group hinzufügen. Zur Sicherheit wird jede Home Group automatisch mit einem Passwort geschützt. Doch auch der Zugriff auf Drahtlos-Netzwerke wurde überarbeitet. So ist dieser nun über das ViewAvailableNetworks-Feature (VAN) möglich. Zudem verspricht man, dass die Netzwerkverbindung nach dem StandBy-Betrieb binnen einer Sekunde wiederhergestellt ist. Auch Wake-on-LAN ist nun über Wireless möglich.

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Sicherheit

Aufgrund der weiten Verbreitung sind Windows-Systeme noch immer ein beliebtes Angriffsziel für Hacker und Viren. So hat sich Microsoft auch bei Windows 7 diesem Thema angenommen. Der Softwareriese führte zusammen mit Windows Vista die Benutzerkontensteuerung oder auch UAC (User Account Control) ein. Diese meldet sich immer dann zu Wort, wenn Administrator-Rechte, wie zur Installation eines neuen Treibers oder dem Verändern von wichtigen Systemeinstellungen, benötigt werden. Unter Vista hatte diese Funktion einen schweren Stand und wurde daraufhin von zahlreichen Usern deaktiviert. Microsoft hat sich der Kritik nun angenommen und die UAC stark verbessert. So soll sich diese in Windows 7 deutlich weniger zu Wort melden und den Anwender entscheiden lassen, wie stark er über sein System die Kontrolle haben möchte. Standardmäßig ist die zweithöchste Stufe aktiviert.

Auch das Sicherheits-Center sowie der Windows Defender kommen in der neuesten Generation wieder zum Einsatz. Letzterer kümmert sich dabei hauptsächlich um den Schutz vor Spyware. Das Sicherheits-Center hört unter Windows 7 nun auf den Namen Action Center und erlaubt neben der Steuerung der bereits bekannten Sicherheitslevel auch die Verwaltung weiterer Wartungsaufgaben. Dabei wird der Anwender allerdings nicht mehr von nervigen Balloon-Tipps auf Trab gehalten, sondern kann nun selbst entscheiden, wann er eingreifen möchte. Weiterhin zeigt das Action Center mögliche Problemberichte und erlaubt Einstellungen an der UAC, dem Windows Defender, der Network Access Protection sowie den Windows Updates vorzunehmen. Zu guter Letzt ist natürlich auch wieder eine Firewall-Lösung mit an Board.

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Überarbeitetes Zubehör

Auch Windows 7 kommt mit so manch einem Extra daher. So schickte man den Windows MediaPlayer in Version 12 mit auf die Reise. Laut Microsoft soll dieser nicht nur schneller und stabiler arbeiten, sondern vor allem auch mit einer hohen Kompatibilität aufwarten können. So spielt er von Haus aus AAC-Audio-Dateien ab. Aber auch MPEG-4-, H.264- und XviD/DivX-Dateien können nun ab Werk abgespielt werden. Weiterhin verschafft sich die neue Version dank Home Group spielend über das Netzwerk Zugriff auf weitere Medien.

Auch Windows Media Center zählt sich in Windows 7 wieder zu den Boardmitteln. Bereits seit der Media-Center-Edition von Windows XP besteht die Multimedia-Zentrale. Diese sammelt alle auf dem Computer gespeicherten Multimedia-Dateien in einer eigenen Bibliothek und erlaubt den Zugriff auf das aktuelle Fernsehprogramm über Kabel, Satellit oder ein terrestrisches Signal – natürlich ist hierfür aber eine passende Steckkarte vonnöten. Auch internetbasierender Inhalt ist nun in Windows Media Center mit eingebunden. Im Vergleich zu Windows Vista schraubten die Redmonder vor allem am Benutzerinterface und gestalteten dieses nun deutlich übersichtlicher.

Der Internet Explorer 8 soll hingegen einen Großteil der Marktanteile zurückerobern. Vor allem was Geschwindigkeit anbelangt konnte hier die neuste Version ordentlich zulegen. So startet der Browser nicht nur schneller, sondern ermöglicht auch einen fixeren Seitenaufbau. Wie schon bei der Konkurrenz durchforstet die neue Version des Microsoft-Browsers schon bei der Eingabe der ersten Buchstaben die History und schlägt häufig besuchte Seiten vor. Auch Tabbed-Browsing wurde verbessert. So werden die Tabs im IE8 mit gleicher URL farblich gruppiert und sortiert. In Sachen Sicherheit versucht man nicht nur ein gleiches Sicherheitslevel zu bieten, sondern implementierte gleich auch weitere Features. So läuft jeder Tab ab sofort als eigener Prozess. Stürzt ein solcher ab, muss nicht das gesamte Programm geschlossen werden. Bereits mit dem Internet Explorer 7 führte man einen geschützten Modus ein. Hierfür werden die einzelnen Tabs im "Protected Mode" einer niedrigen Integritätsstufe - vergleichbar mit Vertraulichkeitsstufen - zugewiesen, womit die Daten des Benutzers schwieriger zu manipulieren seien.

Doch auch die kleinen, unscheinbaren Programme hat Microsoft einem Facelifting unterzogen. So erstrahlen beispielsweise Paint oder WordPad in neuer Oberfläche. Das Bedienkonzept namens Ribbon führte man schon in Office 2007 ein. Vor allem auf Tablet-PCs ist die Steuerung damit einfacher geworden.

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