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Ausprobiert: Final Cut Pro X - Profi-Schnittwerkzeug oder Gelegenheitseditor?

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Seite 4: Fazit

Von iMovie auf Final Cut Pro X

Wer bisher mit Final Cut Pro 7 arbeitet, wird im produktiven Einsatz wohl erst einmal einen Bogen um Final Cut Pro X machen. Dafür sind nicht nur die vielen negativen Stimmen verantwortlich, sondern auch die Umstellung im Workflow, die viele erst einmal scheuen. Apple hat in Final Cut Pro X auch ehemals eigenständige Programme aus Final Cut Studio integriert - so z.B. Soundtrack Pro, DVD Studio Pro und Color. Die wichtigsten Funktionen aus diesen Programmen sollen in Final Cut Pro X enthalten sein.

Wer allerdings von iMovie kommt, wird die eventuell fehlenden Funktionen nicht vermissen können. Ganz im Gegenteil: Dort wo iMovie aufgrund des Amateur-Anspruchs den Anwender oftmals einschränkt, eröffnet Final Cut Pro X ihm völlig neue Möglichkeiten. Die Auswahl an Filtern, Überblendungen und Zusatzcontent zur Bearbeitung des eigenen Filmmaterials ist umfangreich. Die Bedienung benötigt natürlich etwas Einarbeitungszeit. Die Hilfe (Apple Support-Dokument) wird daher anfangs ein ständiger Begleiter sein. Das Konzept von iMovie und Final Cut Pro X ist allerdings sehr ähnlich - zumindest für die Bearbeitung innerhalb der Timeline.

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Für wen lohnt sich also der Kauf von Final Cut Pro X? Der Preis von 239 Euro ist für Gelegenheitsfilmer sicher sehr gut gewählt - schließlich wirbt man mit einer Profi-Software. Ob dieser Anspruch gerechtfertigt ist oder nicht, können wir nicht beurteilen. Wer im privaten oder auch beruflichen Bereich auf Grenzen von iMovie stößt, der dürfte mit Final Cut Pro X ganz glücklich werden. 239 Euro sind natürlich viel Geld und so sollte man sich sicher sein, dass man die Software später auch verwenden wird. Die recht eingängige Bedienung der Oberfläche geht leicht von der Hand. Wer allerdings etwas tiefer eintaucht, muss sich erst einmal zurecht finden.

Apple bietet in seinem Store die Möglichkeit sogenannte Workshops zu buchen. Dies ist momentan für Final Cut Pro X noch nicht der Fall, dürfte aber bald wieder möglich sein. In diesen Workshops kann man sich dann einen Eindruck von Final Cut Pro X verschaffen, ohne die Software kaufen zu müssen und bekommt zusätzlich auch noch ein paar Tipps und Tricks gezeigt.

Obwohl uns Final Cut Pro X im Aufbau sehr gut gefällt, so sehen wir dennoch sehr großes Verbesserungspotenzial. Noch keine Software von Apple konnte in einer derart kurzen Zeit mit solch häufigen Abstürzen aufwarten. Hier merkt man dem Programmcode noch den Status "1.0" an. Wir hoffen Apple kann diese Problematik mit einem baldigen Update beheben.

Dieser Artikel ist nicht als Review oder Test von Final Cut Pro X zu verstehen. Vielmehr soll es die Möglichkeiten und einige Optionen in Erinnerung rufen. Daher verzichten wir auch auf allzu tiefergehende Bewertungen einzelner Punkte. Aufgrund der fehlenden Erfahrung wäre dies für uns ohnehin nur schwer möglich. Uns bietet Final Cut Pro X neue Möglichkeiten für die Videos auf Hardwareluxx, eine Sektion die wir ständig weiter ausbauen wollen, denn oftmals kann ein bewegtes Bild Informationen besser transportieren als ein paar Bilder und etwas Text.

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