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NVMe-SSD Plextor M8Pe im M.2-Format mit 512 GB im Test

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Seite 2: Die Plextor M8Pe SSD im Detail

Wie bereits erwähnt, gibt es die Plextor M8Pe in drei Varianten, die sich jeweils durch einen Namenszusatz unterscheiden. Ohne Kühlkörper und ohne Adapterplatine im M.2-Format trägt sie die Bezeichnung M8PeGN. Als M8Pe(G) verkauft Plextor die M.2-Version mit Kühlkörper und als M8Pe(Y) firmiert das Laufwerk im HHHL-Steckkartenformat, wobei die M.2-SSD auf eine entsprechende Adapterplatine gesteckt wird.

Wie wir bereits in den vergangenen Tests gesehen haben, können M.2-SSDs bei starker Last schnell ein Hitzeproblem bekommen. So haben wir sowohl bei der Samsung SSD 950/960 PRO als auch bei der Toshiba OCZ RD400 eine temperaturbedingte Drosselung beobachten können. Laufwerke im Format einer Erweiterungskarte wie die Intel SSD 750 und Zotac Sonix sind hier sehr viel robuster.

Abgesehen von einer optischen Aufwertung scheint der Kühlkörper der Plextor M8Pe(G) kaum einen Vorteil zu bringen. Bereits nach ungefähr einer halben Minute bricht die Performance aufgrund der Temperatur signifikant ein. Natürlich darf man von einem so kleinen Kühlkörper auch keine Wunder erwarten, denn es fehlt schlicht die Oberfläche, über die die Wärme abgegeben werden kann.

de NVMe PLEXTOR PX 512M8 3.csv 500

Für Desktop-Rechner sollte man daher unbedingt zur M8Pe(Y)-Variante greifen, die uns für diesen Test jedoch nicht zur Verfügung stand. Stattdessen haben wir die Plextor M8Pe auf einer generischen Adapterplatine mit Kühlkörper montiert, um die Performance mit Kühlkörper zu testen. Leider wurde das Laufwerk auf der Adapterplatine nicht mehr erkannt. Auch auf der Adapterplatine der Plextor M6e hat die M8Pe leider nicht funktioniert. Eine Rückfrage beim Hersteller hat ergeben, dass die M8Pe auf jeden Fall auf der Adapterplatine der M6e funktionieren müsse, da sie technisch identisch sind. Warum die Plextor M8Pe in unserem Testsystem nicht erkannt wird, sobald sie auf eine Adapterplatine gesteckt wird, ist an dieser Stelle somit nicht zu beantworten. Die Benchmarks auf den folgenden Seiten wurden dementsprechend auch ohne (zusätzlichen) Kühlkörper durchgeführt.

Unabhängig davon, welche Version der Plextor M8Pe man kauft, erhält man immer die gleiche Hardware. Die besteht aus einem Marvell 88SS1093-Controller und Flash-Speicher von Toshiba. Dabei handelt es sich nicht um 3D-Speicher, sondern um planar und in 15 nm gefertigten MLC-NAND. Der Controller kann auch auf einen LPDDR3-Cache zurückgreifen, wobei dieser bei der 1-TB-Variante 1024 MB groß ist und bei allen anderen Varianten 512 MB.

Vergleicht man alle Varianten auf der Plextor-Homepage, so stellt man einen weiteren Unterschied fest: Mit Mini-Kühlkörper haben alle Varianten Abmessungen von 80 x 22,85 x 4,79 mm (L x B xH). Ohne Kühlkörper sind es bei der 1-TB-Variante 80 x 22 x 3,65 mm, die drei kleineren Varianten haben nur eine Höhe von 2,3 mm – der Grund dafür ist die doppelseitige Bestückung des größten Modells. Der M.2-Standard sieht eine doppelseitige Bestückung der Platine vor, sodass es hier auch bei Notebooks keine Probleme geben sollte. Mit Mini-Kühlkörper überschreitet die M8Pe jedoch die Abmessungen des Standards, sodass sich diese Variante nicht für den Einsatz in Notebooks eignet, worauf auch ein Text auf der Verpackung hinweist.

Plextor unterstützt mit der M8Pe weiterhin die PlexTurbo getaufte Caching-Technologie, bei der ein Teil des Arbeitsspeichers als zusätzlicher Zwischenspeicher genutzt wird. Tests zeigen immer wieder, dass derartige Technologien, wie es sie auch von anderen Herstellern gibt, in der Praxis nur marginale Vorteile bringen. Diesen eher geringen Performancevorteil erkauft man sich außerdem mit einem höheren Risiko von Datenverlust oder -Beschädigung, da eine weitere Cache-Ebene kohärent gehalten werden muss.

 

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Kommentare (12)

#3
Registriert seit: 22.08.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 229
Zitat Marteng;25013614
Bei den HDDs gebe ich dir Recht (die Qualität der Samsung-HDDs war eher schlecht), bei den SSDs liegt die Entscheidung bei jedem selbst sich ein OEM-Produkt ohne Garantie zu kaufen.
Im Flash-Zeitalter halte ich von Samsung relativ viel, da Flash, Controller und Firmware aus einer Hand kommen. Da hat sich Intel die letzten Jahre grobere Bugs ("8MB") geleistet.

100% True. Als Konsumer im SSD-Zeitalter kann man grade zu froh über Innovator-Samsung sein.
#4
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Registriert seit: 08.03.2014
Merzig
Oberbootsmann
Beiträge: 870
Also ich nutze momentan Sandisk und OCZ.... Samsung kommt mir nicht mir in die Tüte. Crucial auch nicht mehr. Mit beiden nur Stress gehabt. Bei Sandisk ist mir bisher noch nei eine gestorben. Auch meine zwei ersten 128er laufen noch Wunderbar :)
#5
Registriert seit: 10.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 845
also außer der 840evo und 840, war und ist samsung das maß aller dinge in sachen ssd.
ganz zu anfang mal intel, das it mitlerweile aber auch schon lange her.
#6
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Registriert seit: 28.11.2002
Berlin
Stabsgefreiter
Beiträge: 380
Zitat crackett;25013502
Die würde ich den Samsungs immer vorziehen. Mir sind in 20 Jahren 4 Platten verstorben - alle Samsung - die letzte war eine teure SM951, die gerade mal 4 Wochen gelebt hat. Samsung - nein Danke!


Kann ich nicht nachvollziehen. Meine 512 GB SM951 (NVMe-Version) läuft seit nem halben Jahr (gekauft am 26.04.) völlig problemlos auf meinem Gigabyte GA-Z170-HD3P. Eine SSD kann man aber auch nicht mit Magnetplatten vergleichen, auch wenn Dir per Zufall eine SM951 verreckt ist.
#7
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Registriert seit: 28.11.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 217
Das ist halt immer eine sehr subjektive Sache.
Ich hatte ca. 5 Jahre ne 1TB Samsung HDD im Einsatz (zu Beginn als einzige Platte, später mit ner SSD für das OS) und ich hatte nie Probleme.
Gute Performance, leise - alles gut.
SSDs hatte ich eine 830er 128GB und aktuell im Geschäftsnotebook eine 850er 512GB - beide ebenfalls 0 Probleme und schön schnell.

Hatte auch schon OCZ, Crucial und Sandisk SSDs im Einsatz (aktuell eine 256GB Crucial MX100 als System und ne 960GB Sandisk Ultra II als Datenspeicher) und auch mit denen hatte ich keine Probleme.

Negative Erfahrungen habe ich dafür mit Kingston (V300...) und WD (4TB Green).
#8
Registriert seit: 11.06.2013

Obergefreiter
Beiträge: 121
in Sachen HDD hatte ich mit allen großen Marken schon schlechte Erfahrungen, aber in SSDs bisher noch nicht und ich war von Anfang an dabei mit einer 40GB Intel SSD. Später OCZ 120GB und jetzt Samsung 512GB 850 Evo. Alle 3 laufen seit langem prima, selbst die erste. Da aber nicht mal mehr GuildWars2 drauf passt, hab ich sie in den Schrank gestellt.

Bei den HDDs scheint WD(red/black) noch am besten zu laufen, kommt aber auch darauf an ob die Verpackung und der Transport gut waren (nie wieder Alternate: einfach nur in der Plastehülle ohne weitere Verpackung in nen Karton rein, kein wunder wenn 50% der Platten schon beim ersten Anstecken laut-stark Rattern)
#9
Registriert seit: 14.09.2006
Raubling
Kapitänleutnant
Beiträge: 1707
ca. 120 HDD´s und nun in den letzten 3 Jahren ca. 90 SSD´s von Samsung und nicht ein Ausfall, ich weiß jetzt nicht, wo ihr die Probleme her habt. Einzig die 1,5TB Serie von Samsung (HD154UI), da hat es einen Kollegen bei einer anderen Firma erwischt, die sind reihenweise kaputt gegangen.
#10
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12078
Zitat
Der M.2-Standard sieht eine doppelseitige Bestückung der Platine vor, sodass es hier auch bei Notebooks keine Probleme geben sollte.
Ist so nur halb richtig denn der Standard sieht sowohl ein- als auch doppelseitig bestückte M.2 SSDs vor und es hängt vom Notebook ab, ob es mit einer doppelseitig bestückten dann Probleme gibt oder nicht. Da Samsung sich selbst bei der 2TB Version der 960 Pro auf eine einseitige Bestückung beschränkt hat, dürfte es durchaus einige Notebooks (wohl vor allem sehr flache Modelle) geben, bei denen nur einseitig bestückte M.2 SSDs passen.
#11
Registriert seit: 13.12.2003

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 433
Eine Frage zu dem Test. Wurde bei dem Test der Windows Treiber für die SSD verwendet oder hat Plextor einen Treiber bereitgestellt? Hatte mal auf einer anderen Seite gelesen, dass Plextor zum erscheinen einen Treiber machen wollte.
#12
customavatars/avatar8689_1.gif
Registriert seit: 02.01.2004
Südhessen
Redakteur
Moderator
Beiträge: 10072
Zitat HSW;25019192
Eine Frage zu dem Test. Wurde bei dem Test der Windows Treiber für die SSD verwendet oder hat Plextor einen Treiber bereitgestellt? Hatte mal auf einer anderen Seite gelesen, dass Plextor zum erscheinen einen Treiber machen wollte.

Es wurde der Windows-Treiber mit dieser Einstellung verwendet.

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