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Seagate Ironwolf 8 TB, WD Red 8 TB und Toshiba Enterprise Cloud 6 TB im Test

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Seite 5: Benchmarks: Performance

Leistungsmessung

Um die Performance der Festplatten zu bestimmen, haben wir diese an unser Testsystem angeschlossen und die Benchmarks CrystalDiskMark und HD Tune Pro ausgeführt. Im Testsystem kam ein Intel Core i7-6700K auf einem Asus Z170-Deluxe zum Einsatz.

Seagate IronWolf 8TB - ST8000VNM0002 

seagate nas 8gb crystal

Im CrystalDiskMark erreicht die ST8000VN0002 mit knapp 240 MB/s im sequentiellen Schreiben und Lesen vergleichsweise hohe Spitzenwerte. Auch mit knapp über 3 MB/s im Test mit 4.096 Byte großen Datenblöcken (4K) und 32 parallelen Zugriffen erreicht die ST8000VN0002 die höchsten Werte im Vergleich. Einzig bei einzelnen 4K-Zugriffen fällt die Performance beim Lesen ab, bleibt beim Schreiben aber hoch. Bei NAS-Systemen bzw. in RAID-Konfigurationen dürften Single-Thread-Lesezugriffe aber die Ausnahme bleiben.

seagate nas 8gb hdtune

Mit HD Tune Pro lässt sich gut die Performance über die gesamte Festplatte visualisieren, denn bei Festplatten ist die erreichbare Transfergeschwindigkeit von der Position der gespeicherten Daten auf den Magnetplatten abhängig. Im Außenbereich der Platter ist die relative Geschwindigkeit der Köpfe zur Platteroberfläche deutlich höher als auf den innersten Spuren, d.h. hier können pro Umdrehung mehr Daten übertragen werden. Daher erreichen Festplatten am Anfang (d.h. auf den äußeren Spuren) ihre höchste Geschwindigkeit. Bei der ST8000VN0002 liegt diese laut HD Tune Pro wie schon bei CrystalDiskMark bei knapp unter 240 MB/s. Im Innenbereich, also dem obersten Teil ihres Fassungsvermögens, ist sie dann auf 105 MB/s abgefallen.

seagate nas 8gb hdtune write

Beim Schreiben sieht die Situation ähnlich aus: Im Außenbereich werden knapp 235 MB/s erreicht, welche zum Innenbereich hin auf 105 MB/s abfallen. HD Tune Pro hat in unserem Test für den Schreibbetrieb eine deutlich niedrigere Zugriffszeit als beim Lesen gemessen, was auch die Unterschiede in den 4K-Single-Thread-Messungen von CrystalDiskMark erklärt. 

Western Digital Red 8 TB - WD80EFZX

 wd red 8gb crystal

Die WD Red mit 8 TB wird zugunsten eines niedrigeren Energieverbrauchs und einer geringeren Lautstärke nur mit 5.400 U/min betrieben. Seitens des Herstellers wird daher eine mit knapp 180 MB/s vergleichsweise geringe maximale Transferrate angegeben, welche die WD80EFZX im Test mit CrystalDiskMark auch problemlos erreichen könnten. Die Werte für Zugriffe mit 4KB-Datenblöcken fallen sowohl einfach als auch bei 32 fach parallelen Zugriffen für ein Laufwerk mit 5.400 U/min ausgesprochen gut aus.

 

wd red 8gb hdtune

HD Tune Pro gibt für die WD80EFZX eine maximale Rate von 183 MB/s im Außen- und 87 MB/s im Innenbereich an.

wd red 8gb hdtune write

Beim Schreiben liegt die Performance auf identischem Niveau wie bei Lesezugriffen, auch der Durchschnittswert über die gesamte Festplatte mit 143 MB/s ist gleich. Insgesamt ist die Performance für ein Laufwerk der 5.400-U/min-Klasse angenehm hoch. 

Toshiba Enterprise Cloud 6 TB - MC04ACA600E 

toshiba 6gb crystal

Die Toshiba MC04ACA600E erreicht laut CrystalDiskMark maximale sequentielle Datenübertragungsraten von knapp unter 210 MB/s und sortiert sich somit zwischen der Seagate IronWolf 8 TB und der WD Red 8 TB ein. Bei 4KB-Zugriffen mit Queue Depth 32 liegt die Toshiba hinter der Seagate und der WD zurück. Bei einzelnen 4K-Zugriffen, welche wie bereits erwähnt nicht typisch für die Einsatzgebiete einer HDD in einem größeren Storage-System sind, fällt die MC04ACA600E hinter die Seagate ST8000VN0002 und somit auch die WD Red 8 TB zurück. 

toshiba 6gb hdtune

HD Tune Pro bestimmte für den Lesebetrieb eine Übertragungsrate von 222 MB/s bis knapp unter 100 MB/s, wobei die 222,3 MB/s als Extremwert in einem Bereich etwas höherer Schwankungen erreicht werden. Die ca. 208 MB/s von CrystalDiskMark sind hier ein aussagekräftigerer Wert. 

toshiba 6gb hdtune write

Beim Schreiben liegt die Performance im Bereich zwischen knapp 210 und 100 MB/s, was für eine 6-TB-HDD mit 7.200 U/min in Ordnung geht.

Insgesamt präsentiert sich die Seagate ST8000VN0002 als schnellste Platte im Test, welche dank 256 MB Cache und der vergleichsweise großen 1,33-TB-Platter auch nicht verwundert. Die Toshiba MC04ACA600E ist ebenfalls eine schnelle Festplatte, allerdings verdient sich die WD Red 8 TB insgesamt mehr Lob, denn sie bietet für eine HDD mit 5.400 U/min eine vergleichsweise hohe Performance. Im heimischen NAS wird wohl kein Performance-Unterschied zur schnelleren ST8000VN0002 auffallen, wohl aber die Vorzüge der niedrigeren Leistungsaufnahme und der geringere Lautstärke.

 

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 25.08.2004

Kapitänleutnant
Beiträge: 2042
allein wegen dem 1 per 10^14 (theoretisch 1 Lesefehler alle 12,5TB written Data! = 1x RAID initialisieren, 1x Platte halb voll machen -> Lesefehler) würde ich mir niemals diese 8TB WD Platte kaufen (gerade für RAID) und das Teil kriegt hier den Award? :/
#2
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Registriert seit: 21.02.2013

Leutnant zur See
Beiträge: 1043
Die Seagate wundert mich schon extrem, die alten Modelle verbrauchten nur die Hälfte, waren wesentlich leiser und drehten auch mit 5.900U/Min.

Scheinbar ist Seagate das gar nicht mehr so wichtig. 10W Verbrauch ist schon hart, wenn man bedenkt, dass die 4Tb bei 5W liegt... Schade drum.
#3
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Registriert seit: 10.08.2005
Düsseldorf
Vizeadmiral
Beiträge: 6835
Öhm, die Seagate dreht mit 7200upm ;) Klar, dass der Stromverbrauch da höher ist, die Leistung dafür auch :)

@soulreaver
Naja kommt drauf an. Die WD Red ist auch eher für kleine NAS konzipiert, da wird nicht so viel geschrieben in der Regel an Daten und oft auch nur nen Raid 1 z.B. genutzt. Für anspruchsvollere Aufgaben gibt es da halt die WD Red Pro Reihe, da hast du dann eine bessere Fehlerkorrektur plus 5 Jahre Garantie.
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