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Eine Übersicht über aktuelle Technologien bei SSDs

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Seite 6: Die richtige Technologie für jeden Einsatzzweck

Nachdem wir nun nahezu alle aktuell bei SSDs zum Einsatz kommenden Technologien betrachtet haben, bleibt schließlich noch die Frage: Welche Technologie ist für welchen Einsatzzweck geeignet? Dazu zunächst eine kurze Zusammenfassung in tabellarischer Form.

TechnologieProduktPreis pro GBPerformance
2,5 Zoll SATA Samsung SSD 850 EVO 0,24 Euro Mainstream
2,5 Zoll SATA Samsung SSD 850 PRO 0,43 Euro Highend
mSATA Samsung SSD 850 EVO mSATA 0,36 Euro Mainstream
M.2 / NVMe Samsung SSD 950 PRO 0,68 Euro Enthusiast
M.2 / AHCI oder NVMe Samsung SM951 0,62 Euro Enthusiast

Wir haben gesehen, dass es zwischen den Technologien große Performanceunterschiede gibt. Die Performanceunterschiede sind, wie man sieht, auch einen entsprechenden Preisunterschied gekoppelt. Günstige Mainstream-SSDs wie die Samsung SSD 850 EVO sind bereits ab 24 Cent pro Gigabyte zu haben. Am anderen Ende findet man Highend-SSDs wie die Samsung SSD 950 PRO, die mit 68 Cent pro Gigabyte deutlich teurer ist.

Möchte man ein Laptop auf- oder umrüsten, hat man meistens nicht viel Auswahl: Laptops nehmen in der Regel nur Laufwerke eines bestimmten Formfaktors auf, eine neue SSD muss dazu passen. Handelt es sich dabei um 2,5 Zoll Laufwerke, kann man ohne Bedenken zu einem günstigen Mainstream-Laufwerk greifen. Highend-Laufwerke wie die Samsung SSD 850 PRO sind zwar schneller, haltbarer und besitzen einen längeren Garantiezeitraum, doch ist auch ein entsprechender Aufpreis fällig, der mit um die 80% deutlich ausfällt und sich für die meisten Anwender nicht lohnen dürfte.

Von links nach rechts: Eine 2,5 Zoll SATA-, M.2- und eine mSATA-SSD.

Besitzt man einen Desktop-Rechner, kann man den Formfaktor meistens frei wählen. 2,5 Zoll Laufwerke passen in jedes Gehäuse und haben auch hier einen erkennbaren Preisvorteil. Möchte man mehr Leistung, lohnt es sich allerdings nicht, auf ein Highend-SATA-Laufwerk zu setzen – man sollte gleich in eine PCI-Express-SSD investieren. Doch auch hier sollte man sich gut überlegen, ob der Mehrpreis für die entsprechenden Laufwerke angemessen ist. Oder anders gesagt: Für einen drei Jahre alten Rechner lohnt es sich selten, die schnellste verfügbare SSD zu kaufen. Andererseits darf es für einen Highend-Gaming-PC mit mehreren Grafikkarten sicher auch eine schnelle M.2-SSD sein. Hierbei handelt es sich letztendlich um eine persönliche Entscheidung. Dass sich NVMe-Laufwerke vor allem für moderne Rechner lohnen, hat aber auch noch einen praktischen Grund: Die NVMe-Schnittstelle wird softwareseitig ab Windows 7 unterstützt, erfordert jedoch auch die Unterstützung des Mainboards bzw. des UEFI. Bei aktuellen Mainboards ist diese gegeben, bei älteren Modellen nicht unbedingt.

Von der Samsung SSD 950 PRO gibt es keine AHCI-Version, hier müsste man auf die Samsung SM951 ausweichen. Diese besitzt allerdings, genau wie schon die Samsung XP941, einen Nachteil, denn es handelt sich bei beiden Laufwerken um sogenannte OEM-Produkte. Diese sind eigentlich für Hersteller von Komplettsystemen und nicht für den Verkauf an Endkunden gedacht. Bisweilen haben es trotzdem viele Exemplare, vor allem der SM951, in den Einzelhandel geschafft. Für OEM-Produkte bieten die jeweiligen Hersteller im Regelfall keinen Endkundensupport, sodass man im Problemfall, z.B. bei einem Defekt des Laufwerks, immer auf den Händler oder Anbieter des Komplettsystems angewiesen ist. Ebenso verhält es sich bei Firmware-Updates, die Samsung für OEM-Laufwerke nicht für Endkunden zur Verfügung stellt. Sollte bei den entsprechenden Laufwerken ein Firmware-Update nötig sein, wäre man auch hier wieder auf den Händler beziehungsweise Anbieter des Komplettsystems angewiesen. Anwender, die Produkte kaufen, die für den Endkundenmarkt bestimmt sind, werden durch die Hersteller letztlich besser unterstützt, was die ein oder andere Preisdifferenz zwischen OEM- und Endkundenprodukt mehr als aufwiegen dürfte.

 

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Kommentare (43)

#34
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Südhessen
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Zitat pinki;24216484
Und mal im ernst, es ist nur schwer zu glauben das eine SSD die recht einfache test scenarien wie AS SSD [U]usw[/U] absolut nicht berauschend erledigt, in keiner Disziplin auch nur wenigstens am Mittelfeld kratzt, im PC Mark dann plötzlich ganz vorn dabei ist, es sei denn es wurde eben auf genau dieses spezielle schema "PCMark" optimiert.

Du redest sicher von der Toshiba Q300 Pro. Mal abgesehen davon, dass die QD64-Werte für die Alltagsperformance sowieso irrelevant sind - hat sich doch auch ein Nutzer entsprechend geäußert:
http://www.hardwareluxx.de/community/f227/toshiba-q300-pro-ssd-mit-256gb-im-test-1091108.html#post23994339

Übrigens schneidet die Q300 Pro auch beim Kopierbenchmark hervorragend ab, bei den sequenziellen Transferraten sättigt sie wie jede andere schnelle SSD das Interface. Offensichtlich setzt dich die gefühlte Leistung einer SSD nicht nur aus den 4K-Random-Werten zusammen. Wenn es so wäre, könnte man sich alle anderen Tests ja auch tatsächlich sparen. Ansonsten würde ich mir dann mal Beweise oder mindestens Indizien dafür wünschen, dass Hersteller bei PCMark schummeln. Bisher gibt es darauf nämlich nicht den geringsten Hinweis, außer dein Bauchgefühl.
#35
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
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Macht doch mal den Test den ich im Post #34 vorgeschlagen habe, der ist ja schnell gemacht. Dann wüsste man schnell wer da schummelt.
#36
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Wie gesagt, es dürfte recht einfach sein, auf tests die immer gleich ab laufen und deren somit festen schemas, die mittlerweile in jedem Review genutzt werden, hin zu optimieren.

Es ist und bleibt für mich seltsam das eine SSD die in IOmeter und den einfach ablaufenden tests von AS SSD, nahezu durchfällt, in den Kopier Benches (AS SSD) und in PC Mark dann plötzlich bei den ganz großen mit spielt.
für mein persönliches bauchgefühl passt nunmal so gar nicht zu den restlichen Ergebnissen, wo kommt die plötzliche Leistung her.
Da würde der ein oder andere tatsächlich Reale test licht ins dunkel bringen oder vielleicht sogar solche Real höheren Leistungen bestätigen da auf ein schema das kein Hersteller kennt, dieser auch nicht hin optimieren kann.
Warum diese Abneigung gegen solche tatsächlich realen tests, so ein mega aufwand ist das nun echt nicht (es sei denn man macht solche tests mit mehreren SSD´s hintereinander dann wird's tatsächlich stressig)
#37
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Südhessen
Redakteur
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Zitat Holt;24218454
Macht doch mal den Test den ich im Post #34 vorgeschlagen habe, der ist ja schnell gemacht. Dann wüsste man schnell wer da schummelt.

Ja, den Test werde ich in Zukunft eventuell mit aufnehmen.

Zitat pinki;24218635
Es ist und bleibt für mich seltsam das eine SSD die in IOmeter und den einfach ablaufenden tests von AS SSD, nahezu durchfällt, in den Kopier Benches (AS SSD) und in PC Mark dann plötzlich bei den ganz großen mit spielt.

Du übertreibst hier einfach ziemlich. Die Q300 Pro ist sicher nicht "durchgefallen".

Zitat pinki;24218635
für mein persönliches bauchgefühl passt nunmal so gar nicht zu den restlichen Ergebnissen, wo kommt die plötzliche Leistung her.

Ich habe es schon geschrieben: Alltagsleistung ist wohl einfach mehr als 4K-Random-Werte.

Zitat pinki;24218635
Warum diese Abneigung gegen solche tatsächlich realen tests

Weil sie Augenwischerei sind und etwas vergaukeln, das nicht existiert (Objektivität).
#38
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Beiträge: 10543
Zitat DoubleJ;24219803

Weil sie Augenwischerei sind und etwas vergaukeln, das nicht existiert (Objektivität).


Was natürlich so gar nicht in gleichem maße wenn nicht sogar noch mehr auf AS SSD, IOMeter, PCMark und nahezu jeden anderen synthetischen benchmark zu trifft ;)
Eigenartiges argument

Ich frage mich ja was dir die Sicherheit gibt das eure synthetischen tests und deren großen zahlen am ende, keine Augenwischerei sind erst recht wenn zb im falle der Q300 plötzlich massig Leistung vorhanden ist die anscheinend kein anderer Benchmark messen kann.
Ey, die Lösung ist doch ganz einfach, werft alle anderen Benchmarks raus und bleibt nur beim PC Mark denn anscheinend ist der ja der einzige der dann keinen Müll verzapft (Achtung Ironie), denn der test der Q300 zeigt nach deiner Argumentation ja dann ganz deutlich, die Ergebnisse von AS SSD und IOMeter sind es denen man Augenwischerei unterstellen muss
#39
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Südhessen
Redakteur
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Beiträge: 10072
Zitat pinki;24221702
erst recht wenn zb im falle der Q300 plötzlich massig Leistung vorhanden ist die anscheinend kein anderer Benchmark messen kann.

Ich muss meine Antwort darauf jetzt nicht noch ein drittes Mal wiedergeben, oder? :)
#40
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Allgäu
Admiral
Beiträge: 10543
offensichtlich muss ich es ja auch..... Stichwort Optimierung auf das PC Mark schema (ich wiederhole mich, festes immer gleiches schema, immer gleiche tests immer gleiche Reihenfolge, immer alles gleich, eben schema A,B,C, wie die dicken Ami Schlitten, glänzen auf dem Papier mit massig Hubraum und massig PS, nur kurven fahren ist halt ein problem ;) ), ohne echte real tests/vergleiche wirst du das durch blose Theorien (deine Meinung ist nur eine Theorie da du eine Optimierung auf PC Mark nicht wiederlegen kannst) kaum belegen können.
Mit autos werden doch tatsächlich auch reale tests gemacht die vom test schema der Hersteller eigenem Teststrecke gewaltig abweichen, Stichwort verbrauch der halt real auch weit von dem abweicht was der Hersteller angibt und vielleicht sogar in seinen tests (schema A,B,C ;) ) halbwegs zutrifft, unter Realen Bedingungen aber nie erreicht wird, eben diese optimalen vorraussetzungen die es so nie gibt, so wenig wie es das PC Mark schema real gibt denn die punkte vergabe der einzellnen tests in PC Mark dürfte unterschiedlich gewichtet sein, woher weiß nun aber PC Mark welche Gewichtung zb das einlesen von images speziell bei mir hat oder bei dir, oder bei Mister X?
Verstehst du auf was ich hinaus will?

Also mache ich doch einfach 2-3 Real tests mit relativ verbreiteten Anwendungsarten und tue diese 2-3 Ergebnisse kund dann kann der User sich informieren über die Synthetischen Ergebnisse und die realen Ergebnisse und sich so ein viel klareres Bild machen wie eine SSD Performt wenn vom starren Schema abgewichen wird.
#41
Registriert seit: 15.02.2011

Matrose
Beiträge: 16
hi
die diskussion hier erinnert mich an die diskussionen bzgl. schnellem oder langsamem ram. das sind die unterschied auch nur im unteren einstellligen prozentbereich und kaum bis nicht spürbar.
trotzdem schwören viele auf schnellen ram und empfehlen ihn auch entsprechend bei zusammenstellungen.
ich zB käme nie auf die idee für hochgetaktetetn ram mehr geld auszugeben als für standard ram. ich würde dann eher die menge erhöhen. allerding kommt mir eine langsame ssd wie sandisk nicht ins haus, hier muss es eine samsung sein.
fakt ist doch dass es immer eine kette ist, die wie schon richtig beschrieben auch von cpu, kernanzahl, takt und nicht zuletzt anwendungsfall abhängt. je mehr komponenten hier bremsen umso schlechter/spürbarer/verzögerter.
richtig ist auch, dass jeder der auf ein schnelles system aus ist wohl kaum immer zur langsamsten technologie/komponente greiffen wird, das wäre nicht zielführend. ob die high-end produkte die meist nur geringfügig besser sind aber den meist horenden mehrpreis rechtfertigen läßt sich wohl nur im produktiveinsatz messen bzw. vergleichen.
mfg
FB
#42
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12068
Es gibt auch bei SSDs eben einen Punkt wo man für einen recht guten Preis eine sehr anständige Performance bekommen, da liegt die 850 Evo und teils noch die Crucial BX100, die nun leider ausläuft und schon teils knapp und teurer geworden ist. Darunter geht man meist für wenig Einsparung viele Kompromisse ein die sich beim Kauf einer einzelnen SSD für die eigene Nutzung meist nicht lohnen. Da gibt es auch mal Ausnahmen, die SanDisk Ultra II in 960GB ist/war teils 30% günstiger als die 850 Evo 1TB und ist nicht so schlecht, dass man sie nicht auch nehmen könnte, wenn eben der Preis stimmt. Bei den kleineren Kapazitäten sieht das schon anderes aus, da spart man mit der Ultra II einfach zu wenig im Vergleich zu deutlich besseren 850 Evo.

Dann gibt es eben die neuen, schnellen nativen PCIe SSD, von denen nur die Intel 750 und die 950 Pro empfehlenswert sind, die anderen sind entweder OEM oder langsamer ohne billiger zu sein. Da gilt wie eigentlich immer im Leben, dass man für die letzten Prozente an Leistung überproportional viel bezahlen muss. Für diese SSDs braucht man auch das passende System und sollte nicht meinen mit einer Aufrüstung von einer guten SATA SSD dann wieder so einen Schub wie beim Wechsel von der HDD auf die SSD erleben zu können. Die PCIe SSDs machen lahmen Rechner keine flotten Beine, die sind die Krönung auf dem schon ohne Kompromisse zusammengestellen System mit einem aktuellen, schnellen i7 oder Xeon drin. Wer sich überlegen muss bei welcher Komponente er sparen muss um sie die PCIe SSD leisten zu können, der sollte schon eine ungewöhnlich Disk-I/O intensive Anwendung haben, damit das Sinn macht.

Das wird sich aber auch noch ändern, die Preise der PCIe SSDs werden auch fallen, wenn es auf dem Markt erst mehr Wettbewerb gibt und die Technik etabliertert ist. Noch sind die Aufpreise aber hoch und diese SSDs damit klar etwas für Enthusiasten die auch sonst viel Geld in gute, aktuelle HW investiert haben.
#43
customavatars/avatar109482_1.gif
Registriert seit: 01.03.2009
BW
Hauptgefreiter
Beiträge: 235
Gibt es schon informationen wann die ersten Consumer SSD´s mit Micron 3D-NAND erscheinen sollen ?
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