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ADATA XPG SX930 SSD mit 120 GB im Test

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Seite 2: Die ADATA XPG SX930 im Detail

Hardwareseitig kommt auf der ADATA XPG SX930 SSD der JMicron JMF670H-Controller zusammen mit klassischem, planarem MLC-Speicher zum Einsatz. Letzterer stammt von Micron und ist in 16 nm gefertigt. Das Versprechen von extremer Performance der SSD bekommt hier allerdings schon einen ersten Kratzer, denn der JMicron-Controller unterstützt lediglich vier Kanäle. Eine hohe Performance ist meistens erst ab acht Kanälen zu erwarten.

Der Speicher wird nicht von ADATA hergestellt, das Silizium kommt von Micron

Beim Speicher hat ADATA eine konservative Wahl getroffen, weder setzt man auf TLC-Speicher noch auf Speicher mit dreidimensionalem Aufbau. In diesem Zusammenhang ist nicht ganz klar, warum ADATA von „Enterprise MLC“ spricht. Es gibt zwar eine Enterprise-Variante von MLC, diese nennt sich eMLC und zeichnet sich durch eine wesentlich höhere Haltbarkeit gegenüber herkömmlichen MLC-Speicher aus. Doch ist eMLC auch um ein vielfaches teurer, sodass dieser Speicher niemals auf Consumer-Laufwerken zum Einsatz kommen wird. Die Begriffswahl ist hier sicher etwas unglücklich geraten, zumal auch normaler MLC-Speicher keinen Anlass zur Sorge gibt, was die Haltbarkeit des Laufwerks angeht.

JMicron-Controller und DRAM-Cache

Im Datenblatt der ADATA XPG SX930 findet sich ein Hinweis auf einen pSLC-Cache. Ausgeschrieben bedeutet das Pseudo-SLC-Cache und beschreibt einen Bereich im Speicher, der nur mit einem statt zwei Bits pro Zelle programmiert wird. Damit kann der Programmiervorgang wesentlich schneller ausgeführt werden, was direkt in einer höheren Performance mündet. Würden alle Zellen nur mit einem Bit programmiert werden, stünde jedoch nur die Hälfte der nominellen Kapazität zur Verfügung, weswegen nur ein gewisser Bereich im SLC-Modus angesprochen werden kann. Werden mehr Daten geschrieben oder befindet sich die SSD im Leerlauf, werden die Daten daher umkopiert, die Zellen also vollständig genutzt.

Der Pseudo-SLC-Modus ist keine Neuheit und kommt bereits seit längerem bei Laufwerken von OCZ zum Einsatz. Dort wird bis zu 50% der freien Kapazität für den Pseudo-SLC-Modus genutzt, bevor die Daten umkopiert werden. Beim Einsteiger Laufwerk OCZ Trion 100 ist dieser Bereich deutlich kleiner. Auch bei der ADATA XPG SX930 ist der Pseudo-SLC-Modus nur für einen kurzen Zeitraum aktiv, wie wir leicht mittels HDTach testen können:

sx930 hdtach

Bereits nach wenigen geschriebenen Gigabyte fällt die Schreibperformance von nicht ganz 400 MB/s auf ca. 160 MB/s. Im Alltag sollte dieses Verhalten nicht spürbar sein, lediglich wer viel mit großen Dateien arbeitet, könnte sich wundern, warum die Performance stellenweise stark einbricht.