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OCZ Trion 100 SSD mit 240 GB im Test

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Seite 2: Die OCZ Trion 100 im Detail

Die Trion 100 rundet das Produktportfolio von OCZ nach unten ab. Sortiert von Budget bis Power-User bietet OCZ damit jetzt folgende SSDs an: Trion 100, ARC 100, Vertex 460A, AMD Radeon, OCZ Vector 180 und das RevoDrive 350, wobei es sich bei letzterer um eine PCI-Express-SSD handelt. Auf allen SSDs von OCZ kommt inzwischen Flash-Speicher von Toshiba zum Einsatz, bisher in der in 19 nm gefertigten MLC-Variante. Auch haben wir bisher in jeder neuen OCZ SSD den hauseigenen Indilinx Barefoot-Controller gefunden, die Trion 100 bringt hier nun gleich zwei Neuerungen.

Für Einsteiger: Die Trion 100 ist die günstigste SSD von OCZ

Der Flashspeicher ist nach wie vor in 19 nm gefertigt und kommt von Toshiba, speichert jetzt aber 3 Bits pro Zelle (TLC). Der Speicher ist weiterhin planar aufgebaut, im Gegensatz zum 3D V-NAND, den Samsung inzwischen einsetzt. Wer die News im Bereich der SSDs verfolgt, wird mitbekommen haben, dass Samsung bei der 840 EVO über Monate große Probleme mit der Leseperformance von älteren Dateien hatte. Es hat mehrere Firmware-Updates gebraucht, um das Problem halbwegs in den Griff zu bekommen. TLC-Speicher mit 19-nm-Strukturgröße scheint eine große Herausforderung zu sein – es ist zu hoffen, dass OCZ die deutlich längere Zeit bis zur Markteinführung der ersten TLC-SSD genutzt hat, um ähnlichen Problem vorzubeugen. Davon ist auch auszugehen, denn Toshiba konnte bereits Erfahrung mit TLC-Speicher sammeln.

Die Platine füllt das Gehäuse nicht vollständig aus

Die zweite Neuerung betrifft den Controller, die OCZ Trion 100 setzt nicht auf den Barefoot-Controller, sondern auf einen Alishan getauften Controller von Toshiba. Dieser unterstützt den DEVSLP-Stromsparmodus, sodass das Laufwerk in diesem Zustand eine Leistungsaufnahme von lediglich 6 mW haben soll. Für Notebooknutzer ist das ein sehr wichtiges Kriterium, in Desktop-Rechnern spielt es keine Rolle. Eine Verschlüsselung gleich welcher Art unterstützt die Trion 100 nicht, hier muss wohl einfach die Distanz zum restlichen Produktportfolio gewahrt bleiben.

Die Haltbarkeit des Flashspeichers betreffend macht OCZ unterschiedliche Angaben je nach Kapazität. Das kleinste Modell ist für insgesamt 30 TB spezifiziert (TBW), was einer täglichen Schreiblast von 27 GB entspricht. Die Modelle mit 240, 480 und 960 GB sollen jeweils 60, 120 und 240 TB insgesamt bzw. 55, 110 und 219 GB pro Tag erreichen. Die typische Schreiblast in einem Desktopsystem liegt in praktisch keinem Fall über 20 GB pro Tag, sodass es hier keinen Grund zur Sorge gibt.

Die Trion 100 macht es deutlich: OCZ und Toshiba gehören zusammen

Wie jede OCZ-SSD ist auch die Trion 100 mit der bisher einzigartigen ShieldPlus-Garantie ausgestattet. Das Konzept dahinter ist es, einen Garantiefall für den Kunden so einfach wie möglich abzuwickeln. So kann man anhand der Seriennummer – eine Rechnung ist nicht notwendig – eine RMA beantragen und bekommt ein neues Laufwerk im Vorabtausch. Das alte Laufwerk wird dabei vom Paketdienst mitgenommen, sodass hier keine Versandkosten fällig werden. 

Bei der von OCZ zur Verfügung gestellten „SSD Guru“-Software handelt es sich um ein einfaches Werkzeug, um den Status der SSD zu überwachen, ein manuelles TRIM auszulösen, die Firmware zu aktualisieren und den korrekten Anschluss der SSD zu überprüfen, also ob die SSD an einem SATA-6 Gb/s-Port angeschlossen und der AHCI-Modus aktiviert ist. Außerdem lässt sich ein Report generieren, der an den Support von OCZ geschickt werden kann. Neben einer Windows-Version stellt OCZ auch eine Linux-Version des SSD Gurus bereit. Für Nutzer anderer Betriebssysteme oder für den Fall, dass das Betriebssystem gar nicht mehr starten sollte, gibt es außerdem eine bootbare Version der Software, sodass trotzdem eine schnelle Fehlersuche möglich ist. Auch die Firmware kann problemlos über die bootbare Version aktualisiert werden.

Da nach wie vor die Regel gilt, dass SLC-Speicher schneller ist als MLC, und MLC viel schneller ist als TLC, setzt auch die OCZ Trion 100 auf einen SLC-Cache bzw. Pseudo-SLC-Modus, um eine deutlich höhere Spitzenperformance bereitstellen zu können. Wir können dieses Verhalten mit dem folgenden HDTach-Benchmark analysieren:

trion100 hdtach

Die sequenzielle Schreibleistung von 450 MB/s wird nur für einen sehr kurzen Zeitraum gehalten, danach fällt die Schreibleistung auf 120-130 MB/s. Dieser Benchmark ist natürlich der Worst-Case für jede Art von Caching/Pseudo-SLC-Modus, denn gibt es Pausen zwischen den Schreibzugriffen, wird auch wieder die Spitzenperformance erreicht. Während sich der Pseudo-SLC-Modus bei anderen Laufwerken von OCZ immer auf 50% der Kapazität erstreckt, also das maximal Mögliche, wurde der Bereich bei der Trion 100 stark zusammengeschrumpft. Auch das ist wieder ein Tribut an die Produktdifferenzierung, die Trion 100 darf natürlich nicht schneller als die ARC 100 oder noch höher angesiedelte Produkte sein.