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Toshiba MG04ACA600E im Test

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Seite 5: Benchmarks: PCMark Vantage, PCMark 7

PCMark Vantage besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Zum einen wird die tatsächliche Geschwindigkeit des Systems ermittelt, in dem „echte“ Aktionen ausgeführt werden, z.B. Bild- und Textbearbeitung, Videowiedergabe uvm. – Hier ist es häufig schwer oder sogar unmöglich, einen Unterschied zwischen verschiedenen Laufwerken zu erkennen, denn diese Art von Benchmarks wird oft durch das restliche System (CPU, RAM, Grafikkarte) ausgebremst. Der HDD-Test von PCMark ist hingegen wieder eher synthetischer Natur, denn es werden nur sog. Traces abgespielt (aufgenommene Zugriffe beim Arbeiten mit verschiedenen Programmen). Angenommen, das restliche System würde eine SSD nicht limitieren, so würde die Leistung eines Systems mit den Ergebnissen des HDD Tests korrelieren – sofern man die gleichen oder wenigstens ähnliche Programme einsetzt wie bei der ursprünglichen Aufnahme der Traces. Die Ergebnisse des Gaming- und Music-Benchmarks weisen leider eine relativ hohe Schwankung auf. Bei beiden Tests ist eine eindeutige Aussage daher erst ab ca. 10% Unterschied der Ergebnisse möglich. Die Ergebnisse der anderen Tests sind deutlich besser reproduzierbar (mittlerer Fehler nicht mehr als 3%).

PCMark 7 ist der direkte Nachfolger der älteren Vantage-Version und ist, wie der Name bereits vermuten lässt, auf die Verwendung mit Windows 7 optimiert. Im Vergleich zum Vorgänger wurden die Benchmarks in andere Kategorien eingeteilt, wobei, abgesehen vom Storage-Benchmark, alle Tests wieder die reale Leistung des Systems ermitteln, indem neben der SSD (oder HDD) alle anderen Komponenten des Systems (CPU, Arbeitsspeicher, Grafikkarte) ebenfalls in die Tests mit einbezogen werden. Wer an allen Einzelheiten interessiert ist, dem sei das umfangreiche PCMark 7 Whitepaper (PDF) als Lektüre empfohlen.

Erfreulicherweise hat die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse im Vergleich zur Vorgängerversion enorm zugenommen, so unterscheiden sich die Punktzahlen bei mehreren Durchläufen fast immer um weniger als 0,5 Prozent. Dadurch ist es nun deutlich einfacher, Performance-Unterschiede zwischen mehreren HDDs auszumachen, die nicht nur einer Messschwankung geschuldet sind.

PCMark 7

Overall

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 7

Lightweight

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 7

Productivity

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 7

Creativity

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 7

Entertainment

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 7

Computational

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 7

System Storage

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 7

Secondary Storage

Punkte
Mehr ist besser

Entgegen den hervorragenden Ergebnissen unter HDTach und HDTune muss Toshibas MG04ACA600E bei der Benchmark-Suite deutlich Federn lassen. Die hier erreichten Resultate liegen durchweg unterhalb von Seagates Platzhirsch.

 

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 10.12.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 912
Bis auf den hohen Stromverbrauch eine tolle HDD, jetzt muß sie nur noch ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen
#2
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Registriert seit: 10.05.2001
Forumdeluxx
Admiral
Beiträge: 12194
Die Messung der Zugriffszeit ist nach wie vor falsch. HD-Tach unterstützt keine so großen Festplatten. Warum ihr dieses veraltete Stück Software immer noch einsetzt, obwohl mit einer aktuellen HD-Tune Pro Version eine bessere Alternative (auch für die Messung der Zugriffszeit) zur Verfügung steht, verstehe ich nicht. HD-Tach unterstützt maximal 2 TiB. Innerhalb dieses Kapazitätsfensters wird auch die Zugriffszeit ermittelt. Das bedeutet, je größer eine Festplatte ist, desto besser fällt die mittlere Zugriffszeit aus. Das ist im Grunde Short-Stroking. Für den Vergleich von Festplatten mit unterschiedlichen Kapazitäten ist das keinesfalls geeignet.

Wie oft soll man das eigentlich noch schreiben? Ich finde es zwar schön, dass nach und nach Kritiken am Testaufbau und -ablauf aufgenommen und abgestellt werden, aber warum nur Stück für Stück?
#3
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12093
Den Short-Stroke Effekt hat man ja bei fast allen Benchmark, von der Ermittlung der Lese- und Schreibraten bei HD Tune mal abgesehen. Schon die IOPS werden aber sicher auch nur über einen bestimmten, festgelegte LBA Bereich erfolgen, Tests wie PCMark oder auch das Booten von Windows belegen auch immer nur einen bestimmten Bereich von x GB und die liegen bei größeren Platten halt auf weniger Spuren als bei solchen mit weniger Kapazität und daher sind dort auch weniger und kürzere Kopfbewegungen nötig und die Daten können mit einer höheren durchschnittlichen Geschwindigkeit geschrieben und gelesen werden.

Wünschen würde ich mir bei einer Überarbeitung der HDD Tests neben dem Weglassen von HD Tach auch endlich mal die Veröffentlichung der Screenshot, wenigstens der von HD Tune.
#4
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Registriert seit: 10.05.2001
Forumdeluxx
Admiral
Beiträge: 12194
Holt, willst du damit etwa ausdrücken, dass die fehlerhafte Ermittlung der mittleren Zugriffszeit egal ist? Ist das dein Ernst? Die Ermittlung der "mittleren" Zugriffszeit hat immer über die gesamte Kapazität der HDD zu erfolgen. Andernfalls ist es witzlos.
#5
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Registriert seit: 19.02.2008
Bayern und Thüringen
Oberbootsmann
Beiträge: 976
Sind die Platten ohne 512B Emulation eigentlich schneller?
#6
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12093
Zitat Madnex;23518966
Holt, willst du damit etwa ausdrücken, dass die fehlerhafte Ermittlung der mittleren Zugriffszeit egal ist?
Nein, das will ich nicht, nur das der Effekt den HD Tach wegen seiner Einschränkung auch 32 Bit Adressen (2TiB bei 512Byte pro LBA, keine Ahnung ob es für 4kn überhaupt taugt) eben produziert letztlich auch die Ergebnisse der meisten anderen Benchmarks beeinflusst.

Zitat mueder joe;23521202
Sind die Platten ohne 512B Emulation eigentlich schneller?
Schneller als was? Schneller als die 4kn Versionen? Wohl kaum und wenn das Alignment der Partition nicht stimmt, auf jeden Fall langsamer. Falschen Alignment kann bei 4kn Platte übrigens nicht mehr passieren.
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