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G.Skill Phoenix Blade 480 GB PCIe SSD im Test

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Seite 10: Fazit

Die Performance der G.Skill Phoenix Blade SSD lässt sich nicht in einem Satz zusammenfassen, eine Differenzierung ist hier unbedingt notwendig. Bei den für den Alltag wichtigen Szenarien wie dem Lesen von kleinen Blöcken bei niedriger Anfragetiefe hat die Phoenix Blade SSD Probleme mit dem restlichen Testfeld mitzuhalten. Ganz anders sieht es aus, wenn die volle Parallelität des RAID-Verbunds genutzt werden kann, nämlich bei sequenziellen Datentransfers. Hier messen wir mit inkompressiblen Daten beim AS SSD Benchmark 1760 MB/s beim Lesen und 904 MB/s beim Schreiben. Damit übertrumpft die G.Skill Phoenix Blade SSD beim Lesen sogar die Samsung XP941 M.2-SSD, beim Schreiben sind die Laufwerke ungefähr gleichauf.

Insgesamt erreicht die Phoenix Blade SSD damit eine Alltagsleistung, die mit der SATA-SSD Plextor M6 PRO auf einem Niveau und damit im Mittelfeld angesiedelt ist. Nach wie vor gilt also die Regel, dass sich ein RAID-0-Verbund nicht lohnt, um Alltagsszenarien zu beschleunigen. Nur beim Arbeiten mit besonders großen Dateien, also z.B. beim Videoschnitt oder dem Bearbeiten von unzähligen Fotos kann man mit einem spürbaren Geschwindigkeitszuwachs rechnen.

Die G.Skill Phoenix Blade SSD ist schnell, aber nicht ohne Haken

Ist man zu dem Schluss gekommen, dass es eine PCI-Express-SSD sein soll, hat man die Qual der Wahl – eine optimale Lösung scheint es (noch) nicht zu geben. Die Plextor M6e erreicht selbst in der größten Version mit 512 GB nicht die sequenziellen Transferraten anderer PCI-Express-Lösungen, ist allerdings sehr benutzerfreundlich und in Alltagsszenarien schneller als SATA-SSDs. Die Samsung XP941 SSD ist bei den sequenziellen Transferraten sehr gut aufgestellt und besitzt auch bei Alltagsszenarien einen deutlichen Vorteil gegenüber SATA-SSDs, erfordert allerdings einen M.2-Slot auf dem Mainboard oder eine passende Adapterplatine. Das größte Manko ist jedoch, dass die XP941 nicht als Endkundenprodukt gedacht ist, sodass man keinerlei Support oder Garantieleistungen von Samsung erhält. Lediglich die gesetzliche Gewährleistung dem Händler gegenüber steht einem zu. Auch ist die Samsung XP941 nicht in jedem System bootfähig.

Die G.Skill Phoenix Blade SSD besitzt eine sehr hohe Leistung bei sequenziellen Zugriffen, ist bei der Alltagsleistung allerdings nur im Mittelfeld zu finden und deutlich langsamer als die oben genannten Laufwerke. Außerdem wird ein besonderer Treiber benötigt, sodass man hier unbedingt auf den Support des Herstellers angewiesen ist. Steht der Wechsel auf ein neues Betriebssystem an und G.Skill stellt keinen passenden Treiber zur Verfügung, lässt sich die Phoenix Blade SSD nicht mehr nutzen. Mit einer dreijährigen Herstellergarantie steht man im Problemfall bei der G.Skill Phoenix Blade SSD besser da als bei der Samsung XP941, die Konstruktion aus vier in ein RAID-Verbund geschalteten Laufwerken ist in Sachen Zuverlässigkeit den anderen Laufwerken allerdings von vornherein deutlich unterlegen.

Bei all diesen Betrachtungen haben wir uns noch nicht den Preis angeschaut: Mit knapp 600 Euro ist die G.Skill Phoenix Blade SSD im Vergleich zu SATA-SSDs natürlich sehr teuer, die Crucial MX100 512 GB ist bereits für weniger als 180 Euro zu haben, eine High-End SATA-SSD wie die beispielsweise die Samsung 850 PRO liegt bei 286 Euro. Bei den PCI-Express-SSDs ist die Samsung XP941 512 GB derzeit mit knapp 490 Euro gelistet – allerdings nicht lieferbar. Am günstigsten ist die Plextor M6e mit gut 380 Euro für 512 GB Speicherplatz.

Positive Aspekte der G.Skill Phoenix Blade 480 GB PCIe SSD:

  • Sehr hohe sequenzielle Transferraten
  • Kaum Performanceverlust unter starker Last
  • TRIM-fähig
  • Bootfähig

Negative Aspekte der G.Skill Phoenix Blade 480 GB PCIe SSD:

  • Durchschnittliche Alltagsperformance
  • RAID-Controller erfordert zusätzlichen Treiber
  • Aufwendige, fehleranfällige Konstruktion
 

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Kommentare (10)

#1
Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6376
Netter Test, wobei ich mich fragen muss.: Warum Toshiba Chips `?
#2
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Registriert seit: 02.01.2004
Südhessen
Redakteur
Moderator
Beiträge: 10072
Was ist denn falsch mit Toshiba?
#3
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12090
Eben die Sandforce sind mit den Toshiba NAND schon immer sehr gut klar gekommen und auch schnell.

Neben der Preis ist vor allem der exotische RAID Controller und die damit verbundene Treiberfrage das Hauptproblem. Es ist eben eine altmodische Bauweise statt eines nativen PCIe Controllers einen RAID Controller und normale SATA SSD Controller zu verwenden.

Ein RAID 0 mit TRIM kann man auch an einem Intel Z97 selbst realisieren, da hat man freie Wahl bei den SSD wenn man das möchte und kommt ungleich günstiger weg, bessere seq. Leseraten wird man aber wegen des DMI Flaschenhalses nicht bekommen.
#4
Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6376
Zitat DoubleJ;22919140
Was ist denn falsch mit Toshiba?

Nichts sonst hätte ich keine Toshiba HDD im Rechner Werkeln. Baut G.Skill nich eigene Chips ?
#5
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Registriert seit: 16.01.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 361
Es gibt nur wenige Hersteller von Flash (und auch RAM) Chips. Dazu zählen Samsung, Micron(Crucial)/Intel, Toshiba/SanDisk und SK Hynix (rein zufällig sind das auch die größten DRAM Produzenten ;) ).

Es mag Chips mit dem Label "G.Skill" geben, aber bei denen weiß man nicht, ob sie von der Resterampe eines der großen Produzenten gefallen oder doch nur Ausschuss eines Resteverwerters
(z.B. ist SpecTek eine Tochterfirma von Micron, die gewöhnlich die Reste der Mutter unter eigenem Label verkauft) sind.

Daher ist es immer besser auf eine SSD eines Herstellers mit eigener Flashfertigung zu setzen.
Die Samsung XP941 zeigt ja, wohin die Reise geht (noch ohne NVMe) und das ohne RAID0 Problematik.
#6
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Bootsmann
Beiträge: 667
Zitat CHAOSMAYHEMSOAP;22919747
Die Samsung XP941 zeigt ja, wohin die Reise geht NVMe und das ohne RAID0 Problematik.


Die Samsung XP941 zeigt, daß Samsung der UAX-Controller schon ganz gut gelungen ist. Und wie man schon sehen konnte, wird der nachfolgende UBX-Controller da noch ordentlich was draufsatteln und die Bandbreite von 4x PCIe schon ziemlich stark auslasten.
Diese PCIe-Karten mit RAID-Controller und SATA-SSDs drauf sind einfach Technik von gestern, die man sich nicht mehr antun sollte.

Was jetzt noch fehlt ist ein ordentliches UEFI-Update, das von so einer SSD booten kann, für alle "X"-Boards zurück bis zum X58...
Das würde den Markt für M.2-PCIe-SSDs deutlich vergrößern.
#7
Registriert seit: 07.04.2014

Hauptgefreiter
Beiträge: 156
Ich hab mir das Ding gegönnt und bin sehr glücklich damit, auch wenn sie es nicht nur Vorteile gibt.
Natürlich ist es immer eine Frage der Nutzung. Ich habe sehr viel mit großen Dateien zu tun.

...die AS SSD (Gesamt) Score ist aber nicht zu verachten.
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#8
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12090
Wenn Du schon den Screenshot von CrystalDiskInfo postest, dann ziehe doch bitte das Fenster so weit auf, dass man alle Attribute sehen kann, also keine Scrollbalken mehr zu sehen sind.
#9
Registriert seit: 10.11.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 392
Sandfurz... OMG? Kann mir jemand erklären WARUM man auf diese Chipfamilie immer noch setzt?
#10
Registriert seit: 07.04.2014

Hauptgefreiter
Beiträge: 156
sorry
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