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Plextor M6 PRO SSD mit 256 GB im Test

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Seite 11: Fazit

Mit einem Blick auf die Benchmark-Ergebnisse stellen wir fest, dass die Plextor M6 PRO performancemäßig zu den High-End-Laufwerken gezählt werden kann. Dominiert wird die Rangliste ganz klar durch PCI-Express-Laufwerke, doch diese spielen natürlich in einer anderen Liga als SATA-SSDs. Wer den Vorgänger in Form der M5 PRO besitzt, bekommt keinen Anreiz für ein Upgrade – beide Laufwerke sind praktisch gleichschnell. Der Samsung SSD 850 PRO kommt die Plextor M6 PRO zwar nahe, das Samsung-Laufwerk behält jedoch die Oberhand. Vom Vorgänger übernommen hat die Plextor M6 PRO die unterdurchschnittliche Performance bei starker Belastung. Von einem Einsatz in einer nicht-TRIM-fähigen Umgebung ist daher dringend abzuraten.

Was die Versorgung mit Flashspeicher angeht, ist Plextor als Drittanbieter abhängig von anderen Herstellern. Man verspricht jedoch ausschließlich auf 19 nm MLC-Speicher von Toshiba zu setzen. Während andere Hersteller schon dabei „erwischt" wurden, nachträglich den Speichertyp zu ändern, hat sich Plextor in dieser Hinsicht noch nichts zu Schulden kommen lassen. Auch sonst hat es in der Vergangenheit mit Plextor-Laufwerken praktisch keine Probleme gegeben, die eigene Firmware-Entwicklung scheint sich zu lohnen.

Die Plextor M6 PRO: Gut, aber teuer.

Doch selbstverständlich bezahlt man für all das auch einen entsprechenden Preis: Die von uns getestete Version mit 256 GB ist erst ab 135 Euro zu bekommen. Die aktuelle Preis-Leistungs-Referenz Crucial MX100 kostet knapp 90 Euro und ist damit deutlich günstiger, kommt allerdings auch mit zwei Jahren weniger Garantie. Die Samsung 850 PRO ist mit mindestens 152 Euro noch einmal deutlich teurer, kommt wiederum mit zehn Jahren Garantie und dem momentan am weitesten entwickelten Flash-Speicher in Form von 3D V-NAND. Als weitere mögliche Alternative bliebe noch die OCZ ARC 100, die zur Zeit mit 110 Euro spürbar günstiger ist, wie die Crucial MX100 allerdings nur mit drei Jahren Garantie kommt – dafür beinhaltet die „Shield Plus"-Garantie von OCZ einen Vorabtausch und die Versandkostenübernahme durch OCZ.

Die PlexTurbo Caching-Software können wir leider nicht als zusätzliches Kaufargument durchgehen lassen, da sie nach unseren Tests im Alltag keinen spürbaren Vorteil bringt. Zwar lassen sich bei einfachen Benchmarks sequenzielle Transferraten messen, die selbst PCI-Express-SSDs nicht erreichen, doch scheint die Caching-Software vor den weit komplexeren Zugriffsmustern, die im Alltag auftreten, zu kapitulieren. Allerdings bietet hier noch kein Hersteller eine überzeugende Lösung an und es besteht die Möglichkeit, dass wir unser Urteil mit zukünftigen Versionen der Software revidieren müssen.

Zusammengefasst ist die Plextor M6 PRO ein schnelles und hochwertiges Laufwerk. Leider leidet das Laufwerk unter dem gleichen Problem wie alle Laufwerke von Herstellern, die keine eigene Fertigung für Flashspeicher besitzen – nämlich einem hohen Preis.

Positive Aspekte der Plextor M6 PRO:

  • Unterstützung für den DEVSLP-Energiesparmodus
  • Gute Alltagsperformance
  • Fünf Jahre Garantie

Negative Aspekte der Plextor M6 PRO:

  • PlexTurbo Caching-Software bringt im Alltag keinen Geschwindigkeitsvorteil
  • Unterdurchschnittliche Langzeitperformance

 

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 10.12.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 912
Eigentlich sind die Plextoren für ihre gute Garbage Collection bekannt. Meine M5S lief lange Zeit mit XP und war eigentlich immer schnell.
#2
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Registriert seit: 21.05.2007
Wien
Kapitän zur See
Beiträge: 3408
Es wird Zeit für sata-express!
#3
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Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 7741
PlexTurbo bringt erwartungsgemäß, genau wie die Funktion von Samsung, nichts. Man kann sich allerdings in synthetischen Benchmarks an ein paar utopischen Werten erfreuen. Ich hatte die Funktion bei meiner Samsung 840 eine Weile laufen und sie dann abgeschaltet. Man hat gar nichts gemerkt, lediglich mehr Arbeitsspeicher war danach frei. :)
#4
Registriert seit: 26.05.2014

Banned
Beiträge: 119
Der Nutzen derartiger Zwischenspeicher erfordert Sachkenntnis beim Anwender. Beim Systemlaufwerk macht das keinen Sinn. Wenn man aber aktuelle Daten eingibt oder bearbeitet, die man am gleichen Tag noch vielmals vom gleichen PC oder von anderen PCs anfassen will, dann ist das sehr nützlich. Das hat man aber schon vor 20 Jahren als Entwickler selbst so gemacht. Leider hatten wir damals nicht so viel Ram.

Witze rund um den Computer
"Chef zu seinem Angestellten: "Wir brauchen auch eine SQL-Datenbank!"
Angestellter denkt:'Weis er wovon er spricht oder hat er das nur
wieder irgendwo aufgeschnappt ?' und sagt:"Ok, welche Farbe soll sie
denn haben ?" Chef:"Nun, ich denke Flieder hat das meiste RAM !"
(c) Dilbert"

https://www.google.de/search?q=dilbert+flieder++ram
#5
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9431
@Peter123x: Naja, heute ist es aber so dass z.B. Windows selbst schon efektives "caching" betreibt.
Da nützt es nicht wirklich wenn die SSD das selbst auch noch macht. Im schlimmsten Falll ist das kontraproduktiv wenn OS und SSD die selben Daten cachen und damit insgesamt weniger Daten schnell zugriffsbereit sind...
#6
Registriert seit: 26.05.2014

Banned
Beiträge: 119
Ja. Und die Datenbänke machen das sehr wahrscheinlich jetzt auch selbst.

Aber der Test ist etwas dumm gelaufen. Man hätte nach Szenarien suchen sollen, bei denen der Cache etwas bringt. Einfach mal Plextor nach dem entsprechenden Benchmarkprogramm fragen, was das tut und bei welchen realen professionellen Anwendungen das etwas bringt. Damit wäre etwaigen Käufern mehr geholfen. Und wenn Plextor dann keine plausible Antwort geben kann...
#7
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Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 7741
Das ist ein normales Endkundenprodukt und die Software dient dazu, besonders tolle Benchmarkergebnisse zu produzieren. Das macht Samsung genauso und ich habe meine Zweifel, dass ein Geschäftskunde diese Software nutzen würde. Das es für RAMdisks Anwendungszenarien gibt, ist ein anderes Thema, da ist man dann aber nicht auf die Beigabesoftware einer SSD angewiesen.
#8
Registriert seit: 26.05.2014

Banned
Beiträge: 119
Zitat Krümelmonster;22614565
und die Software dient dazu, besonders tolle Benchmarkergebnisse zu produzieren.


Naja, das ist doch aber voll nach hinten los gegangen. Ich glaube erst mal nicht, dass jemand so blond ist. Eine Frage (an Plextor) ist doch keine Klage. Ich denke an meinen Bekannten, der massenhaft Videos macht. Vllt wäre das etwas für ihn. Aber der will nicht mal eine SSD. Er sagt, dass er die Parameter festlegt und dass der PC im Hintergrund rendert oder was, während er ein Ballerspiel...Naja.
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