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Plextor M6 PRO SSD mit 256 GB im Test

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Seite 2: Die Plextor M6 PRO im Detail

Nachdem wir das Gehäuse der Plextor M6 PRO geöffnet haben, können wir sofort alle Komponenten identifizieren. Der Controller stammt von Marvell, es handelt sich um das 9187-Modell. Der gleiche Controller kam auch schon auf der M5 PRO zum Einsatz. Der aktuellste Controller von Marvell ist das inzwischen nicht mehr, auf der Crucial MX100 haben wir bereits den Marvell 9189 gesehen. Der Flash-Speicher stammt – ebenfalls wie bei der M5 PRO – von Toshiba. Im Gegensatz zur M5 kommt jetzt allerdings die zweite Generation des in 19 nm gefertigten MLC-Speichers zum Einsatz. Abgerundet wird die Hardware durch einen 512 MB großen DRAM-Cache von Hynix.

Die Plextor M6 PRO mit auffälliger Farbgebung in Rotgold

Bei der Vorstellung der M6 PRO wurde seitens Plextor besonders auf die neue PlexTurbo-Technik Wert gelegt. Dabei handelt es sich um eine Software-Lösung, die den Arbeitsspeicher des Rechners als Cache für die SSD nutzt und so die Performance erhöhen soll. Besonders kritisch bei jeglicher Art von Cache ist natürlich immer das Verhalten bei einem ungeplanten Stromausfall: Je größer die zwischengespeicherte Datenmenge, desto größer auch der potentielle Schaden.

Wie immer hat man auch bei einem Cache die Qual der Wahl, in diesem Fall zwischen Write-Through und Write-Back. Im ersten Fall wird gleichzeitig in den Cache und auf die SSD geschrieben, die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlusts steigt bei einem Stromausfall nicht an. Dafür wird die Schreibgeschwindigkeit natürlich auch wieder durch die SSD limitiert und man erfährt beim Schreiben keinen Geschwindigkeitszuwachs. Bei einem Write-Back-Cache steigt auch die Geschwindigkeit beim Schreiben, dafür können bei einem Stromausfall alle Daten, die nur im Cache, aber noch nicht auf der SSD liegen, verloren gehen.

Plextor setzt bei der M6 PRO auf Komponenten von Marvell und Toshiba

Plextor redet in Zusammenhang mit PlexTurbo nun von einer sogenannten Write Trough Plus Technology (WTP) – man möchte also die Vorteile aus beiden Welten ohne die Nachteile. Ohne genauere Details zu nennen verspricht Plextor für WTP die gleiche Schreibperformance wie bei einem reinen Write-Through-Cache, gleichzeitig soll aber die Datenintegrität zu einem höheren Grad gewährleistet sein. Aktiviert wird PlexTurbo über die PlexTools mit einem einfachen Klick und einem Neustart des Rechners. Welche Performancesteigerungen durch PlexTurbo im Alltag zu erwarten sind, untersuchen wir auf der nächsten Seite.

 

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 10.12.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 912
Eigentlich sind die Plextoren für ihre gute Garbage Collection bekannt. Meine M5S lief lange Zeit mit XP und war eigentlich immer schnell.
#2
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Registriert seit: 21.05.2007
Wien
Kapitän zur See
Beiträge: 3410
Es wird Zeit für sata-express!
#3
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Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 7751
PlexTurbo bringt erwartungsgemäß, genau wie die Funktion von Samsung, nichts. Man kann sich allerdings in synthetischen Benchmarks an ein paar utopischen Werten erfreuen. Ich hatte die Funktion bei meiner Samsung 840 eine Weile laufen und sie dann abgeschaltet. Man hat gar nichts gemerkt, lediglich mehr Arbeitsspeicher war danach frei. :)
#4
Registriert seit: 26.05.2014

Banned
Beiträge: 119
Der Nutzen derartiger Zwischenspeicher erfordert Sachkenntnis beim Anwender. Beim Systemlaufwerk macht das keinen Sinn. Wenn man aber aktuelle Daten eingibt oder bearbeitet, die man am gleichen Tag noch vielmals vom gleichen PC oder von anderen PCs anfassen will, dann ist das sehr nützlich. Das hat man aber schon vor 20 Jahren als Entwickler selbst so gemacht. Leider hatten wir damals nicht so viel Ram.

Witze rund um den Computer
"Chef zu seinem Angestellten: "Wir brauchen auch eine SQL-Datenbank!"
Angestellter denkt:'Weis er wovon er spricht oder hat er das nur
wieder irgendwo aufgeschnappt ?' und sagt:"Ok, welche Farbe soll sie
denn haben ?" Chef:"Nun, ich denke Flieder hat das meiste RAM !"
(c) Dilbert"

https://www.google.de/search?q=dilbert+flieder++ram
#5
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9451
@Peter123x: Naja, heute ist es aber so dass z.B. Windows selbst schon efektives "caching" betreibt.
Da nützt es nicht wirklich wenn die SSD das selbst auch noch macht. Im schlimmsten Falll ist das kontraproduktiv wenn OS und SSD die selben Daten cachen und damit insgesamt weniger Daten schnell zugriffsbereit sind...
#6
Registriert seit: 26.05.2014

Banned
Beiträge: 119
Ja. Und die Datenbänke machen das sehr wahrscheinlich jetzt auch selbst.

Aber der Test ist etwas dumm gelaufen. Man hätte nach Szenarien suchen sollen, bei denen der Cache etwas bringt. Einfach mal Plextor nach dem entsprechenden Benchmarkprogramm fragen, was das tut und bei welchen realen professionellen Anwendungen das etwas bringt. Damit wäre etwaigen Käufern mehr geholfen. Und wenn Plextor dann keine plausible Antwort geben kann...
#7
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Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 7751
Das ist ein normales Endkundenprodukt und die Software dient dazu, besonders tolle Benchmarkergebnisse zu produzieren. Das macht Samsung genauso und ich habe meine Zweifel, dass ein Geschäftskunde diese Software nutzen würde. Das es für RAMdisks Anwendungszenarien gibt, ist ein anderes Thema, da ist man dann aber nicht auf die Beigabesoftware einer SSD angewiesen.
#8
Registriert seit: 26.05.2014

Banned
Beiträge: 119
Zitat Krümelmonster;22614565
und die Software dient dazu, besonders tolle Benchmarkergebnisse zu produzieren.


Naja, das ist doch aber voll nach hinten los gegangen. Ich glaube erst mal nicht, dass jemand so blond ist. Eine Frage (an Plextor) ist doch keine Klage. Ich denke an meinen Bekannten, der massenhaft Videos macht. Vllt wäre das etwas für ihn. Aber der will nicht mal eine SSD. Er sagt, dass er die Parameter festlegt und dass der PC im Hintergrund rendert oder was, während er ein Ballerspiel...Naja.
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