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Angelbird SSD wrk 512 GB im Test

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Seite 10: Fazit

Eine endgültige Bewertung der Angelbird SSD wrk fällt an dieser Stelle nicht leicht. Wie in der Einleitung erwähnt, zielt Angelbird weniger auf die Masse als auf einen Nischenmarkt, der aus Anwendern besteht, die gerne bereit sind, für eine höhere Qualität mehr Geld auszugeben und „heimische" Produkte bevorzugen. Den abschließenden Beweis der versprochenen Qualität bleibt Angelbird natürlich noch schuldig, wie zuverlässig eine SSD über lange Sicht arbeitet, ist in einem Artikel dieser Form nicht zu ermitteln.

Warum Angelbird die SSD wrk nur mit einer dreijährigen Garantie ausstattet, ist deshalb auch etwas unverständlich. Während drei Jahre im Einstiegs- und Mainstream-Segment durchaus üblich sind, und man erst im Highend-Bereich fünf oder sogar zehn Jahre erhält, möchte sich Angelbird doch genau vom restlichen Feld absetzen – eine fünfjährige Garantie wäre sicherlich möglich gewesen und würde zusätzliches Vertrauen schaffen.

Die Angelbird SSD wrk wird in Österreich hergestellt

Eine definitive Aussage können wir an dieser Stelle nur über die Performance treffen. Der verwendete Controller besitzt lediglich vier statt wie üblich acht Kanäle und lässt die SSD wrk damit im unteren Mittelfeld rangieren. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die tatsächlichen Unterschiede im Alltag viel kleiner sind, als es Benchmarks suggerieren. Vermutlich würden viele Nutzer bei den meisten Anwendungen keinen Unterschied zwischen der schnellsten und langsamsten SSD feststellen können, wenn sie nicht wüssten, welches Laufwerk sie gerade benutzen. Nichtsdestotrotz profitiert man in dem einen oder anderen Szenario natürlich von einer schnelleren SSD.

Zusammenfassend halten wir fest: Die Angelbird SSD wrk hat sicherlich ihre Daseinsberechtigung. Eine allgemeine Kaufempfehlung auszusprechen ist aufgrund des Nischen-Charakters kaum möglich, allerdings wird sie sicherlich ihre Käufer finden. Es gibt keinen Grund, der gegen den Kauf der Angelbird SSD wrk spricht, so man denn von „Made in Austria"-Konzept und -Alleinstellungsmerkmal überzeugt ist.

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 74,92 Euro für 128 GB, 124,92 Euro für 256 GB und 241,58 Euro für die größte Version mit 512 GB. Zum Vergleich: Die performancemäßig bessergestellte Crucial MX100 ist bereits ab 57,92 Euro (128 GB), 89,89 Euro bzw (256 GB) bzw. 169,75 Euro (512 GB) zu haben - mit Blick auf das "Made in Austria"-Label der Angelbird SSD wrk ist der Unterschied aber nicht überraschend. 

Positive Aspekte der Angelbird SSD wrk:

  • Flash-Speicher ausschließlich von Micron
  • Umfangreicher Support durch Angelbird
  • „Made in Austria"

Negative Aspekte der Angelbird SSD wrk:

  • Mittelmäßige Performance
 

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Kommentare (27)

#18
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Registriert seit: 02.01.2004
Südhessen
Redakteur
Moderator
Beiträge: 10072
Hier gibt es ein Video der Fertigungsanlage:

https://www.youtube.com/watch?v=XXhJ1W-ymuI
#19
Registriert seit: 18.05.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 7625
Ganz doll:o
#20
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Registriert seit: 01.01.2010
München
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 385
Zitat PussyCat;22539702
nur dumm schwätzer und Pubnasen hier ?

Die Firma ist groß geworden mit MSATA/SSD und Umbau Kits für Mac damals nur Apple Produkte gibt es schon ewig.


Fragt sich wer hier der Dummschwätzer ist, die Firma Angelbird wurde 2011 gekründet also kann hier von groß geworden keine Rede sein und z.B. die Wings PCIe trägt wohl sicher nicht zum groß werden bei
#21
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12072
Zitat Mr.Mito;22540003
Wieso sind die NANDs nicht voll von Micron gelabert? Keine fTT oder hat Micron wa das geändert?
Das dürfte wohl entweder kein Tier1 oder nicht von Micron selbst gebinnt worden sein, obwohl sie ja behaupten der Speicher würde direkt von Micron bezogen. Klar, aber das stimmt ja auch, wenn er als ganzer Wafer oder Restwafer eingekauft und dann selbst gebinnt wird. Eine sinnvolle Aussage wäre es, wenn man behaupten würde von Micron Tier1 gebinnte NANDs Chips zu beziehen, aber die hätten das Logo von Micon drauf.

Zitat Mr.Mito;22540003
Es bleibt also eine mittelmäßige SSD mit 0815 Garantiedauer zu einem gesalzenen Preis.
Aber mit einem solide gemachten Gehäuse :D
#22
Registriert seit: 18.05.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 7625
:D wenigstens das. ^^
#23
Registriert seit: 24.01.2010
Bielefeld
Stabsgefreiter
Beiträge: 296
Zitat Holt;22540168


Aber mit einem solide gemachten Gehäuse :D

Welches dann im PC Gehäuse verschwindet.:bigok:
#24
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12072
Ja, aber Du weißt was für ein schönes Gehäuse da drin steckt und freust Dich dann den ganze Tag und in den schlaflosen Stunden auch nachts darüber :banana:
#25
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Registriert seit: 03.07.2001
127.0.0.1
Admiral
Altweintrinker
Beiträge: 25267
Zitat
Klar, aber das stimmt ja auch, wenn er als ganzer Wafer oder Restwafer eingekauft und dann selbst gebinnt wird.

Was sollen denn "Restwafer" sein? Wäre mir neu, wenn überhaupt ganze Wafer angekauft werden.

Meist du einfach uTT Ware, wie bei DRAM auch? "Fertig" ist die trotzdem, nur ungetestet.
#26
Registriert seit: 16.02.2003

Kapitän zur See
Beiträge: 3388
Also ich finde das Produkt jetzt von den Specs her nicht so schlecht. Und ich muss auch gestehen, das "Made in Austria" mal was anderes ist als "Made in China" (was man ja mittlerweile auf 98% der Produkte findet.

Qualität (Verarbeitungsqualität) bei SSDs z.B. ist ja im Grunde vollkommen uninteressant. Das Teil wird irgendwo in den Rechner geschnallt, Deckel zu und Ende.
Dennoch muss ich sagen, das ich von der Verarbeitungsqualität der heutigen SSDs echt etwas erschrocken bin. Ich habe hier noch eine Samsung 470 (256GB) aus 12/2010. Das war meine erste SSD für damals noch richtig viel Geld. Die Verarbeitung ist echt top, da hat sich Samsung nicht lumpen lassen. Dagegen sind die heutigen EVOs und Crucial M500/M550/MX100 richtige Klappermühlen (vom Gehäuse her). Aber egal, wie gesagt, bei SSDs kommt es darauf nicht an. Ich sagte ja schon, Klappe auf, SSD rein und Klappe zu.
Nur rein von der Qualität her wird es ein Pendant zur Samsung 470 nicht mehr geben, denke auch das die Kosten viel zu hoch sind. Dafür gibt's nun SSD in Klapper und Schwabbel-Gehäusen.

Wobei mittlerweile ja fast jeder in China produzieren lässt und die Voraussetzungen dort auch getroffen sind.
Der Preis von Angelbird ist natürlich um einiges höher und müsste noch sinken, damit dieses Produkt überhaupt wettbewerbsfähig wird. Ich denke der Preis wird auch noch sinken, WENN denn dieses Produkt überhaupt den Weg in den deutschen Handel finden wird.
Das der Preis nicht auf einem Level mit Crucial oder Samsung stehen wird, das ist eigentlich klar. Dafür dürften die Produktionskosten (Österreich) und auch die Mehrwertsteuer (Österreich) ihren Teil zu beitragen. Es ist sicherlich ein gewagtes Unterfangen ein solches Projekt zu starten. Und ich bin echt mal interessant, wie es sich entwickelt, vermute aber auch eher das es ein Nischenprodukt sein und bleiben wird.
#27
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12072
Na die Mehrwertsteuer wird ja wohl auch in Österreich auf alle Produkte gelten, egal ob einheimisch oder importiert, wobei die einheimischen bei den Zöllen eher im Vorteil sein dürften, aber ob auf SSD, Controller und NANDs Zölle anfallen wie viel das jeweils ist, weiß ich nicht.
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