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SanDisk Extreme PRO 480 GB SSD im Test

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Seite 2: Die SanDisk Extreme PRO im Detail

Das Öffnen der SanDisk Extreme PRO fördert keine Überraschungen zu Tage: Der Flashspeicher auf MLC-Basis ist in 19 nm gefertigt und stammt von SanDisk, wobei es sich um die zweite Generation des 19 nm-Verfahrens handelt. Der Controller stammt wie schon in der SanDisk Extreme II von Marvell, die genaue Modellbezeichnung lautet 9187, sodass der Controller hardwareseitig sogar genau der gleiche ist. Sicherlich hat SanDisk die Firmware der Extreme PRO im Gegensatz zur Extreme II weiter optimiert.

Die SanDisk Extreme PRO: Mit nCache auf den ersten Platz?

Der Cache stammt von Micron, es handelt sich um einen ein Gigabyte großen DDR3-1600 Baustein, der für die Zwischenspeicherung von Daten verantwortlich ist. Ebenfalls ein alter Bekannter ist die von SanDisk „nCache" genannte Technik. Dabei kommt zwischen MLC-Speicher und DRAM-Cache eine weitere Cache-Ebene in Form von SLC-Speicher zum Einsatz. Der SLC-Speicher liegt nicht in Form von separaten Speicherbausteinen vor, es wird ein Teil des MLC-Speichers im pseudo-SLC-Modus betrieben. Das heißt, dass von den möglichen zwei Bits lediglich eins verwendet wird, womit sich der Speicher im Prinzip wie „echter" SLC-Flash verhält.

ncache

Die genaue Größe des nCache ist nicht bekannt, allerdings verhält sich der Zwischenspeicher sehr selektiv im Vergleich zu Samsungs TurboWrite-Cache, der ebenfalls auf einen pseudo-SLC-Bereich setzt, mit bis zu 12 GB Größe (beim 1 TB-Modell) allerdings sämtliche Schreibanfragen zwischenspeichert, sodass man kurzfristig signifikant höhere sequenzielle Schreibraten messen kann. Bei SanDisk ist dies nicht der Fall. Wie groß die Auswirkung des nCache auf die Performance tatsächlich ist, ist daher schwer zu beziffern.

SanDisk besitzt eine eigene Produktion für Flashspeicher, muss Controller und Cache aber einkaufen

Inzwischen gehört es zum guten Ton, für die eigenen SSDs auch eine passende Software anzubieten. SanDisk macht hier mit dem „SSD Dashboard" keine Ausnahme und liefert über die Software nicht nur Angaben zum aktuellen Zustand der SSD, sondern bietet auch die Möglichkeit einer Echtzeitüberwachung der gelesenen und geschriebenen Datenmengen. Des Weiteren bietet das SSD Dashboard Funktionen, um ein manuelles TRIM auszulösen, die Firmware zu aktualisieren oder das Laufwerk sicher zu löschen (Secure Erase).