> > > > LaCie Little Big Disk Thunderbolt 2 im Test

LaCie Little Big Disk Thunderbolt 2 im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 3: Lautstärke, Stromverbrauch und Fazit

 

Noch ein paar Worte zum Stromverbrauch und der Lautstärke. Laut den Spezifikationen von Thunderbolt können über das Kupferkabel bis zu 10 Watt an elektrischer Leistung übertragen werden. Kleine externe Speichersysteme können also über das Thunderbolt-Kabel mit Strom versorgt werden. Die Little Big Disk Thunderbolt 2 benötigt allerdings eine externe Stromversorgung und macht daher auch ein externes Netzteil nötig. Dieses zieht unter Last bis zu 11,5 Watt. Ob auch eine Versorgung über das Thunderbolt-Kabel erfolgt, konnten wir nicht messen. In jedem Fall ist die Leistungsaufnahme zu hoch, um die Little Big Disk Thunderbolt 2 nur über das Thunderbolt-Kabel zu versorgen.

LaCie verbaut im massiven Aluminium-Gehäuse einen kleinen Lüfter, der uns bei der Ankündigung des Speichers etwas Sorgen bereitete. Die Praxis aber zeigt: Erst nach mehrminütiger Dauerlast heizt sich das Gehäuse derart auf, dass der Lüfter die Kühlung unterstützen muss. Unter Dauerlast verstehen wir an dieser Stelle theoretische Belastungen über Benchmark-Tools (z.B. von Blackmagic), die während eines Videoschnitts oder einer einfachen Datenübertragung in dieser Form nicht auftreten. Nach einigen Minuten Videoschnitt in 4K-Auflösung drehten sowohl der Lüfter in der Little Big Disk Thunderbolt 2 als auch die beiden im MacBook Pro auf und letztgenannte waren deutlich lauter. Insofern sehen wir hier keine größeren Probleme durch übermäßige Lärmbelastung.

Fazit

 

Durch den Einsatz zweier PCI-Express-SSDs, die per Thunderbolt 2 angebunden sind, ist aktuell für ein externes Speichersystem wohl kaum mehr an Leistung aus solch einer Lösung herauszuholen. So lautet wohl die kurze Zusammenfassung der Little Big Disk Thunderbolt von LaCie. Bis zu 1.400 MB pro Sekunde für das Lesen und 1150 MB pro Sekunde für das Schreiben von Daten sind Werte, die wir allenfalls von Desktop-SSDs kennen, die sich auf einem PCI-Express-Steckplatz auf dem Mainboard befinden. Vergleichswerte zu anderen Thunderbolt-2-Speichersystemen haben wir noch nicht und so muss sich die Vorgänger-Generation an unterschiedlichsten Laufwerken messen lassen.

Wie nicht anders zu erwarten ist, werden alle zuvor getesteten Thunderbolt-Lösungen geschlagen. Einzig das 5big-System, ebenfalls von LaCie und mit fünf Festplatten in einem RAID0, kann der Little Big Disk Thunderbolt 2 die Stirn bieten, dann läuft das kleine Speicherwunder aber nur im RAID1. Derzeit ist die Little Big Disk also konkurrenzlos was die Geschwindigkeit betrifft. Videoschnitt in 4K-Auflösung im ProRes-Format stellen also keine Hürde mehr für ein externes Speichersystem dar. Selbst große Datenmengen sind schnell kopiert, wenngleich selbst die interne PCI-Express-SSD eines MacBook Pro hier nicht mehr mithalten kann. Der Flaschenhals ist also von den externen Datenträgern auf die andere Seite gewechselt - sicherlich keine alltägliche Situation.

LaCie Little Big Disk Thunderbolt 2
LaCie Little Big Disk Thunderbolt 2

Die Leistung stimmt, der Stromverbrauch spielt keine große Rolle und die Lautstärke ist unbedenklich. Bleibt nur noch eine Frage und das ist die nach dem Preis. 1.249 Euro für 1 TB Speicherkapazität sind eine Menge Geld. Anders gesagt: Teurer geht es derzeit nicht! Zwei Samsung XP941 kosten mit 512 GB derzeit rund 425 Euro. Insgesamt wäre also nur der Speicher etwa 850 Euro teuer. Zieht man nun noch die wenig aufwendige Technik, neben den SSDs, mit in die Betrachtung hinzu, relativieren sich die 1.249 Euro für die Little Big Disk Thunderbolt 2 nur teilweise. Sicher möchte Intel auch noch ein paar Euro für seinen Thunderbolt-Chip und auch das gute Gehäuse will bezahlt werden. Alles Rechnen nützt nichts, 1.249 Euro sind eine Stange Geld und nur wer auf einen derart schnellen externen Speicher angewiesen ist, wird auch zur Little Big Disk Thunderbolt 2 greifen.

Positive Aspekte der LaCie Little Big Disk Thunderbolt 2:

  • Hohe Datenübertragung
  • nahezu lautlos
  • gut verarbeitetes Gehäuse aus Aluminium
  • Daisy Chain fähig

Negative Aspekte der LaCie Little Big Disk Thunderbolt 2:

  • hoher Preis
  • derzeit nur mit 2x 512 GB (1 TB) erhältlich
 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 4

Tags

Kommentare (4)

#1
customavatars/avatar34509_1.gif
Registriert seit: 31.01.2006
Jena / Thüringen
Moderator
HWLUXX OC-Team
TeamMUTTI
Beiträge: 11734
Kann ruhig weiter gehen in der Richtung, dass dann irgendwann der RAM der Flaschenhals wird :fresse:
Quasi eine externe RAM-Disk... los gehts Leute!
#2
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12096
Die etwa 720 MB/s beim Lesen im RAID 1 sind ein schlechter Witz, die XP941 kann mehr, die beiden SSDs wurden aber wohl nur mit je 2 PCIe Lanes angebunden und da die XP941 nur PCIe Rev. 2 untersützt, kommt bei einer SSD eben nicht mehr raus. Hätte man wenigstens einen guten RAID Controller verbaut, so wäre die Leserate aber trotzdem höher, denn man kann bei einem RAID 1 wie bei einem RAID 0 paralle "versetzt" lesen und so die Leserate einer RAID 0 erreichen. Die schafft überigens auch eine der SSDs alleine. Die XP941 ist hier wie Perlen vor die Säue geworfen, da ihre Möglichkeiten nicht ausgenutzt werden.

Bei dem Preis des Gehäuse sollte doch verlangen können, dass die Fähigkeiten der nicht billigen dort verbauten SSDs auch voll genutzt werden, z.B. indem man einen entsprechnden PCIe Lane Multiplexer verbaut um auf jeder SSD auch alle 4 PCIe Lanes anzusprechen. Andererseits würde zusätzliche Performance wohl kaum noch auffallen, wenn selbst die internen SSDs nicht so schnell sind und warum sollte man sich mehr Mühe geben, wenn man sowieso schon das schnellste Pferd auf der Rennbahn hat?
#3
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Bootsmann
Beiträge: 668
Zitat Holt;22199526
Hätte man wenigstens einen guten RAID Controller verbaut


Was für ein RAID-Controller soll das denn bitte schön sein für zwei PCIe-SSDs?
#4
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12096
Keine Ahnung was für einer das ist, aber offenbar kann er nur einen Durchsatz schaffen, der PCIe 3.0 x1 oder PCIe 2.0 x2 entspricht, denn dazu passen die 720MB/s ganz genau, schau mal in Reviews der Plextor M6e oder der Samsung XP941 in einem nur mit zwei Lanes angebunden M.2 Slot oder auch hier von der Digitus DS30104-1, deren Marvell 9230 ebenfalls ein PCIe 2.0 x2 Interface hat.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Samsung SSD 750 EVO im Test - die neue Einsteiger-Klasse?

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-750-EVO/TEASER

Samsung gehört zu den Standardempfehlungen, wenn es um SSDs geht, sowohl im Highend-Bereich mit der Samsung SSD 950 PRO als auch im Mainstream-Bereich mit der 850 EVO. Letztere hat vor kurzem ein Upgrade erfahren, dabei wurde der 3D-Speicher durch eine neue Version mit nunmehr 48 statt 32... [mehr]

Crucial MX300 SSD mit 750 GB und 3D-NAND im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/CRUCIAL-MX300-750GB/TEASER

Crucial meldet sich zurück und packt mit der MX300 aktuelle Speichertechnologie in ein 2,5-Zoll-Laufwerk. Den Anfang macht dabei ein einziges Modell mit einer ungewöhnlichen Speicherkapazität von 750 GB, das gegen die Samsung SSD 850 EVO und andere Mainstream-Laufwerke bestehen soll. Die... [mehr]

Samsung SSD 850 EVO mit neuem 48 Layer 3D-NAND im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-850EVO-48/TEASER

Bereits vor einiger Zeit hat Samsung den nächsten Schritt in der Fertigung von NAND-Speicher angekündigt, nämlich die Produktion von 3D-NAND mit 48 Layern. Dieser soll jetzt in der Samsung SSD 850 EVO zum Einsatz kommen, wobei sich der Produktname nicht ändert, die Bestände werden also nach... [mehr]

OCZ Trion 150 SSD mit 240 GB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/OCZ-TRION-150/TEASER

Letztes Jahr hat OCZ mit der Trion 100 eine SSD auf TLC-Basis für preisbewusste Käufer auf den Markt gebracht. Nach etwas über einem halben Jahr erfährt die Trion nun ein Update in Form der OCZ Trion 150, bei der weiterhin TLC-Speicher von Toshiba zum Einsatz kommt, der jetzt allerdings in 15... [mehr]

NVMe-SSD Samsung 960 PRO mit 512 GB und 2 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-960-PRO/TEASER

Die Samsung SSD 950 PRO hat bis heute unsere Benchmark-Tabelle als schnellste SSD angeführt. Konkurrenz bekommt sie jetzt aus eigenem Haus in Form des Nachfolgers 960 PRO. Dabei handelt es sich um mehr als ein kosmetisches Update, denn Samsungs neuste M.2-SSD mit NVMe-Interface ist insbesondere... [mehr]

Toshiba OCZ RD400 SSD mit NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/TOSHIBA-OCZ-RD400/TEASER

Auch Toshiba steigt jetzt mit der OCZ RD400 SSD in die Königsklasse der schnellen Halbleiter-Laufwerke mit NVMe-Interface ein. Mit einem PCI-Express-Interface der dritten Generation und vier Lanes verspricht Toshiba eine Performance von bis zu 2.600 MB/s beim Lesen und 1.600 MB/s beim Schreiben,... [mehr]