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Intel SSD 730 Series 240 GB im Test

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Seite 2: Die Intel SSD 730 im Detail

Nach dem Öffnen der Intel SSD 730 Series sieht man auf Speicherbausteinen und Controller sofort das Intel-typische „i" prangen. Die Cache-Bausteine stammen von Micron, was keine überraschende Wahl ist, denn Intel und Micron arbeiten im Rahmen des IM Flash Technologies Joint Ventures (IMFT) an einer gemeinsamen Produktion von Flash-Speicher, sodass man wohl auch bei DRAM gerne auf den Partner zurückgreift. Der insgesamt 512 MB große Cache ist in Form von zwei DDR3L-RS (Low Current Self Refresh) Chips mit je 256 MB realisiert. Der verbaute MLC-Speicher ist in 20 nm gefertigt.

Endlich: Der Intel-Controller feiert sein Comeback im Endkundenmarkt
Endlich: Der Intel-Controller feiert sein Comeback im Endkundenmarkt

Dass die SSD 730 Series eine Auskopplung aus dem Enterprise-Angebot von Intel ist, wird spätestens bei einem Blick in das Datenblatt deutlich. Während eine spezifizierte Schreibrate von 20 GB pro Tag bei vielen SSDs üblich und für quasi alle Desktop-Systeme mehr als ausreichend ist, ist die 240 GB Version der SSD 730 Series für 50 GB pro Tag spezifiziert, bei der 480 GB Version sind es sogar 70 GB pro Tag, jeweils über den Garantiezeitraum von fünf Jahren. Auch bei der Lesefehlerrate wird Intels Anspruch deutlich, denn die angegebene Rate von maximal einem Fehler pro 1017 gelesenen Bits, was 11 Petabyte entspricht, ist um einen Faktor 100 besser als im Consumer-Bereich üblich – wobei man dieser Zahl nicht zu viel Bedeutung geben sollte.

Am oberen Rand der Platine befinden sich Stützkondensatoren
Am oberen Rand der Platine befinden sich Stützkondensatoren

Wesentlich wichtiger ist das, was wir am Rand der Platine sehen: Zwei Elektrolyt-Kondensatoren von Nippon Chemicon, die mit einer Kapazität von jeweils 47 Mikrofarad als Schutz vor plötzlichen Stromausfällen dienen und somit die Integrität der Daten sicherstellen. Es ist sehr zu begrüßen, dass dieser Schutz auf immer mehr Consumer-SSDs zu finden ist.

Als nächstes schauen wir uns die Performance der Intel SSD 730 Series nach starker Belastung an. Dazu lassen wir zuerst den HDTach-Benchmark über das (fabrikneue) Laufwerk laufen. Danach wird die SSD zwei Stunden mit Iometer belastet (4K random write, QD 64) und ein weiterer Durchlauf mit HDTach ausgeführt. Die Ergebnisse der beiden Tests sind in den folgenden Screenshots zu sehen: Im Neuzustand liest die SSD mit 481,4 MB/s und schreibt mit 286,8 MB/s. Nach unserem Belastungstest schreibt sie durchschnittlich noch mit 96,1 MB/s und liest mit 465,3 MB/s. Die Schreibrate bewegt sich damit im Mittelfeld - einige SSDs schneiden schlechter ab, die OCZ Vector 150 hat hingegen noch fast 170 MB/s geschafft. Im Gegenzug leidet die Leserate der SSD 730 Series kaum unter starker Belastung, denn hier bricht die eben genannte Vector 150 um fast 30% ein, während das Laufwerk von Intel nur wenige Prozentpunkt einbüßt.

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Kommentare (2)

#1
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Registriert seit: 28.02.2003
Cuxhaven, am Wasser ;)
Kapitän zur See
Beiträge: 3110
Ich vermisse Zugriffszeitmessung! Das ist doch auch ein ein sehr entscheidender Parameter!
#2
customavatars/avatar13279_1.gif
Registriert seit: 07.09.2004
Hamburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1511
Die vermisse ich auch. Den Weg zurück zum eigenen Controller im Consumer-Markt von Intel begrüße ich.

So zuverlässig wie die Intel 730, gepart mit der Performance einer 840 EVO oder 840 Pro - ein Traum! :angel:
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