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Test: OCZ Vector SSD mit Barefoot-3-Controller

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Seite 8: Fazit

Die Vector-Serie ist für OCZ ohne Frage ein äußerst wichtiges Produkt. Nicht nur natürlich, weil es neu ist, sondern auch, weil man erstmalig eine komplette Eigenentwicklung auf den Markt bringt. Das gibt OCZ die Möglichkeit, viel Reputation aufzubauen – oder zu verlieren.

Doch der Reihe nach: Die reinen Performance-Werte der OCZ Vector sind insgesamt zufriedenstellend. In einigen Benchmarks stellt sie neue Rekorde auf, in anderen fällt sie jedoch auch mal spürbar hinter die Konkurrenz zurück. Das betrifft vor allem das Lesen von kleinen Blöcken bei niedriger Anfragetiefe. Zwar ist dieser Wert insbesondere für Desktop-Systeme wichtig, die Leistung, die die Vector hier noch liefert, sollte allerdings trotzdem für praktisch jedes Desktop-System ausreichend sein. Die sequenziellen Transferraten sind auf High-End-Niveau. Insofern kann man OCZs Vector also aus Performancesicht empfehlen. 

Die OCZ Vector besitzt ein stabiles Metallgehäuse

Etwas, das man in einem Test wie diesem nicht wiedergeben kann, ist die Zuverlässigkeit und Kompatibilität des Laufwerks. Das liegt zum einen daran, dass wir nur eine Testkonfiguration haben und zum anderen, dass wir nur ein Laufwerk für einen relativ kurzen Zeitraum testen. Eine statistische Aussage lässt sich hier natürlich erst nach längerer Zeit machen. Deswegen an dieser Stelle die obligatorische Warnung: Wem die Punkte Zuverlässigkeit und Kompatibilität am wichtigsten sind, sollte prinzipiell nur auf Laufwerke setzen, die schon seit längerer Zeit auf dem Markt sind.

Zumindest OCZs Qualitäts-Versprechen mit Beta-Testern, einer täglichen Schreibrate von 20 GB und in diesem Zusammenhang auch die fünfjährige Garantie sind Kennzeichen, dass man bei OCZ sehr zuversichtlich ist, die Vector SSD nur in wenigen Fällen austauschen zu müssen. Das wiederum sollte schon einmal beruhigen, denn eine so lange Garantie kann wirtschaftlich gefährlich werden, wenn das Produkt nicht entsprechend positiv eingeschätzt wird. 

Der nächste Punkt ist der Preis. Dieser sollte, um konkurrenzfähig zu sein, im Bereich der folgenden Laufwerke liegen:

Preisvergleich einiger SSDs (Stand 27.11.12)
LaufwerkPreis
Crucial m4 256 GB ab 163 Euro
Intel SSD 520 Series 240 GB ab 200 Euro
Samsung SSD 840 Pro Series 256 GB ab 213 Euro
Corsair Neutron GTX 240 GB ab 220 Euro

Insgesamt lässt sich sagen, dass OCZ mit der Vector und dem verbauten hauseigenen Controller die Innovation im SSD-Bereich vorantreibt, was sehr zu begrüßen ist. Die Performance gefällt, ob die Vector bei der Zuverlässigkeit mit den aktuellen Laufwerken von Samsung, Intel und Crucial mithalten kann, muss sich allerdings noch zeigen. Kann sie das – und stimmt der Preis – ist die OCZ Vector ein weiteres empfehlenswertes Laufwerk. 

Positive Aspekte der OCZ Vector:

  • Gute sequenzielle Transferraten
  • Hohe Performance bei hohen Anfragetiefen

Negative Aspekte der OCZ Vector:

  • Performance bei niedrigen Anfragetiefen hinter Konkurrenz

 

 

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Kommentare (31)

#22
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Registriert seit: 26.10.2003
Allgäu
Admiral
Beiträge: 10543
kommt auf die kapazität an.
wenns 240/256 GB sein sollen würd ich ne SF 2281 mit sync nehmen, reizt im write SATA II nahezu komplett aus und ist lesend immernoch bei realen anwendungen ganz vorn dabei.
Aus P/L sicht geht natürlich an der 830 fast kein weg vorbei oder eben ne 330 mit 180GB welche ja uch nen geilen preis hat und ebenfalls für SATA II absolut ausreichend ist.

aber auch die Vertex 4 kann interessant sein, oder ne Neutron GTX, es gibt viele sehr interessante SSD´s ne klare empfehlung kann man kaum geben derzeit.
#23
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Registriert seit: 06.01.2007

Flottillenadmiral
Beiträge: 5867
OK danke, den Neutronentest hab ich auch nochmal gelesen, die normale ohne gtx is ja nur im seq schreiben langsamer, aber immernoch weit über sata2 limit, von daher würd die normale Neutron auch reichen, glaub ich.
Von der Neutron hab ich jetzt 3 Tests gelesen und bei pc expirience schreiben sie die Neutron hätt async Nand, was stimmt denn da jetzt, sync oder async?
#24
Registriert seit: 16.08.2005

Korvettenkapitän
Beiträge: 2507
da kann sie noch so gut sein, ocz ist unten durch. die qualitätsprobleme kann man ja noch nachsehen wenns besser wird, aber der umgang mit dem kunden (aussagen zu ausfallraten, hilfe in den supportforen dazu und die gefakten geizhals bewertungen) deklassiert sie als nicht hinnehmbaren geschäftspartner.
#25
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Registriert seit: 26.10.2003
Allgäu
Admiral
Beiträge: 10543
da bin ich jetzt überfragt ob die normale neutron sync oder async hat, hatte noch keine in händen und hab mich diesbezüglich auch noch nicht wirklich schlau gemacht
#26
Registriert seit: 29.05.2011

Gefreiter
Beiträge: 38
Eine kleine Anmerkung:

Könnte der Abfall der Schreibrate nach etwa 50% Kapazität die selben Gründe haben wie bei der Vertex 4? Soweit ich weiß liegt das bei der doch am Storage Mode.
Angeblich (wird zumindest u.a. auf xtremesystems.org so spekuliert) beschreibt OCZ den Flashspeicher bei der Vertex 4 (und anscheinend zumindest bei manchen FWs auch bei der Vector) zuerst so als ob es eine SLC-SSD wäre (also nur 2 Zustände pro Zelle).

Sobald man aber die 50%-Marke an Speicherverbrauch überschreitet reicht der Speicherplatz im "SLC-Modus" nicht mehr. An dem Punkt muss der Controller dann (zumindest teilweise) die Daten aus den Zellen auslesen und im normalen MLC-Verfahren wieder zurückschreiben. Wenn während dieser Zeit weitergebencht wird bricht die Leistung natürlich ein (und dabei vor allem die Schreibleistung, da für neue Daten erstmal Platz geschaffen werden muss). Wenn der Controller mit dem Umscheffeln fertig ist, arbeitet die SSD jedoch wieder schnell.

Das selbe Verhalten zeigt sich bei der Vertex 4 dann auch nochmal bei 75% Speichernutzung, wenn man zuvor 50% auf die SSD geschrieben hat und ihr dann Zeit gegeben hat sich zu erholen. Anscheinend werden dort die danach geschriebenen Daten wieder im SLC-Verfahren geschrieben bis abermals der Platz ausgeht. Ob das bei der Vector genauso ist müsste man testen.


Mir erschließt sich ehrlich gesagt der Sinn der ganzen Aktion aber noch nicht. Der Performance-Modus und der Storage-Modus (so die offiziellen Namen von OCZ die SLC und MLC vermeiden) scheinen abgesehen von der Übergangsphase praktisch gleich schnell zu sein. Auch die Schreibzyklen des NANDs kann man dadurch nicht wirklich erhöhen (der NAND muss ja weiterhin als MLC lesbar bleiben für den Fall dass der User mehr Daten draufpacken will als im Performance-Modus möglich sind), und beim Wechsel zwischen den beiden Modi müssen sogar erstmal 'ne Menge Daten nochmals geschrieben werden. Worin liegt also der Vorteil dieses doch recht komplexen Verfahrens, falls es denn wirklich so benutzt wird?
Bin allerdings gespannt wie sich die Technologie bei PCIe-SSDs oder TLC-SSDs machen würde.


€: Soweit ich weiß nutzt die Neutron GTX Toggle-Nand und die normale Neutron sync Nand (siehe z.b. http://thessdreview.com/our-reviews/corsair-neutron-and-neutron-gtx-ssd-review-new-link-a-media-controller-pulls-no-punches/2/)
#27
Registriert seit: 31.12.2011

Banned
Beiträge: 982
@sirius3100
Mit solchen theoretischen Überlegungen stehst du hier auf verlorenem Posten. a) Kapiert das hier keiner. b) Störst du damit nur die Geschäftemacher.
Man tut das dann als Verschwörungstheorie, offtopic, Spam usw. ab.
http://www.hardwareluxx.de/community/f227/ssd-fachgespraeche-916597.html

Die Sandforce-Controller haben angeblich keinen Cache. Da bleibt erst mal gar nichts anderes übrig, als die Daten (vorübergehend) im SCL-Verfahren abzuspeichern. Erst in "einem ruhigen Moment" kann die Firmware 2 Pages dann zu einer MLC-Page zusammenfassen.
#28
Registriert seit: 29.05.2011

Gefreiter
Beiträge: 38
Weder Vertex 4 noch Vector sind Sandforce-SSDs.
#29
Registriert seit: 31.12.2011

Banned
Beiträge: 982
Zitat sirius3100;19822925
Weder Vertex 4 noch Vector sind Sandforce-SSDs.


Das dachte ich mir schon. Aber es hindert ja nicht, solch ein Verfahren anzuwenden.

Als ich mit einer SSD angefangen habe, da habe ich mir mal die Frage gestellt, "mit welchem Recht" SLC-SSDs viel mehr als doppelt so teuer (damals) wie MLC-SSDs sind. Wie gesagt, es wird ja niemand gezwungen, 2 Pages in einer zu verknüpfen. Das macht die Sache ja nur komplizierter und fehleranfälliger. Ein einzelnes Bit in einer MLC-Zelle lässt sich ja auch bei fortgeschrittenem Verschleiß viel sicherer identifizieren als 4 verschiedene Zustände.

Ich hatte wohl auch mal vorgeschlagen, für die gleiche SSD 2 verschiedene Firmwares zur Auswahl zu stellen, eine für MLC-Betrieb und eine für SLC-Betrieb.

The OpenSSD Project

http://www.openssd-project.org/wiki/The_OpenSSD_Project

"The Indilinx Jasmine Platform is the Indilinx's reference implementation of SSD based on the BarefootTM controller."

Woher kommt dieser Controller in der Vector gleich... ;)
#30
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Beiträge: 21805
*seufz*
Du wirst es nie verstehen, Bernd, warum du hier immer wieder aneckst und sehr viele Leute vor den Kopf stößt.

Zum Thema:
OCZ verwendet den Performance Mode (und das ist meine eigene Schlussfolgerung) in erster Linie dafür, um in möglichst vielen direkt nach dem Erhalt durchgeführten Benchmarks besser zu stehen als die Konkurrenz. In jede MLC nur ein bit zu speichern beschleunigt natürlich auch mögliche read-modify-write-Speichervorgänge, da der Block nicht so groß ist. Das geht natürlich schneller, als 2 Zustände pro Zelle zu sichern und neuzuschreiben.

SLC-SSDs sind meist doppelt so teuer, weil doppelt soviel Waferfläche für die gleiche Speicherkapazität gebraucht wird und die Strukturbreite der SLC meist noch gröber ist, damit die Zellen robuster bleiben. Das macht die ganze Angelegenheit nochmal teurer. Das gehört aber wiederum wenn überhaupt nur peripher in diesen Kommentarthread.
#31
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127.0.0.1
Admiral
Altweintrinker
Beiträge: 25267
Kleine Frage am Rande. Für wie viel TB Schreiblast ist eigentlich eine M4 vom Hersteller freigegeben? Die 36TB der Vector kommen mir sehr gering vor. :hmm:

EDIT:

72 Terabyte sind es. Da sind die 5 Jahre Garantie der Vector wohl relativ zu betrachten, da man durch die Schreiblast mehr eingeengt wird, als bei anderen in 3 Jahren.
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