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Test: Promise Pegasus J2

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Seite 4: Fazit

Promise liefert mit dem Pegasus J2 einen interessanten Ansatz. Die Thunderbolt-Schnittstelle bietet mehr, als beispielsweise die Elgato Thunderbolt SSD leisten kann. 1250 MB pro Sekunde können theoretisch pro Richtung durch die kupferbasierten Kabel verschickt werden. Das Pegasus R6 schaffte bei der Bestückung mit HDDs zumindest eine Auslastung zu 2/3, erst mit SSDs konnte die Thunderbolt-Schnittstelle vollständig ausgelastet werden. Ein solches RAID-System mit sechs Festplatten und einer zusätzlichen Stromversorgung ist allerdings alles andere als mobil. Diese Lücke möchte Promise mit dem Pegasus J2 füllen.

Mobilität und eine möglichst hohe Performance möchte man bieten. Um beides zu erreichen, müssen allerdings einige Kompromisse eingegangen werden. Zwei mSATA-SSDs arbeiten im Pegasus J2, die per Software in einem RAID0 oder RAID1 zusammengefasst werden können. Der Nutzer kann sich also zwischen Datensicherheit und Performance entscheiden. Wer die maximale Performance sehen möchte, muss neben dem Thunderbolt-Kabel aber auch noch ein Netzteil einstecken.

Was könnte der Einsatzzweck einer solchen externen SSD sein? Apple verkauft seine MacBook Airs und MacBook Pros inzwischen ausschließlich mit mSATA-SSDs. Diese lassen sich nicht mehr so einfach gegen eine größere Kapazität austauschen und sind zudem auch noch recht teuer. Schnelle, per Thunderbolt angebundene SSDs könnten eine Art Speichererweiterung sein. Größere Final-Cut-Projekte, Bild-Datenbanken und andere größere Daten lassen sich problemlos und ohne Verlust von Performance auslagern. Per Daisy-Chain lassen sich sogar mehrere Thunderbolt-Geräte hintereinander schalten. Dazu fehlt der Pegasus J2 allerdings der zweite Thunderbolt-Anschluss.

Verbesserungspotenzial ist eigentlich nur in zwei Bereichen zu suchen: Dem Preis und den verwendeten SSDs mit Phison PS3108 Controller. Wir wären gespannt zu sehen, welche Ergebnisse mit einer mSATA-SSD C400 oder Samsung PM830/PM840 möglich wären. Ob dies auch preislich einen Einfluss hätte, ist für uns nicht zu beurteilen. Das Pegasus J2 ist mit zwei Kapazitäten von 256 und 512 GB zu haben. Das Modell mit 256 GB kostet derzeit 435 Euro, für die doppelte Speichergröße werden fast 740 Euro fällig. Das sind Preise, die mit üblichen externen Massenspeichern nicht mehr zu vergleichen sind. Wer große Speichermengen mit einer schnellen Anbindung auslagern möchte, der sollte auf eine externe HDD mit USB-3.0-Schnittstelle zurückgreifen. Wer auf der Suche nach einem kleinen mobilen Speicher mit enormer Performance ist oder wer Wert auf eine gewisse Datensicherheit legt, bei immer noch sehr guter Datenübertragungsrate, der ist beim Promise Pegasus J2 genau richtig.

Positive Aspekte der Promise Pegasus J2:

  • enorme Performance im RAID0
  • gute Performance im RAID1
  • "on the fly" Umschaltung der Stromversorgung möglich

Negative Aspekte der Promise Pegasus J2:

  • hoher Preis
  • aktive Kühlung notwendig
  • kein Thunderbolt-Kabel im Lieferumfang
 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 05.08.2012

Oberbootsmann
Beiträge: 898
Thunderbolt ist was schönes und teures. Nur die neuen Mainboards unterstützen es... Kann man sich auch so einen Thunderbolt Controller kaufen?
#2
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Sicherlich aber wer will das?
Auf irgendwelche neue Technik stürzen die sich schon alleine durch den Preis nie durchsetzen wird. Schade. Hoffe das USB 4.0 da nachzieht.
#3
Registriert seit: 25.03.2005
127.0.0.1
Kapitän zur See
Beiträge: 3646
Ich vermute, dass Thunderbolt so schnell wieder in der Versenkung verschwinden wird, wie es aufgetacht ist. Die Schnittstelle ist gegenüber USB 3.0 einfach nicht attraktiv. Firewire (von Apple gepusht) war damals auch schneller als USB 2.0, hat sich aufgrund anderer Nachteile aber trotzdem nicht in dem Maße durchgesetzt. Wieso sollte sich das hier nicht wiederholen?

Was ich interessant finde: Thunderbold ist ja eine Intel-Technologie und wird derzeit hauptsächlich von Apple genutzt und beworben. Das ist wahrscheinlich auch eine der wenigen Käufergruppen, die bereit ist die derzeitigen Premium-Preise zu zahlen. Nur was passiert wenn Apple in geschätzt 2 Jahren die Intel-Chips aus seinen Rechnern schmeißt und gegen "eigene" auf ARM-Basis austauscht? Ob Intel die Schnittstelle dann wohl weiterhin fröhlich beistellt? Ich glaube kaum...
#4
Registriert seit: 18.05.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 7618
Firewire hat sich sehr wohl durchgesetzt, nicht als Schnittstelle für allg. Geräte aber gerade im Videobereich (DV Capturing) ging nichts ohne Firewire. Zumal Firewire durch den geringeren Overhead auch viel schneller als USB 2.0 war. Nur das mit FW800 hat dann nicht mehr so geklappt wie (Apple) es wollte.
#5
customavatars/avatar1281_1.gif
Registriert seit: 09.01.2002
Geboren in Nepal, Wohnhaft in HH-Altona
Admiral
Beiträge: 15294
TB und FW sind auch in der Audioweld "NOCH" gut aber da kommen bessere und billigere Format aka MADI und co.

#6
Registriert seit: 04.02.2008
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 2045
"Apple verkauft seine MacBook Airs und MacBook Pros inzwischen ausschließlich mit mSATA-SSDs."

?

MacBook Pro


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