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Test: Adata Premier Pro SP600 128 GB SSD

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Seite 7: Fazit

Schaut man sich die Performance an, liefert die Adata Premier Pro SP600 einnicht vollends überzeugendes Ergebnis. Obwohl die SP600 ein Einsteiger-Laufwerk sein soll, könnte insbesondere die sequenzielle Schreibrate deutlich höher sein. Die niedrigen sequenziellen Transferraten sorgen dementsprechend auch für eine mäßige Kopierleistung – etwas, das im Alltag durchaus stören kann. Bei einer maximalen Kapazität von 128 GB wird es allerdings problematisch, neben dem Betriebssystem, Programmen und evtl. Spielen noch eine größere Menge an Daten zu speichern.

Kein Performance-Wunder: Der JMF661-Controller

Den sonstigen Alltagsbetrieb erledigt die Adata Premier Pro SP600 allerdings recht souverän. Der Grund für die hohe gefühlte Geschwindigkeit von SSDs ist zu einem wesentlichen Teil auf die sehr niedrigen Zugriffszeiten zurückzuführen. Hier hat die SP600 offenbar kein Problem und liefert schließlich auch eine SSD-typische Geschwindigkeit. Im Vergleich zu einer Highend-SSD dürfte man die Unterscheide bei verschiedenen Alltagsaufgaben meistens auch nur mit einer Stoppuhr feststellen können.

Problematisch wird der Einsatz der SP600, wenn das System nicht in der Lage ist, den TRIM-Befehl zu senden. Das Laufwerk besitzt eine zurückhaltende Garbage Collection und kann unter extremer Last sehr stark einbrechen – wovon sich die SSD ohne weiteres auch nicht mehr erholt. Haben wir im Neuzustand mit HD Tach eine Lese- und Schreibgeschwindigkeit von 356 bzw. 166 MB/s gemessen, fallen die Transferraten nach starker Belastung auf 252 bzw. 24 MB/s. Auch nachdem der TRIM-Befehl gesendet wird, erholt sich das Laufwerk nicht vollständig: 355 bzw. 133 MB/s werden erreicht. Bei ständigem Einsatz in einem TRIM-fähigen System sollte es allerdings keine Probleme geben.

Das stabile Gehäuse der SSD besteht aus Aluminium

Wie lautet also die Empfehlung? Diese Frage wollen wir mit einem Blick auf den Preisvergleich beantworten: 

Preisvergleich einiger SSDs (Stand 13.11.12)
LaufwerkPreis
Samsung SSD 830 Series 128 GB ab 84 Euro
Crucial m4 128 GB ab 88 Euro
Adata Premier Pro SP600 128 GB ab 90 Euro
Samsung SSD 840 Series 120 GB ab 91 Euro
Intel SSD 520 Series 120 GB ab 100 Euro

Die Adata Premier Pro SP600 ist leider zu teuer, um eine Kaufempfehlung aussprechen zu können. Für das gleiche Geld, das die SP600 kostet, gibt es viele andere Laufwerke, die deutlich schneller sind. Die SP600 ist prinzipiell kein schlechtes Laufwerk, denn als Einsteiger-SSD kann sie durchaus funktionieren. Allerdings muss auch der Preis entsprechend sein, d.h. in diesem Fall unter 80 Euro.

Positive Aspekte der Adata Premier Pro SP600:

  • Spürbarer Geschwindigkeitszuwachs bei nahezu allen Alltagsaufgaben

Negative Aspekte der Adata Premier Pro SP600:

  • Schlechte sequenzielle Transferraten
  • Noch zu teuer
 

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 23.01.2012
Dromund Kaas
Kapitän zur See
Beiträge: 3258
Mir fehlt bei dem Preis der Sinn diese zu kaufen.
#2
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Registriert seit: 14.02.2005
Raccoon City
Vizeadmiral
Beiträge: 7152
Jop, die muss noch deutlich günstiger werden. Es gibt zu starke (und günstigere) Konkurrenz.
#3
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Registriert seit: 22.11.2005
Randpolen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2493
Wen interessieren denn bitteschön immer die sequenziellen Lese und Schreibraten bei solchen Tests? Bei 99% der Systeme wo eine SSD eingesetzt wird, sind doch die Zugriffszeiten und die 4K Lese-und-Schreibwerte am interessantesten, bzw ein realer Index für die Alltagsleistung.

Ich kopiere jedenfalls nicht ständig grosse Datenblöcke von einer SSD auf die andere, wo eine SSD auch nur ansatzweise ihre sequenzielle Leistung ausschöpfen könnte. Auch liefert eine Festplatte nicht genügend Daten um die SSD auch nur annähernd bei einem sequentiellen Schreibvorgang auszulasten. Selbst wenn man Videoschnitt betreibt, dürfte der Geschwindigkeitsgewinn bei einem sequenziellen Vorgang eher gering sein...

Daher bitte liebe Tester, vergleich nicht ständig die sequenziellen Lese-und-Schreibraten, das hat nämlich null Aussagekraft über die Alltagsperformance.
#4
Registriert seit: 16.07.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1898
Also für 50 EUR maximal wäre sie für Zweit/Dritt-Systeme zum spielen/testen wohl nicht schlecht. Aber so, wird sie wohl kaum Abnehmer finden.
#5
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Registriert seit: 02.01.2004
Südhessen
Redakteur
Moderator
Beiträge: 10072
Zitat Keksonator;19732021
Daher bitte liebe Tester, vergleich nicht ständig die sequenziellen Lese-und-Schreibraten, das hat nämlich null Aussagekraft über die Alltagsperformance.

Sollen wir die Tests der sequenziellen Transferraten komplett weglassen, oder wie stellst du dir das vor? Wir haben ja noch andere Benchmarks, u.a. PCMark, was eine sehr gute Abschätzung der Alltagsperformance erlaubt.

Ansonsten glaube ich, dass sequenzielle Transferraten inzwischen wichtiger sind als 4K-Raten. Ich kenne bisher niemanden, der einen Unterschied zwischen 20, 30 oder 40 MB/s random 4K read merkt. Die sequenziellen Transferraten spüre ich dagegen jedes Mal, wenn ich eine Bildersammlung o.ä. verschiebe.
#6
Registriert seit: 16.07.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1898
Kann ich Dir nur zustimmen. Mich interessieren die für solche Sachen auch. Klar, macht man nicht jeden Tag, aber es ist trotzdem "nice to have".
#7
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Registriert seit: 06.01.2007

Flottillenadmiral
Beiträge: 5866
Da kann sich Crucial ein Beispiel nehmen, hätten sie lieber den Jmicron in die V4 reingemacht, anstatt der Phisonschnecke.
#8
customavatars/avatar7658_1.gif
Registriert seit: 26.10.2003
Allgäu
Admiral
Beiträge: 10543
naja, taugt doch beides nix, jedenfalls nicht zu den preisen die se haben wollen, da sind die deutlich schnelleren alternatieven preislich einfach zu nah dran
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