> > > > Test: LaCie 2big mit Thunderbolt

Test: LaCie 2big mit Thunderbolt

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 3: Fazit

2big ist nicht nur der Produktname, er gibt auch gleich Auskunft darüber, welches Einsatzgebiet damit angepeilt wird. Unsere Teststellung hatte zwei 2 TB große Festplatten, die mit 7200 Umdrehungen pro Minute arbeiteten. Damit erreichten wir Datenraten von 380 MB pro Sekunde im RAID 0. Wem Datensicherheit wichtiger ist als die schnelle Übertragung, der wechselt auf ein RAID 1 und muss mit etwa der Hälfte an Geschwindigkeit auskommen. Die Hotswap-Fähigkeit bietet dann aber auch die Möglichkeit eine Festplatte im laufenden Betrieb zu wechseln.

Aufgrund der beiden 3,5-Zoll-Festplatten kann die LaCie 2big in Sachen Mobilität natürlich nicht mit der Thunderbolt SSD von Elgato mithalten. Eine externe Stromversorgung ist ebenso notwendig. Genau dafür hat LaCie die 2big aber auch entwickelt. Stromversorgung und Thunderbolt-Kabel einstecken und fertig. Der Nutzer muss im Festplattendienstprogramm nur noch den gewünschten RAID-Modus auswählen.

LaCie 2big
LaCie 2big

LaCie hat die 2big auch so ausgelegt, dass gleich mehrere hintereinander geschaltet werden können. Es müssen aber nicht zwangsläufig 2big-Systeme sein. An den zweiten Thunderbolt-Anschluss lässt sich jedes beliebige Thunderbolt-Gerät anschließen. Die theoretischen 10 Gbit pro Sekunde für die Thunderbolt-Verbindung erreichen wir dabei nicht. Mit 380 MB pro Sekunden lastet die 2big die Thunderbolt-Verbindung zu einem Drittel (3 GBit pro Sekunde) aus. Hängt die Elgato Thunderbolt SSD dahinter, kommen 2,2 Gbit hinzu. Theoretisch lassen sich also drei solcher Systeme hintereinander schalten. Der Betrieb am Thunderbolt-Display war ebenfalls möglich, auch wenn hier die Übertragung der Display-Signale von den 10 Gbit pro Sekunde noch abgezogen werden muss.

Nicht so gut gefallen hat uns die Lautstärke der 2big. Zwei Festplatten mit 7200 Umdrehungen sorgen bereits für eine ordentliche Geräuschkulisse. Nach einigen Zugriffen beginnt dann auch noch der Lüfter im Gehäuse zu arbeiten und sorgt für zusätzliche Lautstärke. Direkt neben dem Arbeitsrechner möchte sicherlich niemand eine solche Lautstärke ständig ertragen müssen. Die maximale Länge des Thunderbolt-Kabels von 2 m schränkt den Einsatzradius allerdings auch etwas ein. Wird die 2big nicht benötigt, kann sie über den großen blauen Taster auf der Vorderseite auch ausgeschaltet werden.

Einmal mehr ein weiterer Kritikpunkt ist der Preis. 540 Euro werden für ein Einsteiger-Variante mit 2x 2 TB fällig. Dies wird auch nicht durch die hohen Festplatten-Preise gerechtfertigt. Sicher, die Verarbeitung ist gut und das Aluminium-Gehäuse hochwertig. Der "Thunderbolt-Aufpreis" kommt aber sicherlich auch hier zum Tragen.

Positive Aspekte der LaCie 2big:

  • gute Übertragungsraten
  • Daisy-Chain-Fähigkeit

Negative Aspekte der LaCie 2big:

  • hoher Preis
  • hohe Lautstärke
 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (7)

#1
Registriert seit: 01.04.2004

Hauptgefreiter
Beiträge: 199
muss es nicht "...2, 4, oder 8 TB" heißen?
#2
Registriert seit: 23.01.2008
Siegen
Leutnant zur See
Beiträge: 1028
Die Produkte von LaCie überzeugen durch ihre Innovationen. Habe selber eine 2Big Network und eine 2d Quadra von LaCie seit Jahren unter einer WIntel- Umgebung in Gebrauch. Und hier kommen wir auch schon zu den Problemen und Erfahrungen mit LaCie; Geräte die verwendet werden gehen auch schon mal kaputt. Die 2big Network ging innerhalb der Gewährleistung von 2 Jahren kaputt; beiden HDDs (Seagate) waren ausgefallen und der Radial-Lüfter quietsche erbärmlich. Produkt habe ich zu LaCie eingeschickt und kostenlos ein Gerät mit doppelter Speicherkapazität bekommen. Soweit Top! Leider ist die 2big Networt ein Jahr später wieder defekt- ein Controller ist ausgefallen. Aber jetzt kommt es: Zwischenzeitlich war auch die 2d Quadra ausgefallen- HDD kaputt. Erweitere Garantie abgeschlossen, Gerät eingeschickt und was kam aus F zurück? Eine LaCinema mit doppelter Kapazität! Leider konnte ich damit nichts anfangen. Habe dann die LaCienema zum deutschen Support geschickt und es kam ein halbes Gerät, ohne Sockel und Kabel,mit identischer Kapazität zurück. Mein Fazit:
Top- Service stelle ich mir anders vor- Einschicken, auspacken, glücklich sein.
Die Geräte von LaCie sollen schützen, fallen aber reihenweise aus. Zudem hat der Service von LaCie momentan ein massives Qualitäts-Problem.
#3
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29102
Zitat On3;19337915
muss es nicht "...2, 4, oder 8 TB" heißen?


Richtig, an der Stelle muss es natürlich TB heißen.
#4
Registriert seit: 16.01.2012

Stabsgefreiter
Beiträge: 276
hmm, ein raid0 mit st32000dm01. was für ein controller steckt da drin? habe 5 der seagates und würde gerne ein schnelles raid0 mit ihnen aufbauen.
#5
Registriert seit: 23.01.2008
Siegen
Leutnant zur See
Beiträge: 1028
LaCie hat einen eigenen Controller und eine eigene Firmware auf den Platten.
#6
Registriert seit: 25.06.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 223
Sieht Hammer aus
#7
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29102
Zitat Queerkopf;19338981
hmm, ein raid0 mit st32000dm01. was für ein controller steckt da drin? habe 5 der seagates und würde gerne ein schnelles raid0 mit ihnen aufbauen.


Da steckt kein RAID-Controller drin. Die Festplatten hängen nur an einem SATA-Controller, dessen Daten über das Thunderbolt an den Rechner übertragen werden. Dort tauchen die beiden Platten dann auf und werden in einem Software-RAID zusammengefasst.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Samsung SSD 750 EVO im Test - die neue Einsteiger-Klasse?

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-750-EVO/TEASER

Samsung gehört zu den Standardempfehlungen, wenn es um SSDs geht, sowohl im Highend-Bereich mit der Samsung SSD 950 PRO als auch im Mainstream-Bereich mit der 850 EVO. Letztere hat vor kurzem ein Upgrade erfahren, dabei wurde der 3D-Speicher durch eine neue Version mit nunmehr 48 statt 32... [mehr]

Crucial MX300 SSD mit 750 GB und 3D-NAND im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/CRUCIAL-MX300-750GB/TEASER

Crucial meldet sich zurück und packt mit der MX300 aktuelle Speichertechnologie in ein 2,5-Zoll-Laufwerk. Den Anfang macht dabei ein einziges Modell mit einer ungewöhnlichen Speicherkapazität von 750 GB, das gegen die Samsung SSD 850 EVO und andere Mainstream-Laufwerke bestehen soll. Die... [mehr]

Samsung SSD 850 EVO mit neuem 48 Layer 3D-NAND im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-850EVO-48/TEASER

Bereits vor einiger Zeit hat Samsung den nächsten Schritt in der Fertigung von NAND-Speicher angekündigt, nämlich die Produktion von 3D-NAND mit 48 Layern. Dieser soll jetzt in der Samsung SSD 850 EVO zum Einsatz kommen, wobei sich der Produktname nicht ändert, die Bestände werden also nach... [mehr]

OCZ Trion 150 SSD mit 240 GB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/OCZ-TRION-150/TEASER

Letztes Jahr hat OCZ mit der Trion 100 eine SSD auf TLC-Basis für preisbewusste Käufer auf den Markt gebracht. Nach etwas über einem halben Jahr erfährt die Trion nun ein Update in Form der OCZ Trion 150, bei der weiterhin TLC-Speicher von Toshiba zum Einsatz kommt, der jetzt allerdings in 15... [mehr]

NVMe-SSD Samsung 960 PRO mit 512 GB und 2 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-960-PRO/TEASER

Die Samsung SSD 950 PRO hat bis heute unsere Benchmark-Tabelle als schnellste SSD angeführt. Konkurrenz bekommt sie jetzt aus eigenem Haus in Form des Nachfolgers 960 PRO. Dabei handelt es sich um mehr als ein kosmetisches Update, denn Samsungs neuste M.2-SSD mit NVMe-Interface ist insbesondere... [mehr]

Toshiba OCZ RD400 SSD mit NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/TOSHIBA-OCZ-RD400/TEASER

Auch Toshiba steigt jetzt mit der OCZ RD400 SSD in die Königsklasse der schnellen Halbleiter-Laufwerke mit NVMe-Interface ein. Mit einem PCI-Express-Interface der dritten Generation und vier Lanes verspricht Toshiba eine Performance von bis zu 2.600 MB/s beim Lesen und 1.600 MB/s beim Schreiben,... [mehr]