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Kurztest: Elgato Thunderbolt SSD

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Seite 3: Fazit

Die Elgato Thunderbolt SSD bietet vor allen eines: die derzeit schnellste Datenübertragung für einen mobilen Massenspeicher. Bis zu 272 MB pro Sekunde waren mit USB 2.0 nicht möglich, erst USB 3.0 stellt mit seinen theoretischen 5 GBit pro Sekunde eine mögliche Alternative dar. USB-3.0-Sticks erreichten beispielsweise in einem unserer Roundups bis zu 240 MB pro Sekunde, sind also vergleichbar schnell. In unserem Mainboard-Test verwenden wir auch eine SSD in einem USB-3.0-Gehäuse um die USB-3.0-Performance zu prüfen. Hier erreichen wir regelmäßig Werte von 200 MB pro Sekunde beim Schreiben und 170 MB pro Sekunde beim Lesen.

Neben den vielen Messungen mit Hilfe spezieller Tools spielt aber vor allem die Praxis eine entscheidende Rolle. 24,21 GB ließen sich mit der Thunderbolt SSD von Elgato in 3 Minuten und 16 Sekunden schreiben. Gelesen werden konnten sie einige Sekunden schneller. Über eine USB-2.0-Festplatte hätte dieser Dateitransfer in etwa 16 Minuten gedauert. Im Grunde lassen sich die Daten auf der Thunderbolt SSD verarbeiten, als seien sie auf der internen SSD abgelegt. Einschränkungen bei der Übertragung sind praktisch nicht vorhanden. Somit lässt sich der Massenspeicher auch nutzen, wenn beispielsweise Final-Cut-X-Projekte darauf abgelegt sind.

Elgato Thunderbolt SSD
Elgato Thunderbolt SSD

Die Anbindung einer SSD als externen Datenspeicher über den Thunderbolt-Anschluss hat jedoch mehr Vorteile als nur die reine Übertragungsgeschwindigkeit. Thunderbolt-Geräte können in einer Daisy-Chain hintereinander gehängt werden. Wir haben die Elgato Thunderbolt SSD nicht nur direkt an das MacBook Pro angeschlossen, sondern auch einmal hinter ein Thunderbolt-Display gehängt. Die Datenübertragung wurde dabei nicht messbar langsam. Dies liegt an der enormen Roh-Bandbreite, die Thunderbolt bietet. Von den theoretischen 10 GBit pro Sekunden belegten wir bei einer Datenübertragung gerade einmal 2,2 Gbit. Theoretisch bieten SSD aktuell eine Übertragungsrate von 500 MB pro Sekunde. Thunderbolt wäre auch in der Lage dies zu leisten, der Flaschenhals ist also offenbar die Thunderbolt SSD als solches. Über die Vorteile von Flash-Speicher bei mechanischer Belastung müssen wir uns nicht weiter auslassen.

Allerdings sehen wir auch einige Kritikpunkte. Zunächst einmal muss hier der Preis genannt werden. 450 Euro für 240 GB Speicher klingen nicht nur überteuert, sie sind es auch. Sicherlich muss Elgato Lizenz-Gebühren für den Thunderbolt-Chip an Intel zahlen, dies kann aber nicht der alleinige Aufpreis sein. Zudem wird kein Thunderbolt-Kabel mitgeliefert. Es muss erst für 50 Euro (bei Apple) erworben werden. Eben diese beiden Umstände sorgen und werden auch in naher Zukunft dafür sorgen, dass sich Thunderbolt-Hardware nicht außerhalb des professionellen Einsatzes ausbreiten wird. 

Positive Aspekte der Elgato Thunderbolt SSD:

  • enorme Datenraten für einen mobilen Speicher
  • Verwendung von Flash-Speicher

Negative Aspekte der Elgato Thunderbolt SSD:

  • hoher Preis
  • kein zweiter Thunderbolt-Anschluss
 

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Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar19593_1.gif
Registriert seit: 17.02.2005

Redakteur
Beiträge: 12211
Schicker Test - aber tut mir leid: 50 Euro für ein KABEL? Das ist ja wohl ein Witz. Thunderbolt ist genau so zum Untergang geweiht wie Firewire seinerzeit. USB ist und bleibt, was die Leute kennen und wollen.
#2
Registriert seit: 26.08.2011
in Pommän
Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Gute Leistung, aber der Preis ist äußerst lächerlich.
Ein 2,5' USB3.0 Gehäuse mit einer SSD drin, kostet nichtmal die Hälfte und ist bestimmt nicht langsamer.
#3
Registriert seit: 10.12.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 912
Ein gutes Gehäuse mit 3.0 schafft ähnliche Geschwindigkeit.

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