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Test: Plextor M3 Pro SSD mit Marvell-Controller

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Seite 8: Fazit

Für Einbenutzer/Desktop-Systeme bietet die Plextor M3 Pro mehr als ausreichend Leistung. Sie gesellt sich damit zu anderen High-End-SSDs wie der Samsung SSD 830 Series, Crucial m4 oder Intel SSD 520 Series. Bei der M3 Pro gefällt vor allem die sehr hohe Übertragungsrate bei 4K-Blöcken und niedriger Anfragetiefe. Aber auch die restlichen Werte können überzeugen, die sequenziellen Transferraten sind für eine SSD mit 128 GB sehr ordentlich. Im Gegensatz zu SandForce-Laufwerken erreicht die M3 Pro ihre Geschwindigkeit außerdem unabhängig von der Komprimierbarkeit der Daten.

Damit man die hohe Geschwindigkeit der M3 Pro auch dauerhaft genießen kann, sollte man sie nur in Verbindung mit einem TRIM-fähigen System benutzen. Ohne TRIM kann die Performance der M3 Pro bei starker Belastung u.U. sehr stark einbrechen. Zwar erholt sich die Performance des Laufwerks auch wieder, für Systeme ohne TRIM (ältere Betriebssysteme, RAID-Volumes) ist die M3 Pro damit allerdings ungeeignet.

alles

Ein Faktor, den man generell sehr schwer objektiv beurteilen kann, ist die Zuverlässigkeit. Über einen längeren Zeitraum negativ aufgefallen ist hier vor allem SandForce. Schwerwiegende Fehler (Bluescreen im laufenden Betrieb) konnten erst nach vielen Firmware-Versionen und langer Wartezeit behoben werden. Aber auch andere Hersteller haben sich nicht immer nur mit Ruhm bekleckert, Intels SSD 320 Series krankte zuletzt am sogenannten 8 MB-Bug. SSDs mit Marvell-Controller sind eher positiv aufgefallen, obwohl auch hier ab und zu eine neue Firmware zur (schnellen) Fehlerbehebung notwendig war. Solange die Plextor M3 Pro hier keine Ausnahme bildet, wofür es keinen Anhaltspunkt gibt, sollte sie also ebenfalls eine hohe Zuverlässigkeit und Kompatibilität besitzen.

Bleibt als letzter Punkt nur noch der Preis: Die 128 GB-Version der M3 Pro kostet derzeit 165 Euro – im Vergleich zur Crucial m4, die mit gleicher Kapazität nur 100 Euro kostet, ist das etwas zu viel. In diesem Fall ist auch der längere Garantiezeitraum von fünf statt drei Jahren und der Vor-Ort-Service kein wirkliches Argument mehr. Bei Crucial oder Samsung bekommt man für deutlich weniger Geld ungefähr die gleiche Leistung.

Letztendlich ist die Plextor M3 Pro also ein sehr gutes Laufwerk, das für eine eindeutige Kaufempfehlung leider etwas zu teuer ist. Aufgrund der Performance erhält sie unseren Award für exzellente Hardware.

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Positive Aspekte der Plextor M3 Pro:

  • Hohe Geschwindigkeit bei kleinen Blöcken
  • Hohe Transferraten bei sequenziellen Zugriffen
  • Fünf Jahre Garantie

Negative Aspekte der Plextor M3 Pro:

  • Performanceeinbruch ohne TRIM
  • Preis
 

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Kommentare (5)

#1
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Kreis Unna
Vizeadmiral
Beiträge: 6601
Die Verlinkung bei den 174€ bringt mich auf den Preis vergleich von irgendeinem RevroDrive von OCZ
#2
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29105
Ich habe den Link mal geändert.
#3
Registriert seit: 23.05.2011

Bootsmann
Beiträge: 611
Wenn sich der Preis bei ~110€ einpendelt wäre sie interessant, aber so fährt man mit der m4 256gb-Variante von crucial besser.
#4
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Registriert seit: 10.05.2007


Beiträge: 12887
Warum sehen wir den Test erst jetzt? Scheint ja schon ein Monat alt zu sein.
#5
Registriert seit: 28.03.2010

Obergefreiter
Beiträge: 115
Bei dem Preis wird niemand schwach. Die Crucial M4 mit 256 MB kostet nur 25 Euro mehr.
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