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Test: OCZ Synapse SSD

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Seite 2: Das Laufwerk im Detail

Optisch sieht die Synapse aus wie jede andere SSD auch: Im schwarz eloxierten Aluminiumgehäuse kommen die Speicherchips samt Controller zum Käufer. Im Inneren arbeitet dabei der neue SandForce SF-2281, der auch schon von anderen SSD-Herstellern in ihren Boliden verbaut wird. Damit bietet die Synapse natürlich alle Vorteile des SandForce-Controllers (Kompression, Trim, RAISE, Verschlüsselung etc.).

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OCZ gibt von der angegebenen Speicherkapazität lediglich die Hälfte zur Nutzung frei, der Rest bleibt als Reserve im Hintergrund dem Käufer verborgen. Diese Halbierung sorgt unter anderem dafür, dass die SSD niemals vollständig gefüllt werden kann und ausreichend Platz für interne Aufräum- und Reorg-Prozesse zur Verfügung steht. Zusätzlich sorgt die Reserve dafür, dass auch im Falle von defekten Speicherzellen immer ausreichend Ersatz vorliegt. Warum der gesperrte Bereich jedoch derart großzügig gewählt wurde, erschließt sich uns nicht unmittelbar, denn eine deutlich kleinere Pufferzone von beispielsweise 25-30 Prozent würde mit Sicherheit auch ausreichen.


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Bei den eingesetzten Speicherzellen handelt es sich um asynchrone MLC-Module von Micron in 25 nm-Fertigungstechnik, die in Zusammenarbeit mit dem SF-2281 für sequentielle Schreib/-Leseraten von 490 - 550 MB/s (64-GB- bzw. 128-GB-Synapse) sorgen sollen. Die erreichbaren IOPS (4K random Read/Write) liegen laut Spezifikation zwischen 10.000 - 80.000 je nach Modus und Modell.

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Das eigentlich Interessante an der Synapse ist jedoch die mitgelieferte Software namens Dataplex: Sie unterteilt sämtliche Daten in die zwei Kategorien "hot" und "cold". Die "heißen Daten" werden dabei auf der SSD als Arbeitskopie vorgehalten und erst im Laufe des Betriebs bei etwaiger Veränderung zurück auf die HDD geschrieben. Die "kalten Daten" wandern direkt auf die HDD, da sie in den Augen des Algorithmus nicht brisant genug sind und auch nicht häufig genug benutzt werden. Dementsprechend ist es auch notwendig, die Synapse erst einmal "anzulernen", damit sie die wichtigen Daten überhaupt erkennen kann. Dies geschieht aber vollkommen automatisch, ohne dass Eingriffe seitens des Nutzers nötig sind.

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Konfigurationsoptionen fehlen ganz, man kann lediglich über einen Commandline-Befehl sehen, ob die Software aktiv ist. Da sich die Dataplex-Software nach der Installation in den Boot-Vorgang einklinkt, können die Caching-Algorithmen bereits hier ansetzen und den Startvorgang beschleunigen. Nach aktuellem Stand der Dinge wird jedoch ausschließlich Windows 7 unterstützt, sodass ältere Betriebssysteme außen vor bleiben .

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OCZ liefert dem Käufer der Synapse ein zusätzliches Montage-Bay mit, um die 2,5-Zoll-SSD in einem Desktop-PC mit 3,5-Zoll'-Slots unterzubringen.